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Drohnen-Plaketten: Was du über die Kennzeichnungspflicht wissen musst

Seit 2017 müssen Drohnen in Deutschland gekennzeichnet werden. Mit der neuen EU-Verordnung wurde die Kennzeichnungspflicht sogar noch ausgeweitet. Am besten eignen sich spezielle Plaketten für die Kennzeichnung. In diesem Beitrag beantworten wir die wichtigsten Fragen rund um das Thema.

Warum brauche ich eine Drohnen-Plakette?

Eine Drohnen-Plakette ist wie ein Nummernschild am Auto. Sie enthält Informationen, über die der Eigentümer dem Copter eindeutig zugeordnet werden kann. Das kann bei einem Unfall nützlich sein, um den Verursacher ausfindig zu machen. Auch den Besitzern kann die Kennzeichnung helfen, ihre Drohne bei einem Verlust schneller wiederzubekommen.

Du musst alle deine Drohnen, die 250 Gramm oder mehr wiegen oder einen Sensor zur Erfassung personenbezogener Daten (z.B. eine Kamera) haben, kennzeichnen. Das heißt, auch die DJI Mavic Mini muss nun eine Kennzeichnung tragen. Das ändert sich im Vergleich zu den früheren Vorschriften.

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Was muss auf der Drohnen-Plakette stehen?

Auf der Drohne muss deine e-ID stehen, die du bei der Registrierung als Drohnenbetreiber erhalten hast. Darüber können die Behörden dich identifizieren. Dein Name oder deine Kontaktdaten sind also nicht mehr Pflicht. Dennoch kannst du überlegen, ob du diese nicht ergänzen möchtest, damit auch Privatleute deine Drohne zu dir zurückbringen können, falls du sie irgendwo verlierst. Du solltest das Kennzeichen noch vor der ersten Inbetriebnahme deines Copters anbringen, kümmere dich also am besten schon beim Kauf darum.

Anmerkung: Wir beziehen uns in diesem Beitrag auf die Regeln in den Ländern, die die EU-Drohnenverordnung übernommen haben. Viele andere Länder haben ebenfalls Vorgaben zur Drohnen-Kennzeichnung. Wie diese aussehen, kannst du in unseren Artikeln zu Drohnengesetzen einzelner Länder nachlesen.

Wie sollte eine Drohnen-Plakette beschaffen sein?

Zur Beschaffenheit der Kennzeichnung gibt es keine gesetzlichen Vorgaben. So dürfte selbst ein Papieraufkleber den Anforderungen genügen. Dennoch ist diese Variante nicht gerade langlebig. Wenn du deine Drohne oft bei Sonnenschein fliegst, könnte die Schrift verbleichen und bei etwas feuchtem oder sogar öligem Untergrund verschmieren. Auch wäre sie nicht mehr lesbar, wenn es beispielsweise bei einem Unfall zu einem Brand kommt.

Bis 2021 galt in Deutschland die Regel, die Kennzeichnung „in dauerhafter und feuerfester Beschriftung an dem Fluggerät“ anzubringen. Das halten wir aus den genannten Gründen auch heute noch für sinnvoll. Mit einer haltbaren Plakette bist du auf der sicheren Seite.

Dabei solltest du beachten, dass bestimmte Materialien die Flugeigenschaften deiner Drohne stören können. Die Plakette sollte nicht zu dick oder zu schwer sein oder ferromagnetische Eigenschaften haben.

Wo bekomme ich eine Drohnen-Plakette?

Wir empfehlen die Plaketten von Schilder-Schreiber.de. Der Anbieter ist auf Drohnenkennzeichen spezialisiert. Sie bestehen aus Aluminium oder wahlweise aus Acryl und sind dadurch dünn, flexibel und leicht. Die Schrift wird mit Laser eingraviert, was sie gut lesbar und witterungsbeständig macht. Mit starkem Klebeband werden sie auf der Drohne befestigt.

Du kannst zwischen verschiedenen Größen anhand deines Drohnenmodells wählen und selbst bei sehr kleinen Plaketten sicher sein, dass die Schrift noch erkennbar ist. Außerdem stehen mehrere Farben zur Auswahl, sodass du deinen Copter nach deinem Geschmack gestalten kannst. Die Kosten liegen bei ein paar Euro.

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Wo bringe ich die Drohnen-Plakette am besten an?

Wir können nicht pauschal sagen, welcher der beste Ort für die Plakette wäre, denn Design und Funktionen der Drohnenmodelle unterscheiden sich sehr voneinander. Auf jeden Fall solltest du eine glatte, freie Fläche wählen, die groß genug ist, damit nichts übersteht.

Mittlerweile gibt es für einzelne Modelle Empfehlungen der Hersteller:

  • DJI Mavic Air: Auf der Fläche hinter Gimbal und Kamera, entlang der Kante
  • DJI Mavic 2 Pro/Zoom: Außerhalb der hinteren Träger (bei eingeklappter Drohne) oder auf der Gimbal-Basis an der Unterseite
  • DJI Spark: Auf der Unterseite der hinteren Träger, an den inneren Rändern
  • Parrot Anafi: An einem Arm der Drohne

Platzierungsempfehlungen für weitere Drohnenmodelle findest du in dieser Übersicht.

Bevor du deine Plakette anbringst, achte darauf, dass die gewählte Fläche sauber ist. So stellst du sicher, dass deine Drohnen-Plakette lange hält.

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Hast du noch Fragen zu den Drohnen-Plaketten? Hast du Erfahrungen mit der Anbringung an besonderen Modellen? Wir freuen uns über einen Kommentar von dir!

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Foto von Sabrina
Über den Autor

Hey, ich bin Bina –Weltenbummlerin, Mediendesignerin und Bloggerin. Seit Januar 2015 reise ich mit Francis um die Welt. Immer im Gepäck ist eine Kamera-Drohne, mit der wir die schönsten Plätze aus der Luft festhalten. Auf unserem Blog teilen wir mit dir die besten Tipps für deine nächste Reise. Hast du noch Fragen zu diesem Artikel? Dann schreibe uns doch in den Kommentaren!

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