Drohnengesetze in Deutschland: Diese Vorschriften gelten in der Bundesrepublik

Wenn du in Deutschland eine Drohne nutzen möchtest, solltest du dich genau mit den gesetzlichen Bestimmungen vertraut machen. In diesem Beitrag möchten wir dir aufzeigen, welche Regeln in Deutschland für Copter-Piloten gelten.

Seit 31. Dezember 2020 gilt in Deutschland die EU-Drohnenverordnung, die die Vorschriften für Fernpiloten in Europa weitestgehend angeglichen hat und vor allem für Reisende einige Erleichterungen bedeutet. Dennoch können die teilnehmenden Länder einige Regelungen selbstständig treffen, weshalb es sich immer lohnt, sich über das geltende Recht im jeweiligen Land zu informieren. Auch in Deutschland gibt es einige Besonderheiten bei der Umsetzung der neuen Drohnengesetze.

Drohnen-Gesetze-Deutschland-TB

Überblick der europäischen Regeln mit Gültigkeit in Deutschland

In Deutschland gelten die Vorschriften der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA). Die folgenden Punkte dienen dem Überblick über die wichtigsten Eckpunkte. Einen vollständigen Überblick bekommst du mit unserem Video-Kurs über die EU-Drohnen-Verordnung.

Müssen Drohnen registriert werden? Eine Registrierung ist verpflichtend für alle Drohnenbetreiber, außer die Drohne wiegt weniger als 250 Gramm und ist NICHT mit Sensoren zur Erfassung personengebundener Daten ausgestattet (z.B. Kamera, Mikrofon). Ausgenommen sind auch Drohnen, die unter die EU-Spielzeugrichtlinie fallen. Die Registrierung wird in allen Ländern, die ebenfalls die EU-Drohnenverordnung eingeführt haben, anerkannt.
KennzeichenAlle Drohnen müssen sichtbar mit der individuellen Registrierungsnummer (e-ID) gekennzeichnet werden. Falls vorhanden, muss die Nummer auch ins Fernidentifikationssystem der Drohne geladen werden. Mehr Infos zu Drohnen-Plaketten
Drohnen-Führerschein:Je nach Kategorie müssen Piloten Prüfungen ablegen, um den EU-Drohnen-Führerschein zu erwerben. Diese werden in allen Ländern, die ebenfalls die EU-Drohnenverordnung eingeführt haben, anerkannt.
Unterscheidung nach Kategorien: Offene Kategorie (mit drei Unterkategorien), Spezielle und Zulassungspflichtige Kategorie; keine Unterscheidung zwischen privaten und gewerblichen Piloten.
Maximale Flughöhe:120 Meter im unkontrollierten Luftraum in der offenen Kategorie.
Halte Abstand zu Flughäfen
Respektiere die Privatsphäre anderer Personen

Nationale Besonderheiten in Deutschland

Jedes Land kann bestimmte Aspekte bei den Drohnen-Regeln selbst festlegen. Für Deutschland gelten die folgenden Auflagen ergänzend zu den europäischen Vorschriften.

Ist eine Drohnen-Versicherung erforderlich? Ja, für private und gewerbliche Drohnen-Flüge. Wir empfehlen diese Drohnen-Versicherung.
Mindestalter für Fernpiloten16 Jahre

Aus diesem kurzen Überblick lassen sich bereits einige Neuerungen ableiten, die sich von den bisherigen Vorschriften unterscheiden.
So hat sich die erlaubte Flughöhe im unkontrollierten Luftraum auf 120 Meter erhöht – zumindest in der Offenen Kategorie. Damit fällt ein neuer Begriff, mit dem sich Drohnenpiloten auseinander setzen müssen. Flüge werden jetzt nach Gewicht der Drohne und Risiko in Kategorien unterteilt: die Offene, die Spezielle und die Zulassungspflichtige Kategorie.

Zum Video-Kurs “Einführung in die EU-Drohnen-Verordnung”

Registrierung und Versicherungspflicht

Drohnenbesitzer müssen sich nun in dem Land, in dem sie ihren Wohnsitz haben, als Betreiber registrieren. Ausnahmen gelten bei Drohnen, die leichter als 250 Gramm sind und KEINE Kamera oder andere Sensoren zur Erfassung personenbezogener Daten haben. Das heißt, mit einer DJI Mavic Mini oder Mini 2 musst du dich registrieren! Bei Spielzeugdrohnen greift die Registrierungspflicht nicht.
Hier geht es zum Registrierungsportal des Luftfahrt-Bundesamts.

Das Luftfahrt-Bundesamt hat für die Registrierung eine Übergangsfrist bis 30. April 2021 festlegt. In diesem Zeitraum bist du von der Registrierungspflicht befreit, solange du deinen Wohnsitz bzw. deinen Hauptgeschäftssitz in Deutschland hast. Bis du deine Betreibernummer zugewiesen bekommen hast, musst du deine Fluggeräte dennoch mit deinem Namen und deiner Anschrift versehen. Wenn du erfolgreich registriert wurdest, gelten die hier beschriebenen Anforderungen.

Sobald du dich registriert hast, bekommst du eine e-ID zugewiesen. Dies stellt die Plattform so dar:

Die Nummer ganz rechts ist die e-ID. Beachte, dass die letzten drei Zeichen, die grau hinterlegt sind, nicht mit auf der Drohne erkennbar sein dürfen. Dabei handelt es sich um ein Sicherheitsmerkmal, das für die Verifizierung in der Drohnen-Firmware vorgesehen ist.

Du musst die e-ID sichtbar an deinem Copter anbringen. In dem fiktiven Beispiel wäre das also DEUabcd12ef34ghi. Das ist alles, was vorgegeben ist.
Name und Kontaktdaten fallen weg, genauso wie die Vorgaben für eine feuerfeste Plakette. Wir empfehlen trotzdem, eine haltbare Plakette zu nutzen, da diese Wind und Wetter widersteht, nicht verbleicht und auch bei einem Aufprall nicht so leicht zerstört wird wie ein Aufkleber aus Papier.
Wenn deine Drohne bereits über eine Funktion zur elektronische Fernidentifizierung verfügt, solltest du die e-ID auch dort eintragen. Das hat bei Nutzern der DJI Fly App für Verwirrung gesorgt, da diese nur 10 Zeichen erlaubt, die e-ID aber länger ist. Wir gehen davon aus, dass DJI hier bald mit einem Update nachbessert. Das Eintragen in das elektronische System ist derzeit noch kein Muss, wenn diese Möglichkeit nicht vorhanden ist.

Bei der Registrierung musst du deine Versicherung angeben. Die Versicherungspflicht wird in Deutschland im Luftverkehrsgesetz geregelt und hat sich auch mit der EU-Verordnung noch nicht geändert. Das heißt, du musst deine Drohnenflüge mit einer Haftpflichtversicherung absichern. Die Deckungssumme bei Unfällen mit Luftfahrzeugen unter 500 Kilogramm, zu denen Drohnen gehören, ist auf 750.000 Sonderziehungsrechte festgesetzt, was etwa 900.000 Euro entspricht (Stand Ende Februar 2021). Da sich der Umrechnungskurs ändern kann, bist du mit 1 Million Euro oder mehr auf der sicheren Seite. Passende Drohnenversicherungen haben wir in diesem separaten Artikel zusammengestellt.
Beachte, dass du deine Versicherungsbestätigung mitführen musst, wenn du deine Drohne einsetzt!

Führerscheine für Drohnenpiloten

Fast jeder, der eine Drohne fliegen möchte, braucht nun einen Führerschein. In der Offenen Kategorie gibt es den EU-Kompetenznachweis A1/A3 und das EU-Fernpilotenzeugnis A2. In Deutschland bietet das Luftfahrt-Bundesamt das Online-Training und die Prüfung für den A1-/A3-Nachweis an. Zur deutschen Prüfungsplattform gelangst du hier. Bisher kosten das Training und die Prüfung für diesen “kleinen” Führerschein nichts. Jedoch ist davon auszugehen, dass in Zukunft eine Gebühr verlangt wird. In anderen Ländern ist das bereits der Fall.

Für das A2-Zeugnis hat das Luftfahrt-Bundesamt Prüfstellen benannt. Es freut uns sehr, dass wir als Prüfer der Kopter-Profi GmbH (Prüfstelle DE.PStF.001) anerkannt wurden und somit selbst Prüfungen zum Fernpilotenzeugnis abnehmen dürfen. Wenn du den “Großen Drohnen-Führerschein” ablegen möchtest, kannst du die Prüfung samt Vorbereitungskurs hier buchen:

Prüfung zum Fernpilotenzeugnis buchen

Hast du bereits einen alten Kenntnisachweis nach §21d der Luftverkehrs-Ordnung, kannst du diesen bis 2022 in Deutschland teilweise weiterhin nutzen. Auch Allgemeinverfügungen der Bundesländer behalten in dieser Zeit ihre Gültigkeit. Nähere Informationen zu dieser Übergangszeit findest du in unserem Artikel zu den Drohnenführerscheinen.

Auch Flüge an Bahnbrücken sind eingeschränkt

Vorgaben zu Flugverboten und Sicherheitsabständen

Im Jahr 2021 befinden wir uns in einer spannenden Übergangszeit, in der einzelne Länder ihre Gesetze an die EU-Verordnung anpassen können. So ist es auch in Deutschland: Bisher hat hier die Luftverkehrs-Ordnung Drohnenflüge geregelt. Dieses Gesetz muss nun überarbeitet werden, da es in einigen Punkten den europäischen Regeln widerspricht und somit teilweise für ein Flugszenario zwei verschiedene Bestimmungen gelten. Wir illustrieren das an einem Beispiel:

Beispiel: Flüge über Wohngebieten

Mit der EU-Drohnenverordnung darfst du ohne Genehmigung nur bestimmte Copter nutzen, um Wohngebiete zu überfliegen, denn das ist nur in Unterkategorie A1 und A2 erlaubt.

Die deutsche Luftverkehrs-Ordnung unterscheidet bei Wohngrundstücken nicht nach Gewicht, wenn der Grundstückseigentümer dem Flug zugestimmt hat. Damit dürftest du auch mit Drohnen, die sonst nur in Unterkategorie A3 zugelassen sind, Wohngrundstücke überfliegen.

Das würde jedoch die Unterscheidung der Unterkategorien untergraben und die europäischen Vorschriften sind immer bevorzugt anzuwenden.

Voraussichtlich Mitte 2021 werden solche Widersprüche durch eine Aktualisierung der Luftverkehrs-Ordnung wegfallen.

Bis das Gesetz aktualisiert wurde, gelten noch einige alte Regeln bezüglich der Sicherheitsabstände. Ohne Genehmigung sind Flüge nicht erlaubt über:

  • Menschenansammlungen.
  • Unglücksorten, Katastrophengebieten, Einsatzorten von Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben.
  • Bundesfernstraßen (konkret Autobahnen und Bundesstraßen), Bundeswasserstraßen und Bahnanlagen.
  • Industrieanlagen.
  • Justizvollzugsanstalten/Gefängnisse und Einrichtungen des Maßregelvollzugs.
  • Einrichtungen und Truppen der Bundeswehr sowie andere militärische Anlagen und Organisationen.
  • Anlagen der Energieerzeugung und Energieverteilung (Kraftwerke, Windräder, Umspannwerke etc.).
  • Einrichtungen, in denen erlaubnisbedürftige Tätigkeiten der Schutzstufe 4 gemäß Biostoffverordnung (Institute in Hamburg, Berlin, Marburg und auf der Insel Riems) durchgeführt werden.
  • Grundstücken von Verfassungsorganen des Bundes und der Länder sowie obere und oberste Bundes- und Landesbehörden.
  • Diplomatischen und konsularischen Vertretungen (Botschaften).
  • Internationalen Organisationen im Sinne des Völkerrechts (UN, EU, NATO etc.).
  • Grundstücken der Polizei und anderer Sicherheitsbehörden.
  • Krankenhäusern.
  • Naturschutzgebieten

Damit sind schon sehr viele Flugmanöver eingeschränkt. Selbst in ländlichen Gebieten kann es zu erheblichen Einschränkungen kommen. Eine gute Karte, die die vielen Flugverbote berücksichtigt, findest du hier.

Screenshot vom großartigen Map2Fly Karten-Service

Als Fernpilot bist du ebenfalls dazu verpflichtet, bemannten Luftfahrzeugen und unbemannten Freiballonen auszuweichen.
Zu den Außengrenzen von Flughäfen ist ein Sicherheitsabstand von 1,5 Kilometern einzuhalten.

Für verschiedene Flüge, die nicht mehr in die Offene Kategorie fallen, sondern in die Spezielle Kategorie, benötigst du eine Genehmigung. Bisher waren für solche Erlaubnisse die Landesluftfahrtbehörden zuständig. Wir gehen davon aus, dass dies bei Einzelerlaubnissen weiterhin der Fall sein wird.

Foto- und Videoaufnahmen

Nachdem wir zuvor geklärt haben, wo und unter welchen Umständen du überhaupt fliegen darfst, schauen wir uns nun an, welche Aufnahmen du mit deiner Kameradrohne anfertigen und veröffentlichen darfst.

Datenschutz und Persönlichkeitsrecht

Mit einer Kameradrohne sammelst du Daten und damit berühren deine Aktivitäten die Bestimmungen zum Datenschutz.
Die Datenschutzbeauftragten der Länder und des Bundes haben ihre Einschätzung in einem Positionspapier zusammengetragen und kommen zu dem Schluss, dass „insbesondere in urbanen Umgebungen […] das Betreiben von Drohnen mit Film- und Videotechnik im Einklang mit den geltenden Gesetzen in der Regel nicht möglich“ sei.

Warum ist das so?

In Deutschland gelten mehrere Gesetze und Verordnungen, die den Daten- und Persönlichkeitsschutz betreffen. Außerdem schränken schon die Drohnengesetze ein, wo geflogen werden darf. Dazu zählen die bereits erwähnten Wohngrundstücke, für die keine Erlaubnis des Eigentümers vorliegt.

Von der Europäischen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) hast du bestimmt schon gehört. Ergänzt wird sie durch das Bundesdatenschutzgesetz. Diese Gesetze beziehen sich auf die Verarbeitung personenbezogener Daten und gelten nicht für die Ausübung ausschließlich persönlicher und familiärer Tätigkeiten.

Allerdings kann dein Drohnenflug schnell in den Bereich der nichtpersönlichen Tätigkeiten fallen, wenn du im öffentlichen Raum fliegst oder zum Beispiel vorhast, deine Aufnahmen zu veröffentlichen oder verbreiten. Dies kann schon der Fall sein, wenn du sie in sozialen Netzwerken zugänglich machst.

Damit entstehen für dich Pflichten, die in der Praxis schwer umsetzbar sind. Zum Beispiel müsstest du den Betroffenen mitteilen, wer du bist, wie sie dich kontaktieren können, was du mit den Aufnahmen machst usw.

Deshalb musst du darauf achten, welche Daten du mit deinen Aufnahmen erhebst. Personenbezogene Daten können ganz klassisch Name, Adresse oder das Aussehen eines Menschen sein, aber auch KFZ-Kennzeichen fallen darunter. Diese solltest du also nicht ohne vorherige Einwilligung filmen oder fotografieren.

Francis fliegt mit seiner Drohne

Das Allgemeine Persönlichkeitsrecht ermöglicht die freie Entfaltung aller Menschen. Jeder hat das Recht, sich zurückzuziehen und abzuschirmen. Du darfst mit einem Copter niemanden in diesem Recht beeinträchtigen. Ganz praktisch bedeutet das, dass du keine Bereiche überfliegen solltest, die nicht öffentlich einsehbar sind (siehe dazu auch das Urteil vom Amtsgericht Potsdam).

Dieses Recht auf Abschirmung gilt auch in der Natur. Deswegen solltest du z.B. an Seen und in Parks besonders sensibel gegenüber anderen Personen sein, damit du deren Ruhe nicht unzulässig beeinträchtigst.

Auf der anderen Seite steht dir als Drohnen-Pilot ebenso das Recht zur freien Entfaltung zu. Es gilt immer im Einzelfall abzuwägen, welches Recht höher wiegt. Damit Juristen sich nicht mit deinem Fall beschäftigen müssen, empfehle ich dir, vor jedem Flug die Personen in der Umgebung aufzuklären und freundlich um eine Zustimmung zu bitten. Das kann böse Überraschungen vermeiden.

Gut zu wissen: Es ist unerheblich, ob du mit der Kamera an deiner Drohne tatsächlich Aufnahmen machst. Selbst dann, wenn nur der Eindruck entstehen könnte, dass du Aufnahmen erstellst und damit personenbezogene Daten sammelst, gelten die Vorschriften. Entsprechende Gerichtsurteile gingen meistens zugunsten der Persönlichkeitsrechte von Betroffenen aus.

Neben den in den Gesetzen vorgeschriebenen Strafen oder Bußgeldern kann es auch sein, dass Betroffene ihre Rechte selbst mit drastischen Mitteln einfordern. Es gab einen Fall, bei dem ein Mann mit dem Luftgewehr eine Drohne abgeschossen hat, die über seinem Grundstück flog. Der Drohnenbesitzer verklagte den Schützen, schließlich war die Drohne 1500 Euro wert. Doch der Schütze bekam Recht! Er hatte sich gegen die Verletzung seiner Rechte und der seiner Familie gewehrt.

Achtung auch, falls deine Kamera-Drohne Tonaufnahmen macht. In Deutschland ist es strafbar, nichtöffentliche Gespräche ohne Zustimmung aufzuzeichnen oder öffentlich zu machen (§201 StGB).

In Wohngebieten müssen die Betroffenen einem Drohnen-Flug zustimmen

Welche Luftaufnahmen darfst du veröffentlichen?

Hast du dich an all diese Bestimmungen gehalten, solltest du nun herausfinden, ob du die Luftaufnahmen auch ohne Weiteres veröffentlichen darfst.

Dazu werfen wir einen Blick ins Kunsturhebergesetz. In §22 KunstUrhG ist festgeschrieben, dass eine abgebildete Person der Verbreitung von Bildnissen zustimmen muss. Grundsätzlich solltest du dir eine (schriftliche) Genehmigung der abgebildeten Personen einholen, bevor du dein Material veröffentlichst.

Es gibt jedoch Ausnahmen, die durch §23 KunstUrhG geregelt werden. Demnach benötigst du keine Genehmigung der abgebildeten Personen, wenn eine der folgenden Bedingungen zutrifft:

  1. Abgebildete/r ist eine Person der Zeitgeschichte
  2. Personen sind als Beiwerk neben einer Landschaft oder einem anderen Motiv zu sehen
  3. Abbildung ist von einer Veranstaltung, an der die Betroffenen teilgenommen haben
  4. Abbildungen dient einem höheren Interesse der Kunst

Insbesondere Punkt 2 sollte für viele Drohnen-Piloten interessant sein und bürokratischen Aufwand minimieren.

Noch scheint nicht abschließend geklärt, ob die 2018 in Kraft getretene DSGVO etwas an der Anwendbarkeit des Kunsturhebergesetzes ändert. Zumindest für journalistische Aufnahmen gibt es bereits Gerichtsurteile, wonach das Gesetz weiterhin gilt.

Das Urheberrecht und die Panoramafreiheit

Dass du einen urheberrechtlichen Anspruch auf deine Luftaufnahmen hast, ist dir vermutlich klar. Aber ist dir auch bewusst, dass du mit deinem Drohnen-Video eventuell Urheberrechte anderer Personen verletzt hast?

Neben Landschaften sind Gebäude beliebte Motive für Drohnen-Flüge. Gebäude können jedoch unter Umständen einen urheberrechtlichen Schutz genießen. Zwar dürfen Gebäude ohne Einwilligung von öffentlichen Plätzen aus aufgenommen werden und du benötigst keine Genehmigung des Urhebers für die Verbreitung des aufgenommenen Materials (§59 UrhG). Doch die Rechtsprechung ist bezüglich der sogenannten Panoramafreiheit nicht eindeutig. So wurden Bilder bisher von dieser Freiheit ausgeschlossen, wenn sie mit technischen Hilfsmitteln entstanden sind, die einen anderen Blickwinkel ermöglichen, beispielsweise hohe Stative und Drohnen. Ein aktuelles Urteil macht Hoffnung und lässt die Panoramafreiheit auch bei Luftbildaufnahmen zu.

Multikopter-Gesetz-Deutschland-Paragraph

Wenn du noch Fragen hast oder bereits Erfahrungen mit der rechtlichen Handhabe in deinem Bundesland gemacht hast, dann melde dich bitte bei uns in den Kommentaren.

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Über den Autor

Seit 2014 lässt mich die Begeisterung für Kamera-Drohnen nicht mehr los. Als Fotograf und Filmemacher bieten sie mir eine unglaubliche Bandbreite an Gestaltungsmöglichkeiten. Dank Drohnen konnte ich überall auf der Welt ganz besondere Perspektiven einfangen, die ohne die neue Technik undenkbar wären. Doch in all den Jahren hat sich viel geändert und es stellt eine gewisse Herausforderung dar, als Drohnen-Pilot die technischen und rechtlichen Entwicklungen zu verfolgen. Deswegen haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, euch hier im Drohnen Camp alles Wichtige für den Umgang mit euren Drohnen verständlich zu erklären. Falls noch Fragen zu diesem Artikel offengeblieben sein sollten oder ihr Erfahrungen mit uns teilen wollt, dann schreibt uns gern einen Kommentar und wir versuchen euch so schnell wie möglich zu helfen!

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Uwe
vor 1 Monat

Hallo Leute, wo kann man die entsprechenden Bußgelder nachsehen wenn man eine kleine Drohne unter 250gramm mit Kamera ohne Registrierung in die Luft hebt?

Werner
vor 1 Monat

Hallo Francis,
ich bin jetzt am Drohnenführerschein und verunsichert was das Startgewicht angeht. Habe eine DJI Mavic 2 Pro mit einem vom Hersteller angegebenen Startgewicht von 907 Gramm. Würde also Klasse C2 und die Theorie-Prüfung vor Ort bedeuten. Das tatsächliche Startgewicht liegt aber bei 895 Gramm, weil ich den Gimbal-Schutz für den Flug logischerweise abnehme, und dieser ist bei dem Startgewicht von DJI wohl mitgewogen worden.
Außerdem wird in den Klassen C1 – C3 ein System zur Fernidentifizierung vorgeschrieben. Ich finde aber in der Beschreibung der Mavic 2 Pro nichts über ein solches System. Ist dieses evtl. erst ab einem bestimmten Herstellungszeitraum erforderlich? Meine Drohne habe ich im August 2019 gekauft.
Zum Schluß möchte ich mich bei Euch über die interessanten und informativen Berichte bedanken und hoffe, das ihr mir weiterhelfen könnt.
Lieben Gruß, Werner

Tina | Drohnen-Camp-Team
vor 1 Monat
antworten  Werner

Hallo Werner,
im Moment können die Regeln wirklich etwas undurchsichtig erscheinen, da wir uns noch in einer Übergangszeit befinden. Das macht es bezüglich deiner Mavic 2 Pro aber etwas einfacher, denn sie hat noch keine EU-Klasse. In Zukunft wird es wahrscheinlich die Möglichkeit geben, sie nachträglich klassifizieren zu lassen, aber das wird vom Hersteller vorgegeben. Bis dahin fällt die Mavic 2 Pro in die Gruppe von Drohnen ohne EU-Klassifizierung zwischen 500 Gramm und 2 Kilogramm. Welchen Führerschein du brauchst, hängt davon ab, wo und wie du sie einsetzen möchtest. Fliegst du nur in den Betriebsbedingungen der Unterkategorie A3, also mit genügend Abstand zu Gebäuden und Personen, brauchst du lediglich den A1/A3-Nachweis. Du darfst aber auch bis zu 50 Meter an Menschen heranfliegen, benötigst dann aber das Fernpilotenzeugnis A2. Das gilt für die neuen Führerscheine, falls du schon einen alten Drohnenführerschein nach §21d der alten Luftverkehrs-Ordnung hast, gibt es einige Übergangsregeln.
Bei der Fernidentifizierung müssen wir uns auch noch etwas gedulden, welche Festlegungen getroffen werden. Möglicherweise werden bestimmte DJI-Modelle mithilfe eines Softwareupdates nachgerüstet. Es ist gerade eine spannende Zeit.
Viele Grüße
Tina vom Drohnen-Camp-Team

Joachim
vor 1 Monat

Ich darf nicht mal auf meinem eigenen riesigen Grundstück eine Drohne fliegen. Grund: “Bundeswasserstraße” grenzt daran. Diese “Bundeswasserstraße” ist ein winziger Fluß mit durchschnittlich 50-60 cm Wassertiefe. Ab und zu mal Kanuten. In der wärmeren Jahreszeit gehe ich mit meinem Hund da durch – aber: huch! Da auf der anderen Seite ist ein Naturschutzgebiet… Bestehend aus Äckern die bewirtschaftet werden (wo ist da Natur?). Der Hund darf nicht frei laufen. Theoretisch.

Jan
vor 5 Monaten

Heyho

ich überlege gerade mir die allererste Drohen zu kaufen und habe deshalb in letzter Zeit viel recherchiert.
Dabei bin ich auf eure außerordentlich informative Seite gestoßen, die mich letztendlich auch davon überzeugt hat,
eine Drohne zu kaufen. Da ich noch keine Erfahrung mit Drohnen habe, werde ich mit der Mini-Drohne Mavic Mini anfangen.
Ich habe mich auch mit der Gesetzeslage beschäftigt und erfahren,
dass mit dem Start des neuen Jahres auch neue Gesetze zu Drohnen herausgebracht werden.

Jetzt aber zur eigentlichen Frage:
Lohnt es sich noch sich eine Drohen in diesem Jahr zu kaufen oder sollte man lieber bis zum nächsten Jahr warten,
wenn die neuen Gesetze feststehen?

Ich hoffe ihr könnt mir bei meiner Frage behilflich sein!

Vielen Dank und noch einen schönen Tag!

Tina | Drohnen-Camp-Team
vor 4 Monaten
antworten  Jan

Hallo Jan,
die Mini wäre eine gute Wahl zum Einstieg. Tatsächlich gelten ab dem 31. Dezember neue, EU-weite Gesetze. Die wichtigsten Inhalte sind schon bekannt und wir haben sie in mehreren Artikeln erklärt, beginnend mit diesem hier. Beispielsweise wirst du dich als Betreiber registrieren müssen, auch mit einer Mini. Insofern kannst du jetzt schon abwägen, ob die künftigen Regeln deinen Vorhaben entsprechen. Lass dich aber nicht entmutigen, falls die Gesetze zunächst kompliziert erscheinen. Wenn du einmal mit dem Drohnenfliegen beginnst, hast du schnell den Dreh raus.

Sven
vor 7 Monaten

Was heißt denn nun genau auf Sichtweite? Wie ist das auszulegen?

Tina | Drohnen-Camp-Team
vor 7 Monaten
antworten  Sven

Hallo Sven,
das ist in der Drohnenverordnung wie folgt definiert: “Der Betrieb erfolgt außerhalb der Sichtweite des Steuerers, wenn der Steuerer das unbemannte Fluggerät ohne besondere optische Hilfsmittel nicht mehr sehen oder seine Fluglage nicht mehr eindeutig erkennen kann.”

Mike
vor 8 Monaten

Hi und Dankeschön für die vielen Infos hier im Blog! :)

Eine konkrete Frage (irgendwie scheine ich falsch zu googeln, ich finde dazu nichts):
ich möchte evtl. für einen befreundeten Bürgermeister schöne Luftaufnahmen von seiner Ortschaft machen, eine Art Imagevideo mit Video- und Fotosequenzen (hauptsächlich Panoramas aus größerer Höhe, Hyperlapses von Ortskern etc). Benötige ich hierzu tatsächlich die Genehmigung jedes einzelnen Einwohners, dessen Grundstück auf den Fotos irgendwie erkennbar ist, oder reicht da in diesem Falle bei größeren Luftaufnahmen der Auftrag der Gemeinde (behördlicher Auftrag)?
In wiefern muss ich hier als Pilot vorsorgen?

Grüße, Mike

Julia
vor 10 Monaten

Hallo Francis,

vielen Dank für deine Blogbeiträge! Du hast hier echt viele Informationen die mir sehr geholfen haben, da ich selber viel mit meiner Drone unterwegs bin. Manchmal ist es echt schwer im Internet die gesuchten Informationen zu finden und in deinem Blog ist alles sehr schön zusammengefasst. Danke und weiter so! :)

Victoria
vor 10 Monaten

Hi! Ich bin auch irgendwie völligst verwirrt, was ich mit meiner Mavic Zoom nun darf, und was nicht. Sie liegt unter 2 kg und ich würde gern für einen kommerziellen Nutzen ein Video drehen (es geht ums Fahrrad) und auch nicht wirklich hoch aufsteigen, max. 50m. Von wo aus darf ich das tun? Kann ich einfach auf einem Feldweg oder einem öffentlichen Platz (z.B. leerer Campus am Sonntag), wo kein Naturschutzgebiet, keine Menschen, keine Wohngebiete, keine Bundesstraßen, kein Industriegebiet, kein Flughafen oder sonstiges in der Nähe ist einfach fliegen? Oder bräuchte ich dafür eine allgemeine Aufstiegserlaubnis des jeweiligen Bundeslandes? Oder eine Aufstiegserlaubnis der Gemeinde/der Stadt? Grund und Boden gehören ja schließlich immer irgendjemandem… aber man kann doch auch nicht jeden Bauern, jeden Stadtrat wegen einer Genehmigung fragen oder? Die Locations sind ja öffentlich zugängig… Danke schon mal für jede Hilfe!

Tina | Drohnen-Camp-Team
vor 10 Monaten
antworten  Victoria

Hallo Victoria,
in einigen Regionen kann es wirklich schwierig sein, einen passenden Ort zu finden. Wenn du tatsächlich innerhalb der Vorgaben fliegst, benötigst du wahrscheinlich keine Aufstiegsgenehmigung des Landes. Wir können hier nur auf die allgemeinen Bestimmungen eingehen, es kann aber regionale Besonderheiten geben. Wenn du in einer Stadt aufsteigen möchtest, informiere dich über etwaige Sonderregelungen und wende dich am besten an die Polizei oder das Ordnungsamt, damit du später keine Probleme bekommst. Beachte auch, dass öffentlich zugängliche Orte nicht gleich öffentlich sind. Für einen Universitätscampus zum Beispiel benötigst du eine Drehgenehmigung, die du meistens über die Pressestelle der Uni beantragen kannst.
Viele Grüße
Das My-Road-Team

Daniel
vor 11 Monaten

Hallo ‍♂️
Ich habe eine Frage zur Flughöhe in Deutschland. Es sind ja max. 100m zulässig. Wenn ich “illegal” höher steige, zB 300 oder 500m, hat das schon Konsequenzen, auch wenn man nicht erwischt wird?
Immerhin haben die drohnen ja GPS und in den Apps wird das ja auch registriert.
Vielen Dank aus Sachsen

Jonny
vor 1 Jahr

Eine Frage die noch keiner richtig beantworten konnte … sagen wir ich hab die Mavic Mini im Rucksack, geh mit 3 Leuten in die Fußgängerzone wo sich fantastrillarden Leute aufhalten und will mit der Drohne ein Bild machen. Und nein ich will nicht über “Menschenansammlungen” fliegen, sondern die Drohne starten, 3 Meter “aufsteigen” und ein Foto machen, fertig, Punkt. Erlaubt oder nicht ? Wenn nein, könnte ich dann aber die Drohne einschalten, die Propeller NICHT starten, sie jemandem in die Hand drücken und ihn bitten die Drohne auf uns 4 zu richten und ich löse dann das Bild aus ? Die Frage ist also, ob allein das Anlassen des Motors verboten wäre bzw ich nicht mal 1 Meter hoch fliegen dürfte. Kann auch irgendwo anders sein, vor einem Flughafen, am Bahnhof…halt irgendwo wo es “sonst” superhypermegaoberverboten wäre und mehfach lebenslängliche Haft die Folge wäre.

Jonny
vor 1 Jahr

So ist es eindeutig ausgelegt und somit gesetzeskonform in “Reichweiten Tests” auf Youtube auch schon praktiziert worden. Natürlich entspricht das nur der maximalen Reichweite unter eben “erlaubten” Bedingungen. Für die volle Ausreizung ist mehr Höhe erforderlich und selbstverständlich ein Interferenz freies Gebiet. Da werden die 2000 Meter (CE Version) nicht nur bestätigt sondern auch sehr deutlich übertroffen.

Alex
vor 1 Jahr

Hallo, eine Frage zu FPV und Mavic Mini: verstehe ich das richtig, dass ich mit der Mini (weil unter 250g) keinen Spotter brauche weil das nicht als „Flug außerhalb der Sichtweite“ gilt? Dh ich könnte unter einer Flughöhe von 30m die maximale mögliche Reichweite fliegen?
Gruß Alex

Drohne
vor 1 Jahr

Hi Francis!

Dane für die Info. Ich möchte gern Berge/die Seen in Bayern, Meeresküste in Portugal und Spanien mit Mavic 2 fotografieren
und bei Instagram veröffentlichen.

D.h. falls auf dem Foto sich Gebäude befinden muss ich, um das Risiko zu minimieren, das Gebäude am besten entfernen / retuschieren? So bin ich auf jeden Fall auf der sicheren Seite?

Markus
vor 1 Jahr

Ich habe eine Antwort vom Luftfahrt Bundesamt bekommen:

Sehr geehrter Herr xxx,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die wir wie Folgt beantworten wollen:

Gemäß der Verordnung (EU) 2019/945 Anhang Teil 1 muss ein UAS der Klasse C0 unter Anderem eine MTOM (Maximum Take Off Mass), einschließlich Nutzlast, von weniger als 250 g haben. Gemäß Artikel 3 Nr. 28 selbiger Verordnung ist die MTOM: die vom Hersteller oder Erbauer festgelegte höchstzulässige UA-Masse, einschließlich Nutzlast und Kraftstoff, mit der bzw. dem das UAS betrieben werden kann.

Die Nutzlast ist darunter unter Punkt 29 definiert: alle Instrumente, Mechanismen, Ausrüstungen, Teile, Geräte, Zubehörteile oder Zusatzteile, einschließlich Kommunikationsausrüstungen, die in das Fluggerät eingebaut bzw. an diesem angebracht sind und nicht dazu verwendet werden oder verwendet werden sollen, das Luftfahrzeug im Flug zu betreiben oder zu steuern,

ohne jedoch Teil des Flugwerks, eines Motors oder eines Propellers zu sein.

Die DJI Mavi Mini ist nicht zum Nutzlasttransport vorgesehen. Der Propellerschutz und z.B. Aufkleber sind nicht als Nutzlast im oben genannten Sinne zu verstehen. Diese gehören zur Drohne selbst. Da es sich beim Propellerschutz und Aufkleber um Zusatzausrüstung handelt, würde die Drohne zukünftig ohne diese Zusatzausrüstung in die Kategorie C0, mit Zusatzausrüstung in die Kategorie C1 fallen. Daran macht sich fest, ob Sie zukünftig den Onlinekursnachweis (mit Zusatzausrüstung) oder nicht brauchen. Letztendlich hilft Ihnen diese Erkenntnis nichts. Nicht Sie klassifizieren die Drohne, sondern der Hersteller. Die Vorschrift ist so ausgelegt, dass der Nutzer nur auf die angebrachte Klassifizierung schaut und sich daraus die weiteren Erfordernisse (Kompetenznachweis oder nicht, …) ergeben.

Ist die Drohne nicht klassifiziert und vor dem 1. Juli 2022 in Verkehr gebracht (was sie offensichtlich ist), darf diese, wenn Sie weniger als 250 g wiegt (ohne Zusatzausrüstung) weiter in der Klasse A1 betrieben werden, wenn Sie mehr (bis 25 kg) wiegt (mit Zusatzausrüstung) in der Klasse A3. Das ergibt sich aus den besonderen Bestimmungen des Artikel 20 der Verordnung (EU) 2019/947.

So dumm das in diesem Grenzfall klingt, ab dem 1. Juli 2020 dürfen Sie die Mavi Mini in der Klasse A1 nur ohne Propellerschutz betreiben, um unter den 250g zu bleiben.

Hilft das? Sollte etwas offen geblieben sein, können Sie uns gern nochmals dazu schriftlich oder telefonisch ansprechen,

Mit freundlichen Grüßen

im Auftrag

Markus
vor 1 Jahr

Hi Francis,

wie sieht du denn die neue Drohnen VO bzgl folgendem:
Mavic Pro 2:
905 Gramm Gewicht würde ja theoretisch C2 bedeuten (tatsächliches Gewicht knapp unter 900 also C1)

Aber unabhängig davon muss die Klassifizierung ja vom Hersteller erfolgen oder?

Sehe ich das richtig, dass wenn DJI hier nicht mitspielt, die Mavic Pro 2 dann nur in die A3 Kategorie geflogen werden darf?

Oder gibt es doch Hoffnung auf A1/A2 Kategorie?

Ich würde gerne eine kaufen, würde aber ungern 1,5 k investieren wenn ich dann ab spätesten 2022 nur mehr unter A3 operieren darf…

Danke uns LG
Markus

Daniel
vor 1 Jahr

Soweit mir bekannt, gilt die Mavic Mini in Deutschland nicht als Spielzeug (warum auch ?) und somit gelten bezügl. Naturschutzgebiete alle Einschränkungen, wie für größere Fluggeräte auch. Auch bezüglich Österreich hätte ich da so meine Zweifel, ob das Teil wirklich als “Spielzeug” durchgeht.

Yannick
vor 1 Jahr

Hallo zusammen,

auch ich überlege mir die DJI mini zuzulegen, was mich bisher aber vor ein Rätsel stellt ist die Frage wie es mit dem Thema Drohnen unter 250g und Naturschutzgebiete aussieht, ich bin die letzten Jahre in Österreich geflogen und dort fallen Drohnen unter 250g bisher nicht ins Luftfahrtgesetz, man darf mit denen, weil sie als “spielzeuge” klassifiziert werden, also quasi überall fliegen. Ich fotografiere gerne schöne Landschaftselemente, wobei in Deutschland nach meiner bisherigen Erfahrung die meisten davon leider in irgendeiner vorm von Schutzgebieten liegen. Daher meine Hoffnung dieses Hindernis mit der Mini beseitigen zu können. Hat sich da schon jemand schlaugemacht?

Daniel
vor 1 Jahr

Meine Meinung:
Wenn man abwartet, wird’s auch nicht besser, da man ja auch nicht weiss, wie die Vorschriften in Zukunft noch geändert werden.
Und eins ist mal sicher: DJI und andere Drohnenhersteller können eigentlich nur, ähnlich der Autoindustrie, ein vitales Interesse daran haben, dass möglichst viele ihrer Produkte durch beständiges Verschärfen der Vorschriften einige Jahre nach ihrem Erscheinen “geplant obsolet” werden. :-)

Maekis
vor 1 Jahr

Genau aus diesem Grund bin ich nun am überlegen ob ich mir die Mini zulegen soll, oder noch abwarte.

Diese Undurchsichtigkeit nervt. Vielleicht ist man aber auch froh, wenn dadurch viele auf Drohnen verzichten oder nie damit anfangen.

Daniel
vor 1 Jahr

Ich muss, nach genauerer Lektüre des Artikel 20 der “DURCHFÜHRUNGSVERORDNUNG (EU) 2019/947 DER KOMMISSION vom 24. Mai 2019 über die Vorschriften und Verfahren für den Betrieb unbemannter Luftfahrzeuge”, (Hier der Link: https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/HTML/?uri=CELEX:32019R0947&from=EN) meinen Post vom 22.11. korrigieren: Dort ist tatsächlich von “höchstzulässige Startmasse” die Rede. Da aber DJI in der aktuellen Bedienungsanleitung der Mavic Mini (englisch) ein “Takeoff Weght” von 249 g angibt und nirgends etwas von einem “Maximum Takeoff Weight” schreibt, würde ich mal davon ausgehen, dass dies vernünftigerweise vom Gesetzgeber als MTOW (Maximum Takeoff Weight) angenommen wird. Aber ich bin ja kein Rechtsanwalt, evtl. irre ich mich auch, und am Ende wird der Gesetzgeber bzw. ein Richter dies vielleicht so interpretieren, dass, da ja kein MTOW von 249 g angegeben wurde, dieses vom Hersteller somit offengelassen wurde und man daher von einem MTOW > 249 g ausgehen muss. :-)