DJI Mini 2: Leichtgewicht mit 4K-Kamera

Gerade mal ein Jahr durfte sich die Mavic Mini Königin unter den leichten Drohnen nennen, da wird sie schon von ihrer Nachfolgerin entthront. Das Mavic im Namen hat sie abgelegt, dafür kommt die DJI Mini 2 mit einer Menge Verbesserungen daher, die sie sofort zum Liebling von Einsteigern und Reisenden machen dürften. In diesem Beitrag stellen wir dir die Neue auf dem Drohnenmarkt vor und klären, ob sich ein Kauf lohnt.

Klein und leicht: Die DJI Mini 2

Höher, schneller, weiter und trotzdem ein Leichtgewicht. Wie schon die Mavic Mini unterschreitet auch die Mini 2 die kritische Marke von 250 Gramm und darf somit in vielen Ländern mit weniger Auflagen geflogen werden. Dadurch ist sie gerade für Weltenbummler attraktiv, die die teilweise aufwändigen Registrierungsprozesse vermeiden können.

Doch auch für Alltagsflieger ist die neue DJI-Drohne die perfekte Begleiterin. Mit Abmessungen von 138 x 81 x 58 Millimetern im gefalteten Zustand passt sie in die Hosentasche.

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Verbesserte Flugeigenschaften

So eine kleine Drohne kann nicht viel aushalten? Dieses Vorurteil entkräftet DJI auf beeindruckende Weise. So kann diese Mini-Drohne Wind der Stärke 5 widerstehen und ist mit OcuSync 2.0 ausgestattet, welches im europäischen Funkstandard Reichweiten von bis zu 6 Kilometern ermöglicht. Je nach Signalstärke wechselt das System automatisch zwischen den Frequenzen 2,4 und 5,8 GHz, um eine stabile Verbindung zwischen Drohne und Controller aufrecht zu halten.

DJI Mini 2 mit Controller vor dem Flug

Auch bei der Flughöhe macht sie im Vergleich einen wortwörtlichen Sprung und erreicht nun bis zu 4.000 Meter. Beide Werte – die Reichweite und Flughöhe – dürften für die meisten Hobbypiloten jedoch aufgrund der Gesetzeslage nur Theorie bleiben, da private Drohnenflüge oft nur innerhalb der Sichtweite und in Höhen im unteren dreistelligen Bereich erlaubt sind.

Bei all den Verbesserungen schafft es der Akku der Mini 2, eine Minute länger durchzuhalten als der des Vorgängermodells. 31 Minuten Flugzeit sind ein super Wert und für die meisten Zwecke ausreichend.

Trotzdem ist bei der Mini 2 noch nicht alles perfekt. Die fehlenden Sensoren zur Hinderniserkennung in Flugrichtung sind ein Manko im Vergleich zu höherklassigen DJI-Drohnen.

4K-Kamera mit Extras

Mit der 4K-Kamera lässt DJI keine Fragen mehr offen und signalisiert: Das ist der neue Standard für Drohnen im Hobbybereich. Die maximale Auflösung von 4.000 x 3.000 beziehungsweise 4.000 x 2.250 ermöglicht superscharfe Bilder. Im Full HD-Modus filmt die Kamera mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde, wodurch auch Zeitlupenaufnahmen detailreich bleiben. Für stabile Aufnahmen sorgt das 3-Achsen Gimbal.

Die kleine Drohne DJI Mini 2 mit einer 4k-Kamera

Der 1/2,3 Zoll-Sensor ist keine Veränderung zur Mavic Mini, Fotos werden mit 12 Megapixeln aufgenommen. Dafür freuen sich professionelle Fotografen über die möglichen Dateiformate: Neben JPEG können die Bilder jetzt auch als DNG (RAW) gespeichert werden, sodass mehr Möglichkeiten für die Nachbearbeitung bleiben.

Dank der Zoomfunktion kann die Drohne Motive einfangen, ohne ihnen selbst zu nah zu kommen. Im 4K-Modus ist es ein zweifacher, in FullHD sogar ein vierfacher Zoom.

Außerdem sind drei Panorama-Einstellungen (Sphäre, 180° und Weit) für tolle Landschaftsaufnahmen verfügbar sowie fünf Quickshot-Modi, mit denen die Mini 2 vorprogrammierten Flugbahnen folgt:

  • Dronie: Die Drohne fliegt rückwärts nach oben.
  • Helix: Die Drohne umkreist eine Position und vergrößert den Flugradius immer mehr.
  • Rocket: Die Drohne steigt gerade nach oben und senkt dabei langsam die Kamera nach unten.
  • Kreisen: Die Drohne umkreist eine Position (Point of Interest).
  • Boomerang: Die Drohne umkreist eine Position in einer ovalen Flugbahn.
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Darf die Mini 2 überall ohne Auflagen fliegen?

Zwar liegen die Minidrohnen unter 250 Gramm in der niedrigsten Gewichtsklasse, doch das bedeutet nicht, dass sie ohne Einschränkungen genutzt werden können. Die Sicherheit und Privatsphäre anderer sollten bei jedem Flug oberste Priorität haben. Trotzdem können sich auch Besitzer der DJI Mini 2 über einige regulatorische Erleichterungen freuen. Im Folgenden eine kleine Übersicht für einige beliebte Reiseländer:

  • EU-Länder plus Schweiz, Norwegen, Island und Liechtenstein ab 31.12.2020: Registrierung und Kennzeichnung notwendig, wenn die Drohne über eine Kamera verfügt (mehr Informationen zu den neuen europäischen Regeln findest du hier)
  • USA: keine Registrierung oder Kennzeichnung notwendig
  • Türkei: Einfuhr ohne “Technical Conformity Letter” möglich
  • Kanada: Keine Registrierung oder Kennzeichnung notwendig
  • Thailand: doppelte Registrierung notwendig

Du siehst also, jedes Land handhabt die Drohnen unter 250 Gramm anders. Mehr erfährst du in den Artikeln zu den Drohnengesetzen weltweit.

Nicht vergessen: Auch für die DJI Mini 2 ist eine Drohnen-Versicherung erforderlich.

Lieferumfang und Kauf der DJI Mini 2

Wie wir es von DJI kennen, gibt es beim Kauf der DJI Mini 2 zwei Ausführungen zur Auswahl: Die Standardvariante und eine Fly More Combo.

Die Standardvariante kostete beim Verkaufsstart 448 Euro (16 % MwSt.) und war damit etwa 50 Euro teurer als die Mavic Mini. Sie beinhaltet die Drohne selbst, einen Akku, die Fernsteuerung, ein Set Ersatzpropeller und Ersatz-Steuerknüppel, einen Gimbal-Schutz, Kabel mit verschiedenen Anschlüssen sowie sechs Ersatzschrauben und einen Schraubendreher.

Die DJI Mini 2 in der Fly More Combo

Die Fly More Combo hat all das Zubehör der Standardversion plus zwei weitere Akkus, zwei weitere Sets Ersatzpropeller, 12 weitere Schrauben, Propellerhalter, eine Zweiweg-Ladestation, ein USB-Ladegerät und eine Umhängetasche. Der Originalpreis lag bei 584 Euro (16 % MwSt.).

Wichtig: Eine Micro-SD-Karte ist nicht im Lieferumfang enthalten.

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Fazit

Für eine Drohne in dieser Preiskategorie lässt die DJI Mini 2 kaum Wünsche offen. Schon ihre Vorgängerin war eine Sensation, aber diese Neuauflage übertrifft die originale Mini in vielen Punkten. Vor allem die verbesserten Kameraeigenschaften dürften auch jene überzeugen, denen die Mavic Mini zu wenig bot.

Die DJI Mini 2-Drohne ist kleiner als eine Handfläche.

Eine klare Kaufempfehlung können wir für Einsteiger aussprechen, denn mit dieser günstigen DJI-Drohne gelingen von Anfang an wunderbare Luftaufnahmen.

Falls du dir trotzdem unsicher bist, ob für deine Ziele eine andere DJI-Drohne besser wäre, vergleichen wir in der folgenden Tabelle die wichtigsten Mavic-Modelle:

SpezifikationMini 2Mavic MiniMavic AirMavic Air 2Mavic 2 Pro
Gewicht (in Gramm)<249249430570907
Max. Geschwindigkeit57,6 km/h46,8 km/h68,4 km/h68,4 km/h72 km/h
Flugzeit31 min30 min21 min34 min31 min
Sensor1/2,3“ 12MP1/2,3“ 12MP1/2,3“ 12MP1/2“ 48MP1“ 20MP
FotoformatJPEG/RAWJPEGJPEG/RAWJPEG/RAWJPEG/RAW
Videoqualität4k 30fps
100 Mbit/s
2,7k 30fps
40 Mbit/s
4k 30fps
100 Mbit/s
4k 60fps
120 Mbps
4k 30fps
100 Mbit/s
ObjekterkennungUntenUntenUnten, vorwärts, rückwärtsUnten, vorwärts, rückwärtsUnten, oben, vorwärts,
rückwärts, links, rechts

Häufige Fragen zur neuen EU-Drohnenverordnung

Muss ich mich registrieren, wenn ich eine DJI Mini 2 besitze?

Ja, die DJI Mini 2 ist zwar leichter als 250 Gramm, hat aber eine Kamera, sodass du dich als Drohnenbetreiber registrieren musst. In Deutschland ist das über diese Plattform möglich. Mehr Informationen haben wir für dich in unserem Beitrag zur Registrierungspflicht zusammengestellt.

Brauche ich einen EU-Drohnenführerschein, um die DJI Mini 2 fliegen zu dürfen?

Nicht in der Offenen Kategorie. Die DJI Mini 2 hat noch kein EU-Klassenkennzeichen (z.B. C0, C1, C2…), sodass sie zu den Bestandsdrohnen zählt. Derzeit wird geprüft, ob und wie sie rückwirkend einer Drohnenklasse zugeordnet werden kann. Bestandsdrohnen unter 250 Gramm mit einer Höchstgeschwindigkeit bis 19 m/s darfst du ohne Führerschein unter den Bedingungen der Unterkategorie A1 (kein Überflug von Menschenansammlungen, Heranfliegen an Unbeteiligte erlaubt, aber kein Überflug) nutzen. Trotzdem wird ein Onlinetraining empfohlen und du solltest die Bedienungsanleitung kennen.
Mehr Informationen zu den neuen europäischen Drohnenführerscheinen findest du in diesem Beitrag.

Benötige ich eine Drohnen-Versicherung für die DJI Mini 2?

Ja, in Deutschland musst du für deine DJI Mini 2 eine Haftpflichtversicherung abschließen. Wir stellen dir in unserem Beitrag zu Drohnen-Versicherungen verschiedene Anbieter vor und geben dir Tipps, worauf du achten musst.

Muss ich an die DJI Mini 2 eine Plakette anbringen?

Ja, eine Kennzeichnungspflicht gibt es auch mit den europäischen Regeln. Dazu musst du an deiner DJI Mini 2 deine elektronischen Registrierungsnummer (e-ID) befestigen.

Du möchtest noch mehr über die EU-Drohnenverordnung wissen? In unserem Video-Kurs geben wir dir einen umfassenden Einblick.

Zum Video-Kurs “Einführung in die EU-Drohnen-Verordnung”

Möchtest du deine Erfahrungen mit der DJI Mini 2 mit uns teilen oder sind noch Fragen offengeblieben? Wir freuen uns über deinen Kommentar.

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Foto von Francis
Über den Autor

Seit 2014 lässt mich die Begeisterung für Kamera-Drohnen nicht mehr los. Als Fotograf und Filmemacher bieten sie mir eine unglaubliche Bandbreite an Gestaltungsmöglichkeiten. Dank Drohnen konnte ich überall auf der Welt ganz besondere Perspektiven einfangen, die ohne die neue Technik undenkbar wären. Doch in all den Jahren hat sich viel geändert und es stellt eine gewisse Herausforderung dar, als Drohnen-Pilot die technischen und rechtlichen Entwicklungen zu verfolgen. Deswegen haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, euch hier im Drohnen Camp alles Wichtige für den Umgang mit euren Drohnen verständlich zu erklären. Falls noch Fragen zu diesem Artikel offengeblieben sein sollten oder ihr Erfahrungen mit uns teilen wollt, dann schreibt uns gern einen Kommentar und wir versuchen euch so schnell wie möglich zu helfen!

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