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Unser Test der Yuneec Mantis G: Darum solltest du die Finger davon lassen

Yuneec hat mit dem Mantis G eine eigene faltbare 4K-Drohne auf den Markt gebracht. Warum wir mit der Kamera-Drohne nicht zufrieden sind und wie sie im Vergleich zur Konkurrenz abschneidet, kannst du in diesem Artikel nachlesen.

Yuneec Mantis G im Test

Faltbare Drohnen sind zum Reisen einfach perfekt. Das hat auch Yuneec erkannt und nun mit der Mantis-Reihe eine eigene faltbare Reisedrohne vorgestellt. Während der Mantis Q noch nicht über ein Gimbal zur Bildstabilisierung verfügte, wurde der aktuelle Mantis G nun mit einem solchen mechanischen Stabilisator ausgestattet.

Wir waren ganz neugierig, wie sich der Mantis G in der Luft verhält. Schon vor einigen Jahren sind wir gern mit Yuneec-Drohnen geflogen und umso gespannter waren wir, den Quadrocopter auszutesten.

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Lieferumfang und der erste Eindruck

Zum Lieferumfang des Yuneec Mantis G gehört neben der Drohne die Fernsteuerung, ein komplettes Set mit Ersatzpropellern, eine Dreifach-Ladestation mit Netzkabel sowie ein USB-Kabel. Ein Lightning-Kabel für eine Verbindung zum iPhone ist leider nicht enthalten, obwohl auf dem Karton groß mit „Made for iPhone“ geworben wird. In dem Zusammenhang möchte ich aber auch betonen, dass du den Mantis G auch mit einem Android-Smartphone (ab Version 5.0) nutzen kannst.

Die Drohne wirkt auf mich sehr robust und wiederstandfähig, was ich für den Einsatz in der freien Natur ziemlich cool finde. Bei anderen Drohnen dieser Kategorie, wie z.B. der Parrot Anafi, muss man manchmal Angst haben, dass schnell Teile kaputt gehen. Dementsprechend vorsichtiger gehe ich mit diesen Modellen um. Beim Yuneec Mantis G habe ich aber von Anfang an das Gefühl, dass der Flieger sich nicht so schnell beschädigen lässt.

Lieferumfang der Yuneec Mantis G

Positiv aufgefallen ist mir noch der Fakt, dass du die Knüppel der Fernbedienung auch nach unten drücken und damit weitere Steuerungsmöglichkeiten nutzen kannst.

Die ersten Flüge mit dem Yuneec Mantis G

Wie oben bereits geschrieben, waren wir sehr gespannt auf die ersten Testflüge mit dem Yuneec Mantis G. Die Drohne lässt sich entweder mit dem Smartphone steuern oder in Kombination mit der Fernsteuerung. Wir empfehlen immer die Fernsteuerung zu nutzen, weil das u.a. die Bedienung erleichtert und größere Reichweiten erlaubt.

Damit du auf dem Smartphone die Bildübertragung siehst und deine Einstellungen vornehmen kannst, musst du die Yuneec Pilot App installieren.

Nachdem alles richtig eingerichtet ist, kann der Yuneec Mantis G auch die Lüfte erobern. Bitte beachte, dass es einen kurzen Moment braucht, bis die Verbindung zwischen den Geräten hergestellt ist.

Checkliste: Was du vor dem ersten Start benötigst
  1. Versicherungsschutz: Wie empfehlen diese Drohnen-Versicherungen.
  2. Feuerfeste Plakette: Hier kannst du passende Drohnen-Kennzeichen bestellen.
  3. Eine Speicherkarte: MicroSD-Karten gibt es hier.
  4. Kabel: Für die Verbindung zwischen Fernsteuerung und Smartphone, wahrscheinlich kannst du dein Ladekabel nutzen

Die Flugeigenschaften des Mantis G haben uns sehr gut gefallen. Der Quadrocopter lässt sich wunderbar manövrieren und reagiert sehr gut auf die Steuerungsbefehle. Im Sportmodus beschleunigt das Fluggerät sehr schnell und erreicht hohe Geschwindigkeiten (max. 72 km/h laut Hersteller). Die maximale Flugzeit soll bei 33 Minuten liegen, was sich ungefähr mit unseren Erfahrungen deckt.

Uns hat es also wieder richtig Spaß gemacht, mit einer Yuneec-Drohne zu fliegen.

Fernsteuerung der Yuneec Mantis G

Es gibt dennoch ein paar kleine Kritikpunkte, die uns aufgefallen sind und die wir nicht unerwähnt lassen wollen. Der Yuneec Mantis G greift zur Positionsbestimmung sowohl auf GPS- als auch auf GLONASS-Satelliten zurück, wie es auch bei der Konkurrenz der Fall ist. Zudem besitzt der Yuneec Mantis G nach unten gerichtete Ultraschallsensoren, die dabei helfen sollen, die Position genauer zu halten.

Soweit die Theorie.

Bei unseren Flügen ist der Mantis G jedoch auch bei wenig bis mittleren Wind umhergetänzelt und hat seine Position eben nicht so gehalten, wie wir es uns gewünscht hätten. Die Drohne wich im Schwebeflug gut einen halben Meter zu allen Seiten ab und auch in der Höhe gab es Abweichungen von etwa 10-20 Zentimetern.

Weil uns der direkte Vergleich interessiert hat, ließen wir bei denselben Bedingungen auch die DJI Mavic Mini fliegen, die in Bezug auf die Positionsbestimmung mit ähnlichen technischen Daten daherkommt. Und wir erlebten einen Unterschied wie Tag und Nacht. Die DJI Mavic Mini bewegt sich kaum von der Stelle und war im Schwebeflug wie festgenagelt.

Schau dir hier unseren Testbericht zur DJI Mavic Mini an

Das hat uns sehr überrascht, weil der Mantis G auf ein doppelt so hohes Gewicht kommt wie die DJI Mavic Mini und daher durch die höhere Trägheit weniger anfällig sein müsste für Windstöße. Doch leider bewahrheitet sich diese Annahme in der Realität nicht. Offenbar hat Yuneec hier noch Optimierungspotential bei der Flugsoftware bzw. der Optimierung der Positionsdaten.

Yuneec Mantis G im Test

Den zweiten Minuspunkt vergebe ich für die Funktionsweise des Return-To-Home Modus, wenn der Akku leer wird. Laut den Einstellungen in meinem iPhone sollte die Drohne zurück zum Startpunkt kommen (alternativ lässt sich auch Position des Piloten festlegen), sobald der Akku bei einer Ladung von weniger als 20% ist. Tatsächlich wurde der Return to Home Modus schon bei 35% ohne Vorankündigung ausgelöst.

Natürlich ist es unglücklich, wenn sich ein Fluggerät selbstständig macht. Wenn man das Verhalten kennt, kann man sich darauf einstellen und damit arrangieren. Zudem lässt sich der Return To Home Modus natürlich auch abbrechen und die Kontrolle über die Drohne schnell zurückerlangen.

Unabhängig von den zwei Kritikpunkten ist der Yuneec Mantis G dennoch ein tolles Fluggerät, mit der du jede Menge Spaß haben wirst. Du musst eben nur wissen, dass du mehr Abstand zu Hindernissen einhalten und auf den frühen Return To Home vorbereitet sein solltest.

Die Kamera des Yuneec Mantis G

Die meisten Käufer einer Drohne wollen nicht nur fliegen, sondern auch schöne Luftaufnahmen anfertigen. Lass uns deswegen nun mal schauen, was die Kamera des Mantis G für Fotos und Videos liefert.

Der Yuneec Mantis G ist mit einer 13-Megapixel-Kamera (4160 x 3120 Pixel) ausgerüstet, mit der sich 4K-Videos aufzeichnen lassen. Die Bildstabilisierung erfolgt beim Mantis G mechanisch in zwei Achsen, die dritte Achse wird mit der Software ausgeglichen. Leider werden nicht alle Kräfte, die während des Fluges auf die Drohne einwirken, kompensiert und insbesondere beim Filmen aus der Luft sind Vibrationen deutlich erkennbar. Besonders stark tritt dieser Effekt beim Beschleunigen und Abbremsen auf.

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Bilder lassen sich ganz normal per Knopfdruck aufzeichnen. Darüber hinaus lassen sich auch Zeitraffer und Serienbilder erstellen oder Bilder mit einem Zeitauslöser verewigen. Auch eine Gestensteuerung und eine Gesichtserkennung ist nutzbar. Damit wird es einfacher, sich selbst zu fotografieren.

Fotos lassen sich als JPEG- und als DNG-Datei abspeichern, wodurch eine professionelle Bildbearbeitung möglich werden soll. Bei den DNG-Bildern stört mich, dass ein starker Fischaugeneffekt zu erkennen ist, sodass man in der Nachbearbeitung einen weiteren Schritt erledigen muss.

Doch auch mit den JPG-Aufnahmen bin ich nur mäßig zufrieden. Wir sind bei gleichen Lichtverhältnissen sowohl mit dem Yuneec Mantis G als auch mit dem Konkurrenzprodukt DJI Mavic Mini geflogen. Die Aufnahmen der Mavic Mini wirken schärfer, sind kontrastreicher und weisen natürlichere Farben auf.

Als ich mir unsere Testaufnahmen angesehen habe, bin ich fast vom Hocker gefallen. Schon bei einer ISO von 160 sind die Fotos so sehr verrauscht, dass man auch mit einem DNG-Foto nicht mehr viel retten kann. Bei Motiven, die sich sehr nah an der Drohne befinden, fallen die Artefakte sehr stark auf. Bei größeren Entfernungen relativiert sich der Effekt, doch wenn man genau hinschaut, sind auch diese Bilder nicht besonders scharf.

So sehr ich von den Flugeigenschaften des Mantis G begeistert war, um so enttäuschter bin ich von der Kamera der Drohne.

Weitere Features des Yuneec Mantis G

Der Yuneec Mantis G kommt mit weiteren spannenden Features. Dazu zählt unter anderem die Sprachsteuerung, dank der du keine Fernsteuerung in der Hand halten musst. Das ist eine ganz witzige Funktion, die auch sehr gut funktioniert.

Darüber hinaus verfügt der Mantis G über diverse intelligente Flug-Programme, mit denen die Drohne bestimmte Manöver automatisiert erledigt. So lassen sich festgelegte Positionen abfliegen, Objekte umkreisen oder sogar verfolgen.

Die Yuneec Mantis G im Flug

Eine Funktion vermisse ich jedoch beim Mantis G – und zwar die Hinderniserkennung. Yuneec ist mit dem Typhoon H vor wenigen Jahren noch als Pionier in diesem Bereich aufgetreten. Leider hat man hier den Anschluss verloren und den Mantis G gleich gar nicht damit ausgestattet. Ob man eine Hinderniserkennung wirklich braucht, ist zurecht umstritten. Dennoch hätte ich in der Preisklasse, in der der Mantis G verkauft wird, zumindest eine nach vorn ausgerichtete Objekterkennung erwartet.

Leider gibt es Probleme mit der Funkverbindung

Yuneec gibt die maximal mögliche Funkreichweite bei optimalen Bedingungen mit zwei Kilometern an. Da bei diesen Entfernungen ein Flug innerhalb der Sichtweite nicht mehr gegeben ist (so wie es gesetzlich vorgeschrieben ist), haben wir diese Distanz nicht ausprobiert. In vernünftigen Entfernungen konnten wir beim Steuern keinerlei Beeinträchtigungen der Funkverbindung feststellen. Die Bedienung der Drohne war immer problemlos möglich.

Nicht ganz so reibungslos lief jedoch die Übertragung des Kamera-Bildes auf dem Smartphone. Zwar konnte ich den Mantig G immer ohne Schwierigkeiten manövrieren, doch beim Betätigen des Kamera-Auslösers wird die Liveübertragung kurz unterbrochen und es erscheint nur ein schwarzer Bildschirm. Beim Fotografieren könnte ich mich eventuell noch damit abfinden.

Noch schlimmer wurde es jedoch beim Filmen. Als ich einmal die Videoaufnahme startete, fror das Bild komplett ein und ich konnte somit nicht sehen, was ich filme und wohin ich genau fliege.

Dieses Verhalten ist beim Filmen nur vereinzelt aufgetreten, jedoch ist das für mich ein sehr kritischer Punkt. Auf eine Kamera-Drohne muss man sich verlassen können und solche Pannen dürfen nicht vorkommen. Ich denke, dass Yuneec hier aber mit entsprechenden Software-Updates nachsteuern kann.

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Mein Fazit zum Yuneec Mantis G

Mit dem Mantis G schließt Yuneec zur Konkurrenz auf und bietet auf den ersten Blick eine solide Alternative zu den Produkten des Marktführers DJI an.

Bei genauerem Hinsehen zeigen sich allerdings eine Reihe von Problemen, die nicht unbedingt sein müssten. Insbesondere das verwackelte Filmmaterial stellt für mich ein echtes Kaufhindernis dar. Derartiges Footage würde ich für unsere Videos nicht verwenden wollen. Auch insgesamt ist die Qualität der Kamera eher unterdurchschnittlich.

Dazu kommen noch weitere Probleme (z.B. bei der Bild-Übertragung), die in diesem Preissegment nicht auftreten dürften.

Yuneec Mantis G im Schwebeflug

Demnach fällt mein Gesamtfazit nicht sehr positiv aus: Der Mantis G weist keinerlei Innovationen auf und auch die Funktionen, die mittlerweile selbstverständlich sein sollten, sind nicht sehr gut umgesetzt. Bei dem geforderten Preis finde ich einen Kauf der Mantis G leider nicht lohnenswert und Yuneec hat es wieder mal versäumt, eine echte Alternative zu den Produkten des Marktführers anzubieten. Das finde ich sehr schade, weil wir durchaus eine ganze Weile begeisterte Yuneec-Piloten waren und ein echter Wettbewerb der Branche gut tun würde! Dennoch können wir dir den Yuneec Mantis G derzeit nicht empfehlen.

Falls du auf der Suche nach einer Kamera-Drohne bist, würde ich dir zum aktuellen Zeitpunkt eher eines der folgenden Modelle ans Herz legen:

Hast du noch Fragen zum Kauf einer Drohne? Dann hinterlasse uns gerne einen Kommentar! Wir sind auch sehr auf deine Erfahrungen gespannt, wenn du selbst schon mit einer Mantis-Drohne von Yuneec geflogen bist!

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Über den Autor

Hey, ich bin Bina –Weltenbummlerin, Mediendesignerin und Bloggerin. Seit Januar 2015 reise ich mit Francis um die Welt. Immer im Gepäck ist eine Kamera-Drohne, mit der wir die schönsten Plätze aus der Luft festhalten. Auf unserem Blog teilen wir mit dir die besten Tipps für deine nächste Reise. Hast du noch Fragen zu diesem Artikel? Dann schreibe uns doch in den Kommentaren!

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