EU-Drohnenführerschein: Diese Qualifikationen müssen Drohnen-Piloten ab sofort vorweisen

EU-Drohnen-Führerscheine, EU-Kompetenznachweis, Fernpilotenzeugnis A2

Mit der Einführung der EU-Drohnenverordnung werden auch die Anforderungen an die Piloten vereinheitlicht. Ab sofort gibt es u.a. einen EU-Kompetenznachweis und ein Fernpilotenzeugnis. In diesem Artikel lernst du, welchen EU-Drohnenführerschein du in welcher Situation benötigst.

Die europäische Drohnenverordnung regelt die Anforderungen an Copterpiloten neu und vereinheitlicht die Qualifizierungsnachweise, die umgangssprachlich auch gern als „Drohnenführerscheine“ bezeichnet werden. Ab dem 31.12.2020 gelten die Vorgaben in allen Ländern der EU. Dennoch bleiben einige Aspekte den nationalen Luftfahrtbehörden überlassen. In diesem Artikel konzentrieren wir uns auf die Bestimmungen in Deutschland.

Ob und welchen EU-Drohnenführerschein du benötigst, hängt von zwei Faktoren ab:

  1. Wie möchtest du deine Drohnen nutzen?
  2. Welche Klasse hat deine Drohne?

Deshalb solltest du dich bereits mit den neuen Regelungen zur Klassifizierung und den Kategorien vertraut gemacht haben. Den optimalen Einstieg in das Thema bekommst du mit unserem Video-Kurs zur EU-Drohnenverordnung.

Zum Video-Kurs “Einführung in die EU-Drohnen-Verordnung”

Im Artikel werden wir häufiger von Altgeräten bzw. Bestandsdrohnen sprechen. Damit sind alle Fluggeräte gemeint, die industriell hergestellt sind und noch nicht über ein Klassen-Kennzeichen verfügen.

Wer braucht einen Drohnenführerschein?

Pauschal gesagt brauchen alle Drohnenpiloten ab dem 31.12.2020 einen EU-Drohnenführerschein.

Es gibt nur wenige Ausnahmen.

Identifikationszeichen für C0 Drohnen Klasse

Die erste Ausnahme betrifft Piloten, die eine Drohne mit C0-Zertifizierung betreiben. Solche Fluggeräte sind derzeit nicht auf dem Markt erhältlich, sodass es sich momentan noch um eine rein theoretische Ausnahme handelt.

Für eine Übergangsfrist bis 31.12.2022 ist auch kein Drohnen-Führerschein erforderlich, wenn die Drohne ein Altgerät ohne Klassen-Kennzeichnung ist und weniger als 500 Gramm wiegt.

Nach der Übergangsfrist dürfen Altgeräte nur noch ohne Führerschein geflogen werden, wenn sie weniger als 250 Gramm wiegen. Für Eigenbauten kommt zudem die Beschränkung dazu, dass sie im horizontalen Flug eine Geschwindigkeit von 19 m/s nicht erreichen dürfen.

Zusammengefasst kann man also sagen, dass sich alle Piloten einer Prüfung unterziehen müssen. Nur für die folgenden Drohnen können Ausnahmen gemacht werden:

  • Drohnen mit einer C0-Klasse
  • Selbstbauten mit weniger als 250 Gramm Aufstiegsgewicht und einer Maximalgeschwindigkeit unter 19 m/s
  • Bis 31.12.2022: Altgeräte mit weniger als 500 Gramm Aufstiegsgewicht
  • Ab 01.01.2023: Altgeräte mit weniger als 250 Gramm Aufstiegsgewicht
Tipp: Durch die Umstellung der Drohnen-Gesetze befinden sich viele Dinge im Umbruch. Deswegen ist mit vielen rechtlichen Anpassungen im Laufe der nächsten Monate zu rechnen. Damit du immer auf dem aktuellen Stand bist, empfehlen wir dir, dich für unseren Newsletter anzumelden. Wir informieren dich darüber rechtzeitig über alle Neuerungen im Drohnen-Markt und geben dir Bescheid, sobald sich die Vorschriften ändern.
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Welche neuen EU-Drohnenführerscheine gibt es in der Offenen Kategorie?

In der Offenen Kategorie werden zwei neue Drohnen-Führerscheine eingeführt, die in allen beteiligten Ländern anerkannt werden: Der EU-Kompetenznachweis A1/A3 („Kleiner Drohnen-Führerschein“) und das Fernpilotenzeugnis A2 („Großer Drohnen-Führerschein“).

EU-Kompetenznachweis A1/A3 („Kleiner EU-Drohnenführerschein“)

Für den EU-Kompetenznachweis musst du ein Online-Training absolvieren und eine Online-Prüfung bestehen. Die Prüfung besteht aus 40 Multiple Choice-Fragen aus 9 Fachgebieten:

Der kleine EU-Drohnen-Führerschein / EU-Kompetenznachweis als Muster
Mustervorlage für den EU-Kompetenznachweis
  1. Flugsicherheit
  2. Luftraumbeschränkungen
  3. Luftrecht
  4. Menschliches Leistungsvermögen und dessen Grenzen
  5. Betriebsverfahren
  6. Allgemeine Kenntnisse zu UAS
  7. Schutz der Privatsphäre und der Daten
  8. Versicherung von Drohnen
  9. Luftsicherheit

Zum Bestehen musst du 75 Prozent der Fragen richtig beantworten. Du kannst die Prüfung mehrfach wiederholen, falls du durchfällst. In Deutschland bietet das Luftfahrtbundesamt (LBA) das Online-Training und die Prüfung an. Voraussichtlich wird eine Gebühr von bis zu 50 Euro erhoben.

Nach Bestehen erhältst du per E-Mail dein Zertifikat. Der kleine Drohnen-Führerschein ist fünf Jahre gültig. Du kannst ihn durch eine Wiederholungsprüfung oder einen Auffrischungskurs verlängern.

Linkliste:

EU-Fernpilotenzeugnis A2 („Großer EU-Drohnenführerschein“)

Der Große Führerschein baut auf dem Kleinen auf. Du musst also vorher die oben beschriebene Online-Prüfung bestanden haben.

Muster des Großen Drohnen-Führerscheins
Das A2 Fernpilotenzeugnis als Muster

Die theoretische Prüfung für das Fernpilotenzeugnis besteht aus 30 Multiple Choice-Fragen aus 3 Fachgebieten:

  1. Meteorologie
  2. UAS-Flugleistung
  3. Technische und betriebliche Minderung von Risiken am Boden

Die Prüfung wird von Stellen angeboten, die vom Luftfahrtbundesamt benannt sind. Es freut uns sehr, dass wir als Prüfer der Kopter-Profi GmbH (Prüfstelle DE.PStF.001) anerkannt wurden und somit selbst Prüfungen zum Fernpilotenzeugnis abnehmen dürfen. Wenn du den “Großen Drohnen-Führerschein” ablegen möchtest, kannst du die Prüfung samt Vorbereitungskurs hier buchen:

Prüfung zum Fernpilotenzeugnis buchen

Die Prüfung kann bei einem Termin vor Ort oder online erfolgen.

Teil der Vorbereitung auf die theoretische Prüfung ist ein praktisches Selbsttraining unter den Bedingungen der Unterkategorie A3, also mit genug Abstand zu Menschen und Gebäuden. Möglicherweise bieten auch Prüfstellen das praktische Training mit an.

Auch bei der Prüfung zum Fernpilotenzeugnis musst du mindestens 75 Prozent der Fragen richtig beantworten, um zu bestehen. Der Große Drohnen-Führerschein ist fünf Jahre gültig. Auch das Fernpilotenzeugnis lässt sich durch eine Wiederholungsprüfung oder einen Auffrischungskurs verlängern.

Welchen EU-Drohnenführerschein brauche ich?

Wie bereits erwähnt, hängt die Art des Nachweises von deinem Fluggerät und deinem Flugmanöver ab. Die Klassifizierung deiner Drohne lässt bereits Rückschlüsse zu, unter welchen Bedingungen du die Drohne einsetzen darfst.

Die folgenden Bestimmungen gibt es für die Fluggeräte in Deutschland. Achtung! Jedes Land macht eigene Regeln für die Drohnen ohne EU-Klassenkennzeichen.

Privat hergestellte Drohnen

Privat hergestellte Drohnen (Selbstbauten):

  • Unter 250 Gramm, Höchstgeschwindigkeit <19 m/s, in Unterkategorie A1: kein Nachweis, Onlinetraining empfohlen
  • 250 Gramm bis unter 25 Kilogramm in Unterkategorie A3:
    • Alter DE-Kenntnisnachweis bis 31.12.2022 oder
    • Neuer EU-Kompetenznachweis

Bestandsdrohnen

Bestandsdrohnen (ohne EU-Klasse, vor dem 01.01.2023 in Verkehr gebracht, nicht privat hergestellt):

  • Unter 250 Gramm, Höchstgeschwindigkeit <19 m/s: kein Nachweis, Onlinetraining empfohlen oder mindestens Kenntnis der Bedienungsanleitung
  • 250 Gramm bis unter 500 Gramm in Unterkategorie A1: kein Führerschein bis 31.12.2022, danach Betrieb nur noch in Unterkategorie A3 möglich (siehe unten)
  • 500 Gramm bis unter 2 Kilogramm bei mindestens 50 Metern Abstand zu Menschen (nur bis 31.12.2022):
    • Alter DE-Kenntnisnachweis von Anerkannter Stelle plus neuer EU-Kompetenznachweis (Kleiner Führerschein) und Selbsterklärung praktischer Kenntnisse oder
    • Neues EU-Fernpilotenzeugnis (Großer Führerschein)
  • 250 Gramm bis unter 25 kg in Unterkategorie A3:
    • Alter DE-Kenntnisnachweis bis 31.12.2022 oder
    • Neuer EU-Kompetenznachweis (Kleiner Führerschein)

Drohnen mit EU-Klasse

Drohnen mit EU-Klassenkennzeichen (aktuell nicht erhältlich):

  • C0 in Unterkategorie A1: kein Nachweis, Onlinetraining empfohlen
  • C1 in Unterkategorie A1:
    • Alter DE-Kenntnisnachweis bis 01.01.2022 oder
    • Neuer EU-Kompetenznachweis (Kleiner Führerschein)
  • C2 in Unterkategorie A2:
    • Alter DE-Kenntnisnachweis bis 01.01.2022 oder
    • Neues EU-Fernpilotenzeugnis (Großer Führerschein)
  • C2, C3 oder C4 in Unterkategorie A3:
    • Alter DE-Kenntnisnachweis bis 01.01.2022 oder
    • Neuer EU-Kompetenznachweis (Kleiner Führerschein)
  • C5, C6: Siehe Standardszenarios/Spezielle Kategorie

Wichtig: Mit “Alter DE-Kenntnisnachweis” ist ausschließlich der Nachweis von einer Anerkannten Stelle gemäß §21d LuftVO gemeint. Einweisungen von Modellsportverbänden oder Piloten-Scheine sind nicht mehr nutzbar! Ausführliche Infos dazu findest du im nächsten Abschnitt.

Werden bestehende Kenntnisnachweise anerkannt?

Hast du bereits einen Kenntnisnachweis nach § 21d der alten Luftverkehrs-Ordnung bei einer Anerkannten Stelle erworben, kannst du mit ihm weiterhin in Deutschland bis 01.01.2022 in allen Unterkategorien der Offenen Kategorie fliegen. Das gilt jedoch nur, wenn du eine Drohne mit Klassen-Kennzeichen nutzt (was aktuell nicht möglich ist).

Für Altgeräte sind abhängig von der Flugumgebung und dem Gewicht der Drohne weitere Auflagen zu berücksichtigen, die wir im vorherigen Abschnitt schon beschrieben haben.

Alte Kenntnisnachweise können nur genutzt werden, wenn sie von einer Anerkannten Stelle ausgestellt wurden

Der Kenntnisnachweis nach altem Recht ist nur in Deutschland und nur bis zum Ende der Übergangsregeln gültig. Für Drohnenflüge im Ausland kann der bisherige Kenntnisnachweis also nicht genutzt werden.

Innerhalb der Übergangsfrist kannst du deinen Kenntnisnachweis auf Antrag in einen EU-Kompetenznachweis umschreiben lassen, jedoch ist er dann nicht so lange gültig wie ein neuer EU-Nachweis, den du fünf Jahre lang nutzen kannst. Außerdem fallen die Kosten für eine Umschreibung höher aus als einen neuen Führerschein abzulegen. Daher ist es nicht ratsam, eine Umschreibung anzustreben.

Nicht umschreiben lässt sich die Bescheinigung über eine Einweisung von einem Luftsportverband nach § 21a Absatz 4 Satz 3 Nummer 3 LuftVO (Modellflugverband). Möglicherweise ist dieser Nachweis aber in der Übergangsphase noch im Rahmen der Tätigkeiten von Luftsportverbänden gültig.

Eine Erlaubnis als Luftfahrzeugführer ist ab dem 31.12.2020 nicht mehr für Drohnenflüge gültig, du kannst sie auch nicht umschreiben lassen.

Wichtig zu wissen: Auch wenn dein bisheriger Kenntnisnachweis noch deutlich länger gültig ist, verliert er durch die neuen Rechtsgrundlagen nach den genannten Übergangsfristen seine Gültigkeit.

Was gilt in der Speziellen Kategorie (Standardszenarios)?

In die Spezielle Kategorie werden Manöver eingeordnet, die gefährlicher sind als die in der Offenen Kategorie. Dennoch gibt es auch hier Flüge, die als weniger riskant eingeschätzt werden und deshalb durch so genannte Standardszenarien beschrieben sind. Die nationalen Luftfahrtbehörden stellen dafür Zertifikate aus.

Eine Voraussetzung für die Nutzung von Standardszenarien ist, dass du als Fernpilot sowohl theoretische als auch praktische Prüfungen bestehst.

Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es noch keine Organisation, die diese Prüfungen abnehmen darf. Eine Änderung dieser Situation ist frühestens in der zweiten Jahreshälfte 2021 zu erwarten. Sobald es soweit ist, informieren wir darüber in unserem Newsletter.

Was ist das Betreiberzeugnis für Leicht-UAS (LUC)?

Juristische Personen (z.B. GmbHs und Aktiengesellschaften) können ein LUC beantragen. Dieser Antrag ist sehr ausführlich, beinhaltet zum Beispiel eine Beschreibung des Managementsystems mit der Organisationsstruktur und dem Sicherheitsmanagement sowie die Namen der Verantwortlichen.

Mit dem LUC können die Organisationen eigenverantwortlich Manöver durchführen, ohne z.B. eine Betriebsgenehmigung beantragen zu müssen. Da dieses Zertifikat für die meisten Fernpiloten keine Rolle spielt, verzichten wir an dieser Stelle auf eine ausführliche Darstellung.

Zusammenfassung zum EU-Drohnenführerschein

Es gibt zahlreiche neue Qualifikationen für Fernpiloten, die mit der europäischen Drohnenverordnung eingeführt werden. Am wichtigsten ist der EU-Kompetenznachweis A1/A3 und das Fernpilotenzeugnis A2. Mit diesen Drohnen-Führerscheinen kannst du unter bestimmten Einschränkungen ohne eine Genehmigung von den Luftfahrtbehörden deine Drohne nutzen.

Kompetenznachweis A1/A3

  • Oft als “kleiner EU-Drohnenführerschein” bezeichnet
  • Wird von fast allen Drohnen-Piloten benötigt. Es gibt nur wenige Ausnahmen, die wir weiter oben beschrieben haben

Kompetenznachweis ablegen

Fernpilotenzeugnis A2

  • Umgangssprachlich der “große EU-Drohnenführerschein”
  • Notwendig, wenn Drohne mehr als 499 Gramm wiegt und Mindestabstände1 nicht eingehalten werden können

Prüfung zum Fernpilotenzeugnis

1 Ohne Fernpilotenzeugnis muss ein Mindestabstand von 150 Metern zu Wohn-, Industrie-, Erholungs- und Gewerbegebieten eingehalten werden. Außerdem dürfen Unbeteiligte nicht gefährdet werden

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Über den Autor

Seit 2014 lässt mich die Begeisterung für Kamera-Drohnen nicht mehr los. Als Fotograf und Filmemacher bieten sie mir eine unglaubliche Bandbreite an Gestaltungsmöglichkeiten. Dank Drohnen konnte ich überall auf der Welt ganz besondere Perspektiven einfangen, die ohne die neue Technik undenkbar wären. Doch in all den Jahren hat sich viel geändert und es stellt eine gewisse Herausforderung dar, als Drohnen-Pilot die technischen und rechtlichen Entwicklungen zu verfolgen. Deswegen haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, euch hier im Drohnen Camp alles Wichtige für den Umgang mit euren Drohnen verständlich zu erklären. Falls noch Fragen zu diesem Artikel offengeblieben sein sollten oder ihr Erfahrungen mit uns teilen wollt, dann schreibt uns gern einen Kommentar und wir versuchen euch so schnell wie möglich zu helfen!

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Max
vor 5 Tagen

Moin zusammen!

Was sich mir noch nicht ganz erschließt…nach der Beschreibung für Bestandsdrohnen, darf ich, wenn ich beispielsweise eine 499g Bestandsdrohne hätte, dann nach 2022 trotz großem Führerschein nur noch in A3 fliegen und wenn sie aber nur 1g schwerer wäre, dürfte ich sie mit eben diesem Schein auch wieder mit 50m Sicherheitsabstand fliegen? Da ist doch ein unlogischer Gap für Bestandsdrohnen zwischen 250g und 500g nach 2022, oder?!

Tina | Drohnen-Camp-Team
vor 4 Tagen
antworten  Max

Hallo Max,
bei solchen Gewichtsabstufungen spielt immer auch eine Rolle, welche Gefahr von der Drohne bei einem Aufprall ausgeht. Bei denen unter 250 Gramm gibt es zusätzlich die Einschränkung von unter 19 m/s. Du kannst dir wahrscheinlich gut vorstellen, dass eine langsamere Drohne mit 249 Gramm weniger Schaden anrichtet als eine schnellere mit dem doppelten Gewicht. Dass es nun so einen Stichtag gibt, hängt mit den Übergangsfristen zusammen, die bei der Einführung solcher länderübergreifenden Gesetze nötig sind. Ab dem 1. Januar 2023 müssen die europäischen Regeln umgesetzt sein, so sollten alle neu verkauften Drohnen auch eine EU-Klasse (C0, C1 etc.) haben. Möglicherweise werden einige der Bestandsdrohnen dadurch nachträglich klassifiziert, sodass andere Vorgaben gelten würden.
Viele Grüße
Tina vom Drohnen-Camp-Team

Max
vor 4 Tagen

Moin und danke für die Reaktion – leider beantwortet das meine Frage nicht. Ich versuche es noch einmal:

  • In Eurer Zusammenfassung steht geschrieben „250 Gramm bis unter 500 Gramm in Unterkategorie A1: kein Führerschein bis 31.12.2022, danach Betrieb nur noch in Unterkategorie A3 möglich (…)” – was für mich heißt, ich darf diese Drohnen AUCH MIT “großem Führerschein” nur noch mit mindestens 150m Abstand zu Menschen etc. fliegen.
  • Weiter schreibt Ihr aber für die nächst höhere (und wahrscheinlich auch schnellere) Gewichtsklasse “500 Gramm bis unter 2 Kilogramm bei mindestens 50 Metern Abstand zu Menschen:
  • Alter DE-Kenntnisnachweis von Anerkannter Stelle plus neuer EU-Kompetenznachweis (Kleiner Führerschein) und Selbsterklärung praktischer Kenntnisse (bis 31.12.2022) oder
  • Neues EU-Fernpilotenzeugnis (Großer Führerschein)”

…demnach darf ich, sofern ich einen großen Führerschein besitze, Drohnen ÜBER 500g (bis 2kg) bis zu einem Abstand von 50m zu Menschen fliegen, Drohnen UNTER 500g (aber mehr als 250g) NICHT. Das würde ja nur Sinn machen, wenn die Drohnen zwischen 250g und 500g aus irgendeinem Grund, der offenbar nichts mit dem Gewicht (oder der Geschwindigkeit?) zu tun hat, als gefährlicher eingestuft wären, als die nächst schwereren.

Zuletzt geändert vor 4 Tagen von Max
Max
vor 3 Tagen
antworten  Francis

Moin und danke nochmal für die Antwort!

Du hast aufgegriffen, um was es mir geht, aber es ist immer noch nicht ganz komplett. Folgt man mal dem Link von Christoph einen Kommentar weiter unten….werde ich auch mit einer Bestandsdrohne zwischen 250g bis hin zu 2kg nicht pauschal in die Unterkategorie A3 verdrängt, sofern ich eben einen “großen Führerschein” habe. In diesem Fall darf ich mit eben dieser Berechtigung bis an einen Mindestabstand von 50m fliegen, was ja im Grunde fast A2 wäre und damit equivalent zur EU-Klasse C2. Dies gilt nach meinem Verständnis auch noch nach der Übergangsfrist.

Zitat LBA für UAS ohne Klassifizierung nach EU-Recht (Bestandsdrohnen oder privat hergestellte UAS):
“[…]
1.2. unter 500 g: 
Bis zum 31.12.2022 wird weiterhin kein „Drohnenführerschein“ benötigt. Das UAS darf in allen Unterkategorien der Offenen Kategorie betrieben werden.
Ab dem 1.1.2023 wird zwingend ein EU-Kompetenznachweis zum Steuern von UAS benötigt. Das UAS darf dann auch nur noch in der Unterkategorie A3 betrieben werden.

…soweit so gut…

1.3. unter 2 kg [also ab 250g]: Es wird ein EU-Fernpiloten-Zeugnis benötigt [also ein großer Führerschein], sofern das UAS nicht in der Unterkategorie A3 betrieben werden soll. Das UAS darf dann bis 50 m (horizontal) an unbeteiligte Personen herangeflogen werden. Alternativ kann der Fernpilot auf der Grundlage seines Kenntnisnachweises fliegen, wenn er zusätzlich den EU-Kompetenznachweis besitzt und das praktische Selbsttraining gemäß UAS.OPEN.030 abgeschlossen hat. Die Erklärung über das abgeschlossene Selbsttraining ist, wie die anderen Dokumente auch, mitzuführen. (Nach meinem Verständnis gilt das dann auch noch in 2023)
Wenn das UAS [nur] in der Unterkategorie A3 betrieben werden soll, wird hierfür ein EU-Kompetenznachweis, alternativ bis zum 31.12.2022 ein Kenntnisnachweis, benötigt.”

Zuletzt geändert vor 3 Tagen von Max
Christoph
vor 1 Monat

Zur Frage von “Arno” bezüglich der 500g / 900g Grenze (vom 04.01.):

Wenn ich es richtig verstanden habe, gilt die 500g Grenze für Drohnen ohne EU-Klassifizierung (“Bestandsdrohnen”). Bei diesen Gilt folgendes:
– Gewicht kleiner als 500g: In der Übergangsfrist kein Führerschein benötigt, danach der “kleine” Führerschein
– Gewicht über 500g: Es wird direkt ein Führerschein benötigt (für die Nutzung A3 reicht der “kleine”, sonst der “große Führerschein).

Die 900g Grenze gilt für neue, “EU-Klassifizierte” Drohnen: die 900g sind das max. Gewicht der für die Klasse C1 (A1).

Quelle: https://www.lba.de/DE/Betrieb/Unbemannte_Luftfahrtsysteme/FAQ/02_EU_Drohnenfuehrerschein/FAQ_node.html

Max
vor 4 Tagen
antworten  Christoph

Super Verweis, der tatsächlich auch meine Frage(n) in einem leicht anderen Zusammenhang klärt! Demnach ist aber die Zusammenfassung für Bestandsdrohnen hier auf der Seite nicht ganz korrekt bzw. unvollständig. Vielleicht sollte man hier das LBA leicht vereinfacht einfach zitieren!?

Zuletzt geändert vor 4 Tagen von Max
Werner
vor 1 Monat

Hallo, ich bin deutscher Staatsbürger und lebeseit 10 Jahren in Lettland. Kann ich den Drohnenführerschein auch in Deutschland machen. Ich bin der lettischen Sprache nicht gewachsen und würde alles gerne in Deutschland machen (online). Vielleicht kannst Du mir Empfehlungen geben.
Liebe Grüße aus Lettland von Werner

Moritz
vor 1 Monat

Guten Tag zusammen,
A1/A3 Prüfung habe ich nun erfolgreich abgelegt und meine kleine Scheckkarte auch schon erhalten.

Nun will ich die UAS Betreiber Nummer (e-ID) bei meiner Mavic 2 Pro in die App eintragen und diese lässt nur 10 Zeichen zu.
Gibt es dazu schon Lösungsansätze oder was muss ich hier Eintragen um sicher zu sein ?

Konnte im Netz nichts sinnvolles dazu finden, ebenso zu der Frage was die “UUID” ist…

Die Plakette an der Mavic 2 pro ist auch schon gegen die aktualisierte mit e-ID (um die letzten 3 stellen gekürzte Version) getauscht.

Tina | Drohnen-Camp-Team
vor 1 Monat
antworten  Moritz

Hallo Moritz,
wir denken, dass DJI hier bald nachsteuert. Das Luftfahrt-Bundesamt schreibt, dass der Eintrag in das System “sofern vorhanden” erfolgen soll. Hier sind also zunächst die Hersteller am Zug.
Viele Grüße
Tina

Ulrich
vor 2 Monaten

Guten Tag, wo finde ich Lernfragen für die A2 Prüfung?

Hermann Pfoser
vor 2 Monaten

Hallo Francis,
vielen Dank für den Tip, hat wunderbar geklappt, hatte heute bereits die Karte im Briefkasten

schöne Grüße

Hermann

Hermann Pfoser
vor 2 Monaten

Hallo,
Ich habe soeben die Prüfung zum Kometenznachweis A1 / A3 mit Erfolg abgelegt und möchte den Nachweis gerne im Scheckkartenformat haben. Wo kann ich den bestellen.

schöne Grüße
Hermann

Henk
vor 2 Monaten

Die gleiche fragen in der Prüfung wie beim Test wäre doch wohl grotesk.
Einfach logisch nachdenken dann klapts ohne problemen.

Manfred Becker
vor 3 Monaten

hallo ,
Ich habe eine Mavic 2 Platinum und habe mich beim LBA auch registriert füt die eID .
Dann habe ich einigemal den test gemacht mit jeweils 20 Fragen um dann die Prüfung zu machen da wurden dann ganz andere Fragen gestellt und keine von dem vorhergehenden Test war dabei-
LG Manni B

Erich Seckinger
vor 3 Monaten

Sabrina & Francis, ich bin Deusch- Schweizer Doppelbürger, lebe in der Schweiz und habe in BadenWürttemberg einen Land- und Forstbetrieb von ca. 20 ha.
Ich benutze die Drohne Mavic 2 Zoom zur Überwachung meines 16 ha grossen Waldes auf Schäden, also nur überfliegen von privatem Gelände.
Brauche ich als Schweizer Bürger dafür einen EU-Führerschein? (Kennzeichnung an Drohne vorhanden).
Danke für dein Feedback.

arno
vor 3 Monaten

Warum ist hier immer von einer 500 Gramm-Grenze die Rede, beim LBA sind es 900 Gramm für die A1?

Hans
vor 3 Monaten

Hallo Francis,
die Schweiz hat bekanntlich die EU-Drohnenverordnung (vorläufig) auf Eis gelegt. Hierzu nun meine Fragen:
Wie kann ich meine Mavic 2 Zoom im EU-Raum fliegen lassen? Kann ich die A1/A2 Prüfungen in Deutschland machen?

Gruss aus der Schweiz
Hans