Drohnen-Gesetze in Indonesien
Verfasst von Francis Markert | Letzte Aktualisierung am 1. Oktober 2026 | 92 Kommentare

In diesem Beitrag stellen wir dir die Rechtslage für die Nutzung von Drohnen in Indonesien vor.
In Indonesien darfst du als Tourist mit deiner Drohne fliegen. Die Regeln stehen in zwei Verordnungen des Verkehrsministeriums: in der PM 37/2020 zum Luftraum und in der PM 63/2021 (Civil Aviation Safety Regulation Part 107) für Drohnen bis 25 kg.
Die wichtigste Nachricht vorweg: Eine Registrierung deiner Drohne ist als Ausländer nicht möglich. Das Verkehrsministerium registriert nur Drohnen, die indonesischen Staatsbürgern oder indonesischen Firmen gehören. Für Freizeitflüge im unkontrollierten Luftraum bis 120 Meter brauchst du nach unserem Verständnis auch keine Registrierung. Mehr dazu weiter unten.
Überblick: Drohnen-Gesetze in Indonesien
Mehr Infos zu Drohnen-Plaketten
Registrieren können nur indonesische Staatsbürger und Firmen (PM 63/2021, Butir 107.89). Für Freizeitflüge bis 7 kg im unkontrollierten Luftraum ist nach unserem Verständnis keine Registrierung nötig. Eine offizielle Bestätigung für Touristen liegt uns noch nicht vor.
Direktorat Jenderal Perhubungan Udara (Luftfahrtbehörde im Verkehrsministerium)
Kontaktzentrum des Verkehrsministeriums: info151@kemenhub.go.id

Registrierung: für Touristen nicht möglich
Drohnen zwischen 250 Gramm und 25 kg werden in Indonesien über das Online-Portal SIDOPI-GO registriert. Laut Verordnung (Part 107, Butir 107.89) geht das aber nur, wenn die Drohne einem indonesischen Staatsbürger oder einer indonesischen Firma gehört und der Antrag auch von ihnen kommt.
Genau das erleben unsere Leser: Ein Antrag wurde im September 2026 mit der Begründung abgelehnt, die Registrierung sei nur für indonesische Staatsbürger. Auch DJI-Apps schlagen die Registrierung bei SIDOPI-GO vor, obwohl sie für dich als Tourist nicht funktioniert.
Für Freizeitdrohnen nennt die Verordnung eigene Regeln (Butir 107.2): Die Drohne wird nur zum Vergnügen geflogen und wiegt höchstens 7 kg. Die Registrierungspflicht gehört nicht zu den Regeln, die dort für Hobbypiloten aufgezählt sind. Ein Leser hat außerdem vom Verkehrsministerium per Mail die Auskunft bekommen, dass Freizeitdrohnen unter 2 kg keine Registrierung brauchen. Eine 2-kg-Grenze steht allerdings in keiner der Verordnungen. Wir haben von Lesern die Rückmeldung erhalten, dass die Einreise mit einer kleinen Kameradrohne problemlos war. Eine offizielle schriftliche Bestätigung, dass Touristen ganz ohne Registrierung fliegen dürfen, liegt uns noch nicht vor.
Wenn du auf Nummer sicher gehen willst, frag vor deiner Reise beim Verkehrsministerium unter info151@kemenhub.go.id nach und nimm die Antwort ausgedruckt mit.
Weitere Regeln für Drohnen-Flüge im indonesischen Inselparadies
Drohnen-Flüge dürfen in Indonesien nur innerhalb der direkten Sichtweite des Piloten durchgeführt werden. Im unkontrollierten Luftraum darfst du ohne Genehmigung bis 120 Meter (400 Fuß) über Grund fliegen. Für höhere Flüge brauchst du eine Genehmigung der Luftfahrtbehörde. Den Antrag musst du mindestens 14 Werktage vor dem Flug stellen.
Die Verordnung verlangt, dass du für Schäden, die deine Drohne bei Dritten verursacht, einstehen kannst. Wer eine Genehmigung beantragt, muss eine Versicherung nachweisen. Eine Drohnen-Haftpflicht empfehlen wir dir deshalb ausdrücklich, auch für Freizeitflüge!
Sicherheitsabstände und Flugverbote bei Drohnenflügen in Indonesien
Ohne Genehmigung sind Flüge nur im unkontrollierten Luftraum gestattet. Rund um Flughäfen brauchst du eine Genehmigung, sobald du dich in der Sicherheitszone (KKOP) oder im kontrollierten Luftraum befindest. Das gilt auch im Umkreis von 3 Seemeilen (5,5 km) um Hubschrauberlandeplätze.
Ein Leser, selbst Privatpilot, hat beim Verkehrsministerium nachgefragt. Die Auskunft: Zu Flughäfen gilt ein Mindestabstand von 15 Kilometern. Reicht die Kontrollzone (CTR) weiter, ist die ganze Kontrollzone tabu. Das betrifft zum Beispiel den Flughafen Denpasar auf Bali, dessen Kontrollzone deutlich über 15 Kilometer hinausreicht. Prüfe deshalb vor dem Flug auf einer aktuellen Luftfahrtkarte, ob du dich im unkontrollierten Luftraum befindest.
Über Menschenmengen darfst du nicht fliegen. Die Verordnung sieht Flüge vorrangig außerhalb von Siedlungen vor. Über bewohntem Gebiet verlangt sie unter anderem eine Flugroute, die die Luftfahrtbehörde vorher genehmigt hat. Der Abstand zu Wolken muss mindestens 150 Meter (vertikal) beziehungsweise 600 Meter (horizontal) betragen. Die Sichtweite muss mindestens 4,8 Kilometer betragen.
Zu Flugverbotszonen und Gebieten mit Flugbeschränkungen müssen Drohnen mit Kameras einen Abstand von 500 Metern einhalten. In den Zonen selbst brauchst du die Erlaubnis der zuständigen Stelle.
Drohnen dürfen in Indonesien grundsätzlich nur von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang betrieben werden. Für Nachtflüge benötigst du eine Ausnahmegenehmigung.
Von einem fahrenden Auto oder Boot aus darfst du nur in dünn besiedelten Gegenden fliegen. Aus einem fliegenden Luftfahrzeug heraus ist der Betrieb ganz verboten.
Nationalparks, Tempel und Sehenswürdigkeiten
Nationalparks, Tempelanlagen und Sehenswürdigkeiten haben oft eigene Verbote, Gebühren oder Permit-Regeln. Unsere Leser berichten von Drohnengebühren im Komodo-Nationalpark und an den Reisterrassen von Jatiluwih auf Bali. Die Beträge reichen von wenigen Euro bis zu mehreren Millionen Rupiah. In Nusa Dua auf Bali wurde ein Leser direkt am Strand aufgefordert zu landen, weil der Ort in der Nähe des Flughafens liegt. Frag vor Ort am besten höflich nach, bevor du startest.
Vorschriften für gewerbliche Piloten
Für gewerbliche oder anderweitig genehmigungspflichtige Einsätze sind Registrierung, Fernpilotenzeugnis und Betriebsgenehmigung notwendig. Anträge laufen über das Online-Portal SIDOPI-GO. Bei Genehmigungsanträgen musst du einen Versicherungsnachweis vorlegen. Für Foto- und Filmaufnahmen verlangt die Behörde zusätzlich die Zustimmung der zuständigen Stellen oder der Eigentümer im Aufnahmegebiet.
Das Fernpilotenzeugnis (Remote Pilot Certificate) können nur indonesische Staatsangehörige ab 17 Jahren mit Englischkenntnissen beantragen. Da du als Ausländer weder registrieren noch das Zeugnis erwerben kannst, geht ein gewerblicher Einsatz praktisch nur über ein indonesisches Drohnenunternehmen oder eine Ausnahmegenehmigung der Luftfahrtbehörde.
Strafen in Indonesien
Wer ohne Erlaubnis in der Sicherheitszone eines Flughafens fliegt und dabei den Luftverkehr gefährdet, riskiert nach dem Luftfahrtgesetz bis zu drei Jahre Haft und eine Geldstrafe von bis zu 1 Milliarde Rupiah. Die Behörden dürfen Drohnen außerdem mit Störsendern zur Landung zwingen und Verstöße auf eine schwarze Liste setzen.
Warst du schon mit einer Drohne in Indonesien oder hast du beim Verkehrsministerium nachgefragt? Schreib uns in die Kommentare unter diesem Beitrag, welche Auskunft du bekommen hast und wie es bei der Einreise und vor Ort lief. Damit hilfst du allen, die eine Reise nach Indonesien planen.
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Mehr InformationenDie hier aufgelisteten Drohnen-Regeln für Indonesien haben wir nach bestem Wissen recherchiert. Die Richtigkeit der Angaben können wir leider nicht garantieren. Wenn du auf Nummer sichergehen willst, dann kontaktiere die indonesische Luftfahrtbehörde. Alternativ kannst du auch bei der indonesischen Botschaft in Deutschland um weitere Informationen zu den Vorschriften bitten. Hinterlasse uns bitte einen Kommentar, wenn du Neuigkeiten erfährst und/oder selber Erfahrungen mit deiner Drohne in Indonesien gesammelt hast!

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