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Drohnen-Führerschein: Was du jetzt über den Kenntnisnachweis wissen musst

Dieser Artikel stammt aus dem Jahr 2017 und bezieht sich auf den Kenntnisnachweis für Drohnen-Piloten nach altem Recht. Seit dem 31.12.2020 dürfen die alten Kenntnisnachweise nicht mehr ausgestellt werden. Stattdessen müssen neue Qualifikationen nach dem neuen EU-Recht erlangt werden. Was es dabei zu beachten gibt, lernst du im folgenden Beitrag:

Artikel zu den neuen EU-Drohnenführerscheinen

Das ist er: unser UAV-Kenntnisnachweis!

Der Drohnen-Führerschein ist aktuell ein wichtiger Nachweis deiner Fähigkeiten als Copter-Pilot. Dabei gibt es immer wieder Verwirrungen rund um den Kenntnisnachweis. In diesem Artikel beleuchten wir die häufigsten Fragen rund um den Drohnen-Führerschein.

Die Pflicht, seine Kenntnisse als Drohnen-Pilot nachzuweisen, wurde mit dem Inkrafttreten der neuen Drohnen-Verordnung eingeführt. Seitdem die Neuerung bekannt wurde, gab es viele Spekulationen rund um den Kenntnisnachweis. Deswegen beantworten wir hier die häufigsten Fragen, die uns bisher begegnet sind.

Unser Tipp für deinen Drohnen-Führerschein!

Willst du deinen Kenntnisnachweis bequem von zuhause aus durchführen, dann empfehlen wir dir die Prüfung beim Kopter-Profi abzulegen. Dort kannst du die Prüfung mit einem Online-Tool vorbereiten und durchführen. Wir kennen den Kopter-Profi schon seit mehreren Jahren und können dir diesen Anbieter sehr empfehlen!

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Die häufigsten Fragen zum Drohnen-Führerschein

Wer muss den Kenntnisnachweis für Drohnen ablegen?

Früher war es üblich, dass die Erlaubnispflicht abhängig vom Einsatzzweck des Copters erfolgte (private oder gewerbliche Flüge). Dieses Kriterium sind mit der Neuregulierung 2017 entfallen. Stattdessen spielt das Gewicht deines Copters eine wichtige Rolle. Durch den § 21a (4) LuftVO wird geregelt, dass du ab einer Startmasse von mehr als 2 Kilogramm deine entsprechenden Fähigkeiten nachweisen musst. Wenn du diesen Kenntnisnachweis in der Tasche hast, musst du bis zu einem Abfluggewicht von 5 Kilogramm keine Erlaubnis mehr für deine Flüge einholen, solange du dich an die Vorgaben der Drohnen-Verordnung hältst.

Da der Typhoon H RS knapp über zwei Kilo wiegt, dürfen wir ihn seit Oktober 2017 nur noch mit dem Drohnenführerschein fliegen.

Außerdem brauchst du den Nachweis, wenn du mit einer leichteren Drohne (z.B. DJI Mavic Pro, DJI Phantom 4) in Gebieten fliegen möchtest, für die du eine Ausnahmegenehmigung von einer Landesluftfahrtbehörde benötigst. Im Rahmen der Antragsstellung oder durch die Bestimmungen einer Allgemeinverfügung werden die Behörden in aller Regel den Kenntnisnachweis verlangen.

Du kannst deine Fähigkeiten auf drei unterschiedlichen Wegen belegen:

  1. Pilotenlizenz: Falls du bereits über eine gültige Pilotenlizenz verfügst, musst du keine weiteren Fähigkeiten nachweisen.
  2. Kenntnisnachweis: Durch Bescheinigung einer vom Luftfahrtbundesamt anerkannten Stelle über eine bestandene Prüfung (ab 16 Jahren).
  3. Einweisung durch Luftsportverband: Ein Beauftragter eines Luftsportverbandes kann dich einweisen und darüber eine Bescheinigung ausstellen (ab 14 Jahren). Gilt nur für Modellflieger (Drohnennutzung ausschließlich zu Freizeitzwecken).

Als das, was die meisten unter „Drohnen-Führerschein“ verstehen, ist die zweite Option zu verstehen. Zu überschaubaren Kosten wirst du damit zu einem anerkannten Piloten von unbemannten Fluggeräten.

Ausgenommen vom Nachweis entsprechender Kenntnisse sind Angehörige von Behörden, wenn der Copter zur Aufgabenerfüllung genutzt wird. In Notfalleinsätzen brauchen auch Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (z.B. Feuerwehren, THW, DRK etc.) keinen Kenntnisnachweis für den Einsatz von Multicoptern.

Es gibt noch eine weitere Ausnahmeregelung: Wenn du deine unbemannten Fluggeräte ausschließlich über einem anerkannten Modellflugplatz aufsteigen lässt, ist ebenfalls kein Kenntnisnachweis erforderlich.

Wo kann ich den Kenntnisnachweis ablegen?

Der Kenntnisnachweis kann nur bei Organisationen abgelegt werden, die nach einer aufwändigen Prüfung vom LBA anerkannt wurden. Wir können dir die Kopter-Profi GmbH als einen der Anbieter empfehlen, der mit als erstes vom LBA anerkannt wurde. Wir selbst haben dort unseren Kenntnisnachweis UAV abgelegt und waren sehr zufrieden mit dem gesamten Prüfungsablauf.

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Buche jetzt deinen Platz für die Prüfung zum Kenntnisnachweis bei unserem kompetenten Partner Kopter-Profi.de. Die Kollegen haben schon jahrelange Erfahrung, da sie bereits seit 2012 theoretische und praktische Drohnen-Schulungen mit einem ausgereiften Konzept anbieten. Zur Vorbereitung erhältst du Zugang zu einem Onlinetutorial, das absolut prüfungsrelevant ist. Neben dem Tutorial stehen dir deine Fluglehrer auch telefonisch und per Email zur Verfügung, sodass du alle deine Fragen direkt klären kannst! Die Prüfung zum Kenntnisnachweis kannst du sogar online ablegen. Außerdem finden bundesweit Prüfungen an mehreren Standorten statt, wenn du eine Präsenzprüfung bevorzugst. Alle Testfragen sind direkt aus dem UAV-Alltag und haben zu 100% Relevanz für die Praxis.

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Wie genau läuft der Kenntnisnachweis ab?

Um den Drohnen-Führerschein zu erhalten, musst du eine Prüfung bei einer vom Luftfahrtbundesamt (LBA) anerkannten Stelle bestehen. In dieser Prüfung werden drei große Themenbereiche abgefragt, die das LBA definiert hat. Aus folgenden Bereichen musst du Fragen beantworten:

Luftrecht

  • Gesetzliche Grundlagen, föderale Struktur
  • LuftVG, SERA, LuftVO, soweit UAS-relevant
  • Aufstiegserlaubnisse: Notwendigkeit, Gültigkeit, Einzel-/Dauererlaubnis, Antragsverfahren
  • beteiligte Behörden und andere Stellen bei Aufstiegsgenehmigungen
  • Luftraumstruktur (Lufträume C, E, F und G, kontrolliert/ unkontrolliert)
  • Flugbeschränkungsgebiete
  • UAS-Flugverbotszonen
  • Flugverkehrskontrolle (z.B. DFS, Freigaben etc.)
  • Veröffentlichungen (NfL, NOTAM; ICAO-Karte)
  • Bezugsquellen der zuvor genannten Veröffentlichungen
  • Störungs- und Unfallmeldung
  • Kennzeichnungspflicht für UAS
  • Haftung (Luftfahrt-Haftpflicht, Deckungssummen, Versicherungsbedingungen)
  • Urheberrecht, Datenschutz
  • Strafrecht, Ordnungswidrigkeiten

Meteorologie

  • Mindestwetterbedingungen in Lufträumen
  • Besondere Wetterlagen (Niederschlag, Nebel, Gewitter, Thermik)
  • Einsatzgrenzen (Wind, Temperatur)
  • Örtliche und aktuelle Gegebenheiten
Flugbetrieb & Navigation

  • Flugvorbereitung (Wetter, Luftraum, örtliche Gegebenheiten)
  • Risikobeurteilung des Einsatzes
  • Notfallplanung
  • Absperrung oder Absicherung des Aufstiegsortes
  • Einweisung von Hilfspersonen
  • Checklisten, Handbuch, systemspezifische Betriebsgrenzen (Akkulaufzeit, Windanfälligkeit, Signalabschirmung, Störquellen etc.)
  • Einholung von Freigaben, Abgabe von Meldungen
  • Programmierung des Gerätes; Fehlerquellen
  • Systemausfall-Reaktionen und Möglichkeiten (Unterbrechung der Funkstrecke, Verlust GPS Signal, Störquellen/ -ursachen für Signale)
  • Grobe Höhen- und Entfernungsschätzung
  • Erkennen der Ausrichtung des Geräts und angemessene Reaktion hierauf
  • Flugaerodynamik (Kurvenflug, Steig- und Sinkgeschwindigkeit)
  • Einschätzung äußerer Gegebenheiten und deren Einfluss auf das Flugverhalten
  • Kenntnis und Ausführung von notwendigen Reaktionen z. B. bei Annäherung bemannter Luftfahrzeuge, Verlust des Sichtkontaktes, Sender-/Empfängerausfall

Während der Prüfung wird per Zufallsprinzip aus einem Pool von mindestens 255 Fragen ausgewählt. Du musst 51 Fragen oder mehr beantworten, wobei mindestens 23 Fragen auf das Luftrecht abzielen, mindestens 6 Fragen die Meteorologie behandeln und mindestens 22 Fragen den Flugbetrieb bzw. die Navigation thematisieren. Für die Beantwortung der Fragen hatten wir bei unserer Prüfung eine Stunde Zeit, was mehr als genug Zeit ist. 

Um die Prüfung zu bestehen, sind 75 Prozent der Fragen richtig zu beantworten.

Was kostet der Drohnen-Führerschein?

Es gibt keine zentrale Organisation, die den Drohnen-Führerschein abnimmt. Stattdessen bieten ihn mehrere Stellen an, die jeweils zu einer freien Preisgestaltung berechtigt sind. Die aktuellen Angebote liegen bei etwa 300 Euro (inkl. Mehrwertsteuer), wobei in vielen Fällen zusätzliche Kosten für einen Vorbereitungskurs anfallen. 

Wozu berechtigt mich der Drohnen-Führerschein?

Mit dem Kenntnisnachweis bist du berechtigt, Drohnen mit einer Startmasse von mehr als 2 Kilogramm zu fliegen. Damit du davon profitierst, musst du während deiner Copter-Flüge den Nachweis zusammen mit einem Personalausweis oder Reisepass bei dir führen. Offiziell heißt der Drohnen-Führerschein „Bescheinigung über eine bestandene Prüfung zum Nachweis ausreichender Kenntnisse zum Steuern von unbemannten Fluggeräten gemäß § 21a Abs. 4 Satz 3 Nr. 2 der Luftverkehrs-Ordnung“.

Zudem kannst du mit dem Nachweis Sonderaufstiegserlaubnisse bei der Landesluftfahrtbehörde beantragen.

Auch bei Coptern unter 2 Kilo ist der Kenntnisnachweis von einer anerkannten Stelle notwendig, wenn du für bestimmte Manöver eine extra Flugerlaubnis bei der Landesluftfahrtbehörde beantragen möchtest.

Welche Mindestvoraussetzungen muss ich für den Kenntnisnachweis erfüllen?

Um zu einer Prüfung bei einer anerkannten Stelle zugelassen zu werden, musst du einige Unterlagen vorlegen. An erster Stelle musst du ein gültiges Identitätsdokument (Personalausweis oder Reisepass) vorweisen. Zudem ist eine Erklärung zu laufenden Ermittlungsverfahren sowie ein Führungszeugnis nach §30 Absatz 1 Bundeszentralregister erforderlich. Das Führungszeugnis kann bei deiner örtlichen Meldebehörde beantragt werden und kostet 13 Euro. Die Bearbeitungsdauer liegt in der Regel bei 1-2 Wochen, jedoch hatten wir Glück und innerhalb von zwei Werktagen unsere Führungszeugnisse im Briefkasten.

Bei Minderjährigen muss die Zustimmung des gesetzlichen Vertreters vorliegen. Das Mindestalter für den Drohnen-Führerschein liegt bei 16 Jahren.

Wieso empfehlt ihr nicht, den Kenntnisnachweis bei einem Luftsportverband abzulegen?

Wie bereits oben erwähnt ist es auch möglich, den Kenntnisnachweis bei einem Luftsportverband abzulegen. Diese Möglichkeit steht jedoch nur Nutzern zur Verfügung, die ihren Multicopter rein zu privaten Zwecken nutzen. 

Bei dieser Art des Kenntnisnachweises reicht eine einfache Einweisung durch den Verband aus. Die Bescheinigung kostet gerade einmal 25 Euro. Das mag auf den ersten Blick sehr verlockend klingen. Für 90% der Copter-Piloten ist das aber reine Geldverschwendung und bringt dir nichts.

Warum? Ganz einfach: Nur ein verschwindend geringer Bruchteil an privaten Drohnen-Nutzern besitzt ein Fluggerät, das mehr als 2 Kilogramm wiegt. Nur für diese Anwender ist der Kenntnisnachweis der Modellsportverbände von Nutzen.

Falls du hoffst, mit dem Kenntnisnachweis der Modellsportverbände eine Erlaubnis von den Landesluftfahrtbehörden zu bekommen (z.B. für eine Ausnahme vom verbotenen Betrieb), muss ich dich leider enttäuschen. Diese werden die Bescheinigung der Modellsportverbände in aller Regel nicht berücksichtigen.

In der folgenden Tabelle möchte ich noch mal herausstellen, wie sich die zwei Arten des Kenntnisnachweises unterscheiden:

BerechtigungenPrüfung bei anerkannter StelleEinweisung durch Luftsportverband
Nutzung zur FreizeitgestaltungJaJa
Sonstige NutzungJaNein
Ausnahmen vom verbotenen Betrieb 1JaNein
Drohnen über 2 KilogrammJaJa
Drohnen über 5 Kilogramm 1JaNein
Allgemeinverfügungen nutzbarJaNein

 1 auf Antrag bei der Landesluftfahrtbehörde

Kurz zusammengefasst: Mit hoher Wahrscheinlichkeit bringt dir die Belehrung durch einen Modellsportverband keinerlei Vorteile. Es sei denn, du hast einen Copter, der mehr als 2 Kilogramm wiegt. Natürlich kann es nie schaden, sich weiterzubilden. Falls du jedoch den Kenntnisnachweis ablegen möchtest, um deine Kompetenzen zu erweitern und um von Allgemeinverfügungen oder Einzelgenehmigungen der Landesluftfahrtbehörden zu profitieren, bringen dich die Verbände nicht weiter. In diesem Fall solltest du unbedingt eine Prüfung bei einer anerkannten Stelle ablegen, so wie wir es beim Kopter Profi gemacht haben.

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Wie lang ist der Kenntnisnachweis gültig?

Nach der Ausstellung ist die Bescheinigung über die bestandene Prüfung theoretisch für fünf Jahre gültig.

Aber warum nur theoretisch?

Am 01.01.2021 treten europaweit neue Regeln für die Nutzung von Drohnen in Kraft. Im Zuge der Neuregulierung sind neue Schulungsnachweise vorgesehen, die den bisherigen Kenntnisnachweis ablösen werden. Für eine Übergangsdauer von einem Jahr werden die alten Drohnen-Führerscheine noch anerkannt. Wenn du also jetzt noch einen Kenntnisnachweis absolvierst, dann wird dieser bis zum 31.12.2021 noch gültig sein. Doch danach kann man sich nicht mehr auf die Schulung berufen. Das ist auch sinnvoll, da sich ja der gesamte rechtliche Rahmen für die Nutzung von Drohnen ändern wird.

Hast du noch weitere Fragen zum Kenntnisnachweis für Multicopter-Steuerer? Dann ab damit in die Kommentare!

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Foto von Francis
Über den Autor

Seit 2014 lässt mich die Begeisterung für Kamera-Drohnen nicht mehr los. Als Fotograf und Filmemacher bieten sie mir eine unglaubliche Bandbreite an Gestaltungsmöglichkeiten. Dank Drohnen konnte ich überall auf der Welt ganz besondere Perspektiven einfangen, die ohne die neue Technik undenkbar wären. Doch in all den Jahren hat sich viel geändert und es stellt eine gewisse Herausforderung dar, als Drohnen-Pilot die technischen und rechtlichen Entwicklungen zu verfolgen. Deswegen haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, dir hier im Drohnen Camp alles Wichtige für den Umgang mit deinen Drohnen verständlich zu erklären. Falls noch Fragen zu diesem Artikel offengeblieben sein sollten oder du Erfahrungen mit uns teilen willst, dann schreibtuns gern einen Kommentar und wir versuchen dir so schnell wie möglich zu helfen! Du willst noch mehr Tipps? Dann schau dir auch gern unsere Plus-Mitgliedschaft an. Als Plus-Mitglied erhältst du Zugriff auf all unsere Video-Kurse, die Drohnen-Spots, eine Versicherung (optional) und vieles mehr. Jetzt informieren

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