Drohne in den Urlaub und auf Reisen mitnehmen: Daran musst du denken

Unsere DJI Phantom 2 im Einsatz
Unsere alte DJI Phantom 2 im Einsatz

Wenn du dir eine Drohne kaufst, willst du damit sicherlich auch die schönsten Momente im Jahr verewigen. Dazu zählt für viele der Urlaub. Das Reisen mit einer Drohne ist dabei längst nicht mehr so kompliziert wie noch vor wenigen Jahren. In diesem Beitrag erfährst du alles von uns, was du für deine Reisevorbereitung wissen musst.

Wie schon geschrieben: Wenn du mit einer Drohne verreist, bist du heutzutage sicherlich nicht mehr der erste Drohnen-Pilot im Land. Viele Einheimische und auch die Behörden kennen die fliegenden Kameras längst. Daher kann ich dir an dieser Stelle deine Bedenken ein wenig nehmen. Dennoch geht es nicht ohne Vorbereitung.

Beachte die Drohnen-Gesetze im Urlaubsland

Die Regeln zum Betrieb unbemannter Fluggeräte unterscheiden sich weltweit sehr stark. Deswegen ist es unerlässlich, sich frühzeitig mit den aktuell gültigen Regeln zu beschäftigen. In besonders harten Fällen könnte sonst deine teure Drohne auf der Reise beschlagnahmt werden oder du musst sogar Gefängnis fürchten. Auch wenn es sich um Ausnahmefälle handelt, solltest du dir dessen bewusst sein.

Die Suche nach den gültigen Regeln ist extrem aufwändig. Deswegen findest du auf unserer Internetseite zu fast allen Ländern die gültigen Drohnen-Gesetze. Wir halten die Artikel so aktuell wie möglich. Einen schnellen Einstieg findest du über unsere Weltkarte:

Drohnen-Gesetze im Ausland

Weltkarte privat Placeholder
Weltkarte privat

Bei einer gründlichen Vorbereitung steht in den meisten Ländern einem schönen Drohnen-Urlaub also nichts mehr im Weg. Viele Drohnenpiloten planen ihre Reiseziele mittlerweile anhand unserer Karten.

Mit einer Drohne im Flugzeug

Die meisten Reisen werden wohl in einem Flugzeug stattfinden. Da stellt sich die Frage, ob die Drohne mit ins aufgegebene Gepäck oder ins Handgepäck gehört. Wir nehmen unsere Drohnen samt Zubehör seit Jahren immer mit ins Handgepäck aus diesen drei Gründen:

  1. Die Akkus sind Gefahrgut und dürfen nur im Handgepäck befördert werden.
  2. Die Drohne kostet viel Geld und ein Verlust würde schmerzen. Im Handgepäck ist die Wahrscheinlichkeit des Verlustes geringer.
  3. Das normale Gepäck wird oft auf Transportbänder geworfen und ich möchte nicht, dass dabei etwas kaputt geht.

Falls du im Handgepäck nicht genug Platz hast, steht es dir auch meistens frei, deine Drohne im aufgegebenen Gepäck zu transportieren. Ich rate jedoch aus den genannten Gründen davon ab, solang du die Wahlfreiheit hast. Einige Airlines wie z.B. Emirates verbieten jedoch die Mitnahme der Drohne im Handgepäck.

In dem Zusammenhang möchte ich nochmal betonen, dass die Ersatz-Akkus immer im Handgepäck transportiert werden müssen (selbst wenn die Drohne ins Aufgabegepäck muss). Die Fluglinien haben umfangreiche Richtlinien zum Umgang mit Gefahrgütern, worunter auch die Drohnenakkus zählen. Um dir deine Reisevorbereitung zu vereinfachen, haben wir einen ausführlichen Artikel dazu geschrieben, welche Bestimmungen für den Transport von Drohnen bzw. LiPo-Akkus in Flugzeugen gelten.

Das musst du zum Transport von Drohnen & LiPo-Akkus im Flugzeug beachten

Unsere Erfahrungen an Flughäfen

Mittlerweile ist es in Deutschland zum Standard geworden, dass an Flughäfen ein Sprengstofftest durchgeführt wird, sobald das Sicherheitspersonal eine Drohne identifiziert hat. In den meisten anderen Ländern wird am Flughafen einfach der Rucksack gescannt. Ein einziges Mal mussten wir erklären, was sich in unserem Rucksack befindet. Das Sicherheitspersonal am Flughafen von Kalkutta notierte sich schließlich den Vermerk “Toy” mit unseren Passnummern in ein Buch und wir durften weitergehen.

Mitnahme von Drohnen während einer Kreuzfahrt

Nicht nur in Flugzeugen gibt es Sicherheitsvorschriften für den Transport von Drohnen. Auch die großen Reedereien haben auf die Beliebtheit von Drohnen reagiert und eigene Regeln definiert. In aller Regel darf auf einem Kreuzfahrtschiff keine Drohne gestartet werden. Für die Mitnahme von Drohnen gibt es jedoch unterschiedliche Bestimmungen, die wir dir in einem eigenen Artikel zusammengefasst haben:

Drohne & Kreuzfahrt – was es zu beachten gibt

Gefahren beim Fliegen mit einer Drohne

Francis beim Fliegen In Ella, Sri Lan
Francis beim Fliegen in Sri Lanka

Im Ausland können einige besondere Gefahren lauern, insbesondere im unbekannten Terrain.

Um vorzubeugen, inspizieren wir jeden Flugort nach Stromleitungen, Windrichtung, Passanten und Tieren. Man muss genau wissen, wo sich Personen aufhalten. Man sollte nicht über Menschenmengen fliegen und ein Auge dafür haben, ob womöglich jemand etwas stehlen könnte, während man beim Drohnen-Flug abgelenkt ist.

Zudem haben sich bisher vor allem Hunde und größere Vögel als sehr aggressiv gegenüber unseren Drohnen gezeigt. Beim Landen ist es uns schon mehrfach passiert, dass umherlaufende Hunde angerannt kamen und die Drohne anspringen und beißen wollten.

Achte auch darauf, dass du an Gewässern und Küsten nicht in der Nähe von Brutplätzen fliegst sowie die Umgebung immer mit im Blick behältst. Bei uns ist es schon mehrfach vorgekommen, dass ein Adler über unserer Drohne mit Kreisen anfing. Zur Sicherheit der Tiere und der Technik ist ratsam, die Flughöhe zu minimieren und gegebenenfalls kurz zu landen. Meist zogen die Vögel dann ab und wir konnten in Ruhe weiterfliegen.

Neben all den kleineren Gefahren, die ich eben genannt habe, ist es allerdings am wichtigsten, sich selbst als Pilot nicht zu überschätzen, schon vor der Reise genügend Flugübung zu haben und Rücksicht auf andere Menschen zu nehmen.

Es gab schon zu viele Anfänger, die ihre Drohne auf einem Boot ohne genügend Erfahrung gestartet und direkt im Meer versenkt haben. Das ist nicht nur schade um das viele Geld, sondern u.U. auch eine ökologische Katastrophe, wenn Akkus nicht wieder geborgen werden können und die Chemikalien ins Gewässer gelangen.

Fliegen mit Drohne über Wasser von einem Boot aus

Weitere Tipps

Bei Reisen in tropische Länder bzw. Regionen mit hoher Luftfeuchtigkeit besteht die Gefahr, dass sich im Gehäuse der Drohne Schimmel bildet. Um das zu vermeiden, kann man Silica Gel in den Rucksack packen.

Für den Fall, dass man doch einmal von einem Polizisten ausgefragt wird, habe ich noch zwei Dokumente im Rucksack: Meinen europäischen Drohnenführerschein und den englischsprachigen Nachweis für die Haftpflichtversicherung der Drohne.

Eine Versicherung sollte man auf jeden Fall haben. Auf dieser Seite findest du umfangreiche Infos zum Thema der Drohnenversicherungen.

Ratgeber Drohnen-Versicherungen

Die richtige Drohne zum Reisen

Während wir 2015 noch mit einem eigenen, schweren Drohnen-Rucksack unsere Weltreise starteten, sind Drohnen mittlerweile sehr kompakte Geräte beliebt, die locker in einen anderen Rucksack passen. Dabei bieten sie trotzdem eine hervorragende Aufnahmequalität und sind einfach zu fliegen.

Zum Reisen sind insbesondere die drei folgenden Drohnen-Modelle zu empfehlen:

DJI Mini 5 Pro Drohne kaufen

DJI Mini 5 Pro Fly More Combo

1.129,00 Euro

  • Ultraleichte Drohne mit nur 249,9 Gramm Aufstiegsgewicht
  • Flugzeit bis 36 Minuten
  • 4K-Kamera mit lichtstarkem Objektiv
  • 1‑Zoll‑CMOS‑Sensor mit 50 Megapixeln
  • Kollisionsschutz in all Richtungen
  • Aufnahmen im Portraitformat durch drehbare Kamera (perfekt für Social Media)
DJI Mavic 4 Pro mit Dreifachobjektiv

DJI Mavic 4 Pro

ab 2.699 Euro (inkl. Zubehör)

  • Drohne mit drei Kameras: 4/3″-Hasselblad- und zwei Telekameras
  • Infinity-Gimbal gibt mehr kreative Spielräume
  • Flugdauer von 51 Minuten
DJI Air 3

DJI Air 3

ab 1.099 €

  • Flugzeit von 46 Minuten
  • Zwei 4K-Kameras mit 1/1,7″ CMOS Sensor
  • Hinderniserkennung in alle Richtungen
  • C1 klassifizierte Drohne

Falls du weitere Hilfen bei der Auswahl der richtigen Drohne brauchst, empfehle ich dir unseren Ratgeber Drohne kaufen und unsere Aufstellung aller wichtigen Kamera-Drohnen.

Unsere Drohnen-Videos

Auf unseren Reisen sind schon einige Videos entstanden. Schaue dir diese gern als Inspiration an!

Du siehst gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicke auf die Schaltfläche. Bitte beachte, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Weitere Informationen

Welche Erfahrungen hast du auf Reisen mit deiner Drohne gesammelt? Wir sind gespannt auf deinen Kommentar!

Francis Profilbild Hexagon
Über den Autor

Francis Markert ist der Experte, wenn es um die private oder professionelle Drohnennutzung geht. Als erfahrener Drohnenpilot hilft er dir dabei, deine Drohne effizient und rechtssicher einzusetzen. Seit vielen Jahren widmet sich Francis der Ausbildung von Drohnenteams und Einzelpersonen, um deren Sicherheit im Umgang mit Drohnen zu gewährleisten. Er ist seit 2020 ein vom Luftfahrtbundesamt anerkannter Prüfer und darf neben praktischen und theoretischen Schulungen auch Prüfungen zu den großen Drohnenführerscheinen (Fernpilotenzeungis A2 und STS) abnehmen.

Mit seiner Ausbildungs- und Beratungstätigkeit unterstützt Francis professionelle Anwender in Unternehmen und Behörden genauso wie interessierte Einzelpersonen. Außerdem ist Francis Autor des erfolgreichen Buches „Drohnen: Die große Fotoschule“ und Mitbegründer von Drohnen-Camp Plus, dem Mitgliederbereich für die Drohnencommunity.

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