Drohnengesetze in Deutschland: Diese Vorschriften gelten in der Bundesrepublik

Wenn du in Deutschland eine Drohne nutzen möchtest, solltest du dich genau mit den gesetzlichen Bestimmungen vertraut machen. In diesem Beitrag möchten wir dir aufzeigen, welche Regeln in Deutschland für Copter-Piloten gelten.

Seit 31. Dezember 2020 gilt in Deutschland die EU-Drohnenverordnung, die die Vorschriften für Fernpiloten in Europa weitestgehend angeglichen hat und vor allem für Reisende einige Erleichterungen bedeutet. Dennoch können die teilnehmenden Länder einige Regelungen selbstständig treffen, weshalb es sich immer lohnt, sich über das geltende Recht im jeweiligen Land zu informieren. Auch in Deutschland gibt es einige Besonderheiten bei der Umsetzung der neuen Drohnengesetze.

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Überblick der europäischen Regeln mit Gültigkeit in Deutschland

In Deutschland gelten die Vorschriften der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA). Die folgenden Punkte dienen dem Überblick über die wichtigsten Eckpunkte. Einen vollständigen Überblick bekommst du mit unserem Video-Kurs über die EU-Drohnen-Verordnung.

Müssen Drohnen registriert werden? Eine Registrierung ist verpflichtend für alle Drohnenbetreiber, außer die Drohne wiegt weniger als 250 Gramm und ist NICHT mit Sensoren zur Erfassung personengebundener Daten ausgestattet (z.B. Kamera, Mikrofon). Ausgenommen sind auch Drohnen, die unter die EU-Spielzeugrichtlinie fallen. Die Registrierung wird in allen Ländern, die ebenfalls die EU-Drohnenverordnung eingeführt haben, anerkannt.
KennzeichenAlle Drohnen müssen sichtbar mit der individuellen Registrierungsnummer (e-ID) gekennzeichnet werden. Falls vorhanden, muss die Nummer auch ins Fernidentifikationssystem der Drohne geladen werden. Mehr Infos zu Drohnen-Plaketten
Drohnen-Führerschein:Je nach Kategorie müssen Piloten Prüfungen ablegen, um den EU-Drohnen-Führerschein zu erwerben. Diese werden in allen Ländern, die ebenfalls die EU-Drohnenverordnung eingeführt haben, anerkannt.
Unterscheidung nach Kategorien: Offene Kategorie (mit drei Unterkategorien), Spezielle und Zulassungspflichtige Kategorie; keine Unterscheidung zwischen privaten und gewerblichen Piloten.
Maximale Flughöhe:120 Meter im unkontrollierten Luftraum in der offenen Kategorie.
Halte Abstand zu Flughäfen
Respektiere die Privatsphäre anderer Personen

Nationale Besonderheiten in Deutschland

Jedes Land kann bestimmte Aspekte bei den Drohnen-Regeln selbst festlegen. Für Deutschland gelten die folgenden Auflagen ergänzend zu den europäischen Vorschriften.

Ist eine Drohnen-Versicherung erforderlich? Ja, für private und gewerbliche Drohnen-Flüge. Wir empfehlen diese Drohnen-Versicherung.
Mindestalter für Fernpiloten16 Jahre

Aus diesem kurzen Überblick lassen sich bereits einige Neuerungen ableiten, die sich von den bisherigen Vorschriften unterscheiden.
So hat sich die erlaubte Flughöhe im unkontrollierten Luftraum auf 120 Meter erhöht – zumindest in der Offenen Kategorie. Damit fällt ein neuer Begriff, mit dem sich Drohnenpiloten auseinander setzen müssen. Flüge werden jetzt nach Gewicht der Drohne und Risiko in Kategorien unterteilt: die Offene, die Spezielle und die Zulassungspflichtige Kategorie.

Zum Video-Kurs “Einführung in die EU-Drohnen-Verordnung”

Registrierung und Versicherungspflicht

Drohnenbesitzer müssen sich nun in dem Land, in dem sie ihren Wohnsitz haben, als Betreiber registrieren. Ausnahmen gelten bei Drohnen, die leichter als 250 Gramm sind und KEINE Kamera oder andere Sensoren zur Erfassung personenbezogener Daten haben. Das heißt, mit einer DJI Mavic Mini oder Mini 2 musst du dich registrieren! Bei Spielzeugdrohnen greift die Registrierungspflicht nicht.
Hier geht es zum Registrierungsportal des Luftfahrt-Bundesamts.

Sobald du dich registriert hast, bekommst du eine e-ID zugewiesen. Dies stellt die Plattform so dar:

Die Nummer ganz rechts ist die e-ID. Beachte, dass die letzten drei Zeichen, die grau hinterlegt sind, nicht mit auf der Drohne erkennbar sein dürfen. Dabei handelt es sich um ein Sicherheitsmerkmal, das für die Verifizierung in der Drohnen-Firmware vorgesehen ist.

Du musst die e-ID sichtbar an deinem Copter anbringen. In dem fiktiven Beispiel wäre das also DEUabcd12ef34ghi. Das ist alles, was vorgegeben ist.
Name und Kontaktdaten fallen weg, genauso wie die Vorgaben für eine feuerfeste Plakette. Wir empfehlen trotzdem, eine haltbare Plakette zu nutzen, da diese Wind und Wetter widersteht, nicht verbleicht und auch bei einem Aufprall nicht so leicht zerstört wird wie ein Aufkleber aus Papier.
Wenn deine Drohne bereits über eine Funktion zur elektronische Fernidentifizierung verfügt, solltest du die e-ID auch dort eintragen. Das hat bei Nutzern der DJI Fly App für Verwirrung gesorgt, da diese nur 10 Zeichen erlaubt, die e-ID aber länger ist. Wir gehen davon aus, dass DJI hier bald mit einem Update nachbessert. Das Eintragen in das elektronische System ist derzeit noch kein Muss, wenn diese Möglichkeit nicht vorhanden ist.

Bei der Registrierung musst du deine Versicherung angeben. Die Versicherungspflicht wird in Deutschland im Luftverkehrsgesetz geregelt und hat sich auch mit der EU-Verordnung noch nicht geändert. Das heißt, du musst deine Drohnenflüge mit einer Haftpflichtversicherung absichern. Die Deckungssumme bei Unfällen mit Luftfahrzeugen unter 500 Kilogramm, zu denen Drohnen gehören, ist auf 750.000 Sonderziehungsrechte festgesetzt, was etwa 900.000 Euro entspricht (Stand Ende Februar 2021). Da sich der Umrechnungskurs ändern kann, bist du mit 1 Million Euro oder mehr auf der sicheren Seite. Passende Drohnenversicherungen haben wir in diesem separaten Artikel zusammengestellt.
Beachte, dass du deine Versicherungsbestätigung mitführen musst, wenn du deine Drohne einsetzt!

Führerscheine für Drohnenpiloten

Fast jeder, der eine Drohne fliegen möchte, braucht nun einen Führerschein. In der Offenen Kategorie gibt es den EU-Kompetenznachweis A1/A3 und das EU-Fernpilotenzeugnis A2. In Deutschland bietet das Luftfahrt-Bundesamt das Online-Training und die Prüfung für den A1-/A3-Nachweis an. Zur deutschen Prüfungsplattform gelangst du hier. Bisher kosten das Training und die Prüfung für diesen “kleinen” Führerschein nichts. Jedoch ist davon auszugehen, dass in Zukunft eine Gebühr verlangt wird. In anderen Ländern ist das bereits der Fall.

Für das A2-Zeugnis hat das Luftfahrt-Bundesamt Prüfstellen benannt. Es freut uns sehr, dass wir als Prüfer der Kopter-Profi GmbH (Prüfstelle DE.PStF.001) anerkannt wurden und somit selbst Prüfungen zum Fernpilotenzeugnis abnehmen dürfen. Wenn du den “Großen Drohnen-Führerschein” ablegen möchtest, kannst du die Prüfung samt Vorbereitungskurs hier buchen:

Prüfung zum Fernpilotenzeugnis buchen

Hast du bereits einen alten Kenntnisachweis nach §21d der Luftverkehrs-Ordnung, kannst du diesen bis 2022 in Deutschland teilweise weiterhin nutzen. Auch Allgemeinverfügungen der Bundesländer behalten in dieser Zeit ihre Gültigkeit. Nähere Informationen zu dieser Übergangszeit findest du in unserem Artikel zu den Drohnenführerscheinen.

Auch Flüge an Bahnbrücken sind eingeschränkt

Vorgaben zu Flugverboten und Sicherheitsabständen

Im Jahr 2021 befinden wir uns in einer spannenden Übergangszeit, in der einzelne Länder ihre Gesetze an die EU-Verordnung anpassen können. So ist es auch in Deutschland: Bisher hat hier die Luftverkehrs-Ordnung Drohnenflüge geregelt. Dieses Gesetz muss nun überarbeitet werden, da es in einigen Punkten den europäischen Regeln widerspricht und somit teilweise für ein Flugszenario zwei verschiedene Bestimmungen gelten. Wir illustrieren das an einem Beispiel:

Beispiel: Flüge über Wohngebieten

Mit der EU-Drohnenverordnung darfst du ohne Genehmigung nur bestimmte Copter nutzen, um Wohngebiete zu überfliegen, denn das ist nur in Unterkategorie A1 und A2 erlaubt.

Die deutsche Luftverkehrs-Ordnung unterscheidet bei Wohngrundstücken nicht nach Gewicht, wenn der Grundstückseigentümer dem Flug zugestimmt hat. Damit dürftest du auch mit Drohnen, die sonst nur in Unterkategorie A3 zugelassen sind, Wohngrundstücke überfliegen.

Das würde jedoch die Unterscheidung der Unterkategorien untergraben und die europäischen Vorschriften sind immer bevorzugt anzuwenden.

Voraussichtlich Mitte 2021 werden solche Widersprüche durch eine Aktualisierung der Luftverkehrs-Ordnung wegfallen.

Bis das Gesetz aktualisiert wurde, gelten noch einige alte Regeln bezüglich der Sicherheitsabstände. Ohne Genehmigung sind Flüge nicht erlaubt über:

  • Menschenansammlungen.
  • Unglücksorten, Katastrophengebieten, Einsatzorten von Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben.
  • Bundesfernstraßen (konkret Autobahnen und Bundesstraßen), Bundeswasserstraßen und Bahnanlagen.
  • Industrieanlagen.
  • Justizvollzugsanstalten/Gefängnisse und Einrichtungen des Maßregelvollzugs.
  • Einrichtungen und Truppen der Bundeswehr sowie andere militärische Anlagen und Organisationen.
  • Anlagen der Energieerzeugung und Energieverteilung (Kraftwerke, Windräder, Umspannwerke etc.).
  • Einrichtungen, in denen erlaubnisbedürftige Tätigkeiten der Schutzstufe 4 gemäß Biostoffverordnung (Institute in Hamburg, Berlin, Marburg und auf der Insel Riems) durchgeführt werden.
  • Grundstücken von Verfassungsorganen des Bundes und der Länder sowie obere und oberste Bundes- und Landesbehörden.
  • Diplomatischen und konsularischen Vertretungen (Botschaften).
  • Internationalen Organisationen im Sinne des Völkerrechts (UN, EU, NATO etc.).
  • Grundstücken der Polizei und anderer Sicherheitsbehörden.
  • Krankenhäusern.
  • Naturschutzgebieten

Damit sind schon sehr viele Flugmanöver eingeschränkt. Selbst in ländlichen Gebieten kann es zu erheblichen Einschränkungen kommen. Eine gute Karte, die die vielen Flugverbote berücksichtigt, findest du hier.

Screenshot vom großartigen Map2Fly Karten-Service

Als Fernpilot bist du ebenfalls dazu verpflichtet, bemannten Luftfahrzeugen und unbemannten Freiballonen auszuweichen.
Zu den Außengrenzen von Flughäfen ist ein Sicherheitsabstand von 1,5 Kilometern einzuhalten.

Für verschiedene Flüge, die nicht mehr in die Offene Kategorie fallen, sondern in die Spezielle Kategorie, benötigst du eine Genehmigung. Bisher waren für solche Erlaubnisse die Landesluftfahrtbehörden zuständig. Wir gehen davon aus, dass dies bei Einzelerlaubnissen weiterhin der Fall sein wird.

Foto- und Videoaufnahmen

Nachdem wir zuvor geklärt haben, wo und unter welchen Umständen du überhaupt fliegen darfst, schauen wir uns nun an, welche Aufnahmen du mit deiner Kameradrohne anfertigen und veröffentlichen darfst.

Datenschutz und Persönlichkeitsrecht

Mit einer Kameradrohne sammelst du Daten und damit berühren deine Aktivitäten die Bestimmungen zum Datenschutz.
Die Datenschutzbeauftragten der Länder und des Bundes haben ihre Einschätzung in einem Positionspapier zusammengetragen und kommen zu dem Schluss, dass „insbesondere in urbanen Umgebungen […] das Betreiben von Drohnen mit Film- und Videotechnik im Einklang mit den geltenden Gesetzen in der Regel nicht möglich“ sei.

Warum ist das so?

In Deutschland gelten mehrere Gesetze und Verordnungen, die den Daten- und Persönlichkeitsschutz betreffen. Außerdem schränken schon die Drohnengesetze ein, wo geflogen werden darf. Dazu zählen die bereits erwähnten Wohngrundstücke, für die keine Erlaubnis des Eigentümers vorliegt.

Von der Europäischen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) hast du bestimmt schon gehört. Ergänzt wird sie durch das Bundesdatenschutzgesetz. Diese Gesetze beziehen sich auf die Verarbeitung personenbezogener Daten und gelten nicht für die Ausübung ausschließlich persönlicher und familiärer Tätigkeiten.

Allerdings kann dein Drohnenflug schnell in den Bereich der nichtpersönlichen Tätigkeiten fallen, wenn du im öffentlichen Raum fliegst oder zum Beispiel vorhast, deine Aufnahmen zu veröffentlichen oder verbreiten. Dies kann schon der Fall sein, wenn du sie in sozialen Netzwerken zugänglich machst.

Damit entstehen für dich Pflichten, die in der Praxis schwer umsetzbar sind. Zum Beispiel müsstest du den Betroffenen mitteilen, wer du bist, wie sie dich kontaktieren können, was du mit den Aufnahmen machst usw.

Deshalb musst du darauf achten, welche Daten du mit deinen Aufnahmen erhebst. Personenbezogene Daten können ganz klassisch Name, Adresse oder das Aussehen eines Menschen sein, aber auch KFZ-Kennzeichen fallen darunter. Diese solltest du also nicht ohne vorherige Einwilligung filmen oder fotografieren.

Francis fliegt mit seiner Drohne

Das Allgemeine Persönlichkeitsrecht ermöglicht die freie Entfaltung aller Menschen. Jeder hat das Recht, sich zurückzuziehen und abzuschirmen. Du darfst mit einem Copter niemanden in diesem Recht beeinträchtigen. Ganz praktisch bedeutet das, dass du keine Bereiche überfliegen solltest, die nicht öffentlich einsehbar sind (siehe dazu auch das Urteil vom Amtsgericht Potsdam).

Dieses Recht auf Abschirmung gilt auch in der Natur. Deswegen solltest du z.B. an Seen und in Parks besonders sensibel gegenüber anderen Personen sein, damit du deren Ruhe nicht unzulässig beeinträchtigst.

Auf der anderen Seite steht dir als Drohnen-Pilot ebenso das Recht zur freien Entfaltung zu. Es gilt immer im Einzelfall abzuwägen, welches Recht höher wiegt. Damit Juristen sich nicht mit deinem Fall beschäftigen müssen, empfehle ich dir, vor jedem Flug die Personen in der Umgebung aufzuklären und freundlich um eine Zustimmung zu bitten. Das kann böse Überraschungen vermeiden.

Gut zu wissen: Es ist unerheblich, ob du mit der Kamera an deiner Drohne tatsächlich Aufnahmen machst. Selbst dann, wenn nur der Eindruck entstehen könnte, dass du Aufnahmen erstellst und damit personenbezogene Daten sammelst, gelten die Vorschriften. Entsprechende Gerichtsurteile gingen meistens zugunsten der Persönlichkeitsrechte von Betroffenen aus.

Neben den in den Gesetzen vorgeschriebenen Strafen oder Bußgeldern kann es auch sein, dass Betroffene ihre Rechte selbst mit drastischen Mitteln einfordern. Es gab einen Fall, bei dem ein Mann mit dem Luftgewehr eine Drohne abgeschossen hat, die über seinem Grundstück flog. Der Drohnenbesitzer verklagte den Schützen, schließlich war die Drohne 1500 Euro wert. Doch der Schütze bekam Recht! Er hatte sich gegen die Verletzung seiner Rechte und der seiner Familie gewehrt.

Achtung auch, falls deine Kamera-Drohne Tonaufnahmen macht. In Deutschland ist es strafbar, nichtöffentliche Gespräche ohne Zustimmung aufzuzeichnen oder öffentlich zu machen (§201 StGB).

In Wohngebieten müssen die Betroffenen einem Drohnen-Flug zustimmen

Welche Luftaufnahmen darfst du veröffentlichen?

Hast du dich an all diese Bestimmungen gehalten, solltest du nun herausfinden, ob du die Luftaufnahmen auch ohne Weiteres veröffentlichen darfst.

Dazu werfen wir einen Blick ins Kunsturhebergesetz. In §22 KunstUrhG ist festgeschrieben, dass eine abgebildete Person der Verbreitung von Bildnissen zustimmen muss. Grundsätzlich solltest du dir eine (schriftliche) Genehmigung der abgebildeten Personen einholen, bevor du dein Material veröffentlichst.

Es gibt jedoch Ausnahmen, die durch §23 KunstUrhG geregelt werden. Demnach benötigst du keine Genehmigung der abgebildeten Personen, wenn eine der folgenden Bedingungen zutrifft:

  1. Abgebildete/r ist eine Person der Zeitgeschichte
  2. Personen sind als Beiwerk neben einer Landschaft oder einem anderen Motiv zu sehen
  3. Abbildung ist von einer Veranstaltung, an der die Betroffenen teilgenommen haben
  4. Abbildungen dient einem höheren Interesse der Kunst

Insbesondere Punkt 2 sollte für viele Drohnen-Piloten interessant sein und bürokratischen Aufwand minimieren.

Noch scheint nicht abschließend geklärt, ob die 2018 in Kraft getretene DSGVO etwas an der Anwendbarkeit des Kunsturhebergesetzes ändert. Zumindest für journalistische Aufnahmen gibt es bereits Gerichtsurteile, wonach das Gesetz weiterhin gilt.

Das Urheberrecht und die Panoramafreiheit

Dass du einen urheberrechtlichen Anspruch auf deine Luftaufnahmen hast, ist dir vermutlich klar. Aber ist dir auch bewusst, dass du mit deinem Drohnen-Video eventuell Urheberrechte anderer Personen verletzt hast?

Neben Landschaften sind Gebäude beliebte Motive für Drohnen-Flüge. Gebäude können jedoch unter Umständen einen urheberrechtlichen Schutz genießen. Zwar dürfen Gebäude ohne Einwilligung von öffentlichen Plätzen aus aufgenommen werden und du benötigst keine Genehmigung des Urhebers für die Verbreitung des aufgenommenen Materials (§59 UrhG). Doch die Rechtsprechung ist bezüglich der sogenannten Panoramafreiheit nicht eindeutig. So wurden Bilder bisher von dieser Freiheit ausgeschlossen, wenn sie mit technischen Hilfsmitteln entstanden sind, die einen anderen Blickwinkel ermöglichen, beispielsweise hohe Stative und Drohnen. Ein aktuelles Urteil macht Hoffnung und lässt die Panoramafreiheit auch bei Luftbildaufnahmen zu.

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Wenn du noch Fragen hast oder bereits Erfahrungen mit der rechtlichen Handhabe in deinem Bundesland gemacht hast, dann melde dich bitte bei uns in den Kommentaren.

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Über den Autor

Seit 2014 lässt mich die Begeisterung für Kamera-Drohnen nicht mehr los. Als Fotograf und Filmemacher bieten sie mir eine unglaubliche Bandbreite an Gestaltungsmöglichkeiten. Dank Drohnen konnte ich überall auf der Welt ganz besondere Perspektiven einfangen, die ohne die neue Technik undenkbar wären. Doch in all den Jahren hat sich viel geändert und es stellt eine gewisse Herausforderung dar, als Drohnen-Pilot die technischen und rechtlichen Entwicklungen zu verfolgen. Deswegen haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, euch hier im Drohnen Camp alles Wichtige für den Umgang mit euren Drohnen verständlich zu erklären. Falls noch Fragen zu diesem Artikel offengeblieben sein sollten oder ihr Erfahrungen mit uns teilen wollt, dann schreibt uns gern einen Kommentar und wir versuchen euch so schnell wie möglich zu helfen!

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