Drohnen-Gesetze in Südafrika
Verfasst von Francis Markert | Letzte Aktualisierung am 27.04.2026 | 64 Kommentare

Südafrika ist ein beeindruckendes Reiseziel für Drohnenaufnahmen. Das Land bietet eine außergewöhnliche Vielfalt an Landschaften – von dramatischen Küsten entlang der Garden Route über Savannen mit Wildtieren bis hin zu spektakulären Berglandschaften wie den Drakensbergen oder dem berühmten Tafelberg. Diese Vielfalt macht Südafrika zu einem besonders attraktiven Ziel für alle, die mit einer Drohne fotografieren oder filmen möchten.
Allerdings gelten im Land relativ strenge Regeln für den Betrieb von Drohnen. Damit du sicher und legal fliegst, bekommst du hier einen einfach verständlichen Überblick über die aktuellen Drohnen-Gesetze in Südafrika.
Überblick: Drohnen-Gesetze in Südafrika
Mehr Infos zu Drohnen-Plaketten
Für rein private Drohnenflüge ist keine Registrierung erforderlich. Für kommerzielle oder professionelle Nutzung müssen Drohne und Betreiber bei der SACAA registriert werden.
UAS Department der SACAA: rpasInbox@caa.co.za
Weitere Auflagen für Drohnenflüge in Südafrika
Die gute Nachricht: Du darfst auch als Tourist in Südafrika Drohne fliegen. Allerdings gibt es einige wichtige Regeln, die du unbedingt beachten musst.
Flughöhe und Entfernung
Bei privaten Drohnenflügen gelten folgende Einschränkungen:
- Deine Drohne muss sich immer in Sichtweite (VLOS) befinden.
- Die maximale Entfernung beträgt etwa 500 Meter.
- Geflogen werden darf nur bei Tageslicht.
Zusätzlich gilt für private Drohnenflüge eine maximale Flughöhe von 150 ft (ca. 45 Meter). Dabei darf die Drohne nicht höher als das höchste Hindernis im Umkreis von 300 Metern steigen.
Du darfst nur bei guten Sichtbedingungen fliegen. Flüge in Wolken oder bei schlechter Sicht sind verboten.
Gewicht der Drohne
Für private Flüge sind nur Drohnen unter 7 kg erlaubt. Schwerere Drohnen dürfen nur mit entsprechender Genehmigung von der South African Civil Aviation Authority (SACAA) geflogen werden.

Strafen bei Verstößen
Verstöße gegen die Drohnengesetze können in Südafrika streng geahndet werden. Wer sich nicht an die geltenden Gesetze hält, muss mit einer Haftstrafe von bis zu zehn Jahren rechnen und/oder einer Geldstrafe von bis zu 50.000 Rand (etwa 3.550 Euro). Die genaue Höhe hängt vom Einzelfall ab.
Besondere Verbote
Ein eher ungewöhnlicher Punkt: Die südafrikanische Regierung hat verboten, mithilfe von Drohnen zu angeln.
Sicherheitsabstände und Flugverbote
Zu Flughäfen ist ein Abstand von mindestens 10 Kilometern einzuhalten.
In Südafrika darfst du maximal 50 Meter an Personengruppen und öffentliche Straßen heran fliegen. Gleiches gilt für Privatgrundstücke, solang du keine Zustimmung vom Eigentümer erhalten hast.

In vielen Nationalparks sind Drohnen grundsätzlich verboten. So haben wir bereits gehört, dass Autos im Krüger Nationalpark vor der Einfahrt kontrolliert und Drohnen ggf. beschlagnahmt werden. Zudem hat uns ein Einheimischer vor Ort erklärt, dass neben dem Drohnenverbot in und über Nationalparks ein zusätzliches Drohnenflugverbot im Umkreis von 300 Metern um den Park eingehalten werden muss.

Unser Tipp: Mit einer Drohnen-Kamera mit Zoom kannst du Tiere filmen, ohne ihnen zu nahe zu kommen.
Ein Flugverbot gilt ebenfalls in der Nähe von oder über Gefängnissen, Polizeistationen, Unfall- oder Tatorten oder sensibler Infrastruktur. Generell gilt: Flüge über sicherheitsrelevante Bereiche sind tabu.
Eine gute Orientierung für mögliche Flugverbotszonen bietet die interaktive Karte eines privaten Drohnenverbands aus Südafrika:
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Weitere InformationenWichtig: Dabei handelt es sich nicht um eine offizielle Karte der Luftfahrtbehörde (SACAA). Einige Bereiche, wie zum Beispiel Nationalparks, sind dort nicht immer als Flugverbotszonen gekennzeichnet. Nutze die Karte daher nur zur groben Orientierung und informiere dich im Zweifel zusätzlich über die aktuellen Regeln vor Ort.
Regeln für südafrikanische Drohnenbetreiber
Eine Registrierung für südafrikanische Privatnutzer ist erforderlich. Den Antrag findest du hier. Diesen musst du mit allen Nachweisen beim Direktor der Zivilluftfahrt per E-Mail an registration@caa.co.za einreichen. Das Original des Antrags muss bei der SA Civil Aviation Authority, Aircraft Registry, Ikhaya Lokundiza, Building 16, Treur Close, Waterfall Park, Bekker Street, Midrand, eingereicht oder per Einschreiben an Private Bag X73, Halfway House 1685, geschickt werden, zusammen mit den auf Seite 4 des Formulars aufgeführten Nachweisen und der vorgeschriebenen Gebühr.
Die Gebühren für die Registrierung betragen aktuell 935 Südafrikanische Rand (ca. 48 Euro). Die Genehmigung, die du im Anschluss erhältst ist 12 Monate gültig.

Regeln für gewerbliche Drohnenbetreiber
Für kommerzielle Flüge müssen extrem viele Auflagen erfüllt werden. Schau dir am besten den obenstehenden Link an. In der rechten Seitenspalte sind viele weitere Informationen verlinkt.
Als gewerblicher Drohnenbetreiber musst du ein sogenanntes Flight Folio führen und folgende Angaben in Form eines Flugblattes ausbewahren:
- UA-Registrierung
- Datum
- Namen des Inhabers eines RPC
- Dienstzuweisung des Inhabers eines RPC
- Abflugort
- Ort der Ankunft
- Abfahrtszeit (außerhalb der Sperrzeit)
- Ankunftszeit (On-Block-Zeit)
- Flugstunden
- Art des Fluges
- Vorkommnisse, Beobachtungen (falls vorhanden)
- Unterschrift des Inhabers einer RPC
- die aktuelle Instandhaltungserklärung, in der der Instandhaltungsstatus des Luftfahrzeugs angegeben ist, welche planmäßige oder außerplanmäßige Instandhaltung fällig ist
- alle ausstehenden oder aufgeschobenen Instandhaltungsarbeiten, die den Betrieb der UA betreffen
- Treibstoff- und Ölverbrauch (falls zutreffend)
- Kraftstoff- und Ölverbrauch (falls zutreffend)
- Batterieladezustand (ggf. zu Beginn und am Ende des Fluges)
Zusätzlich ist ein Logbuch zu führen, das mindestens folgende Angaben enthalten muss:
- vollständiger Name
- Kennnummer
- Name des Arbeitgebers
- Aufzeichnungen über alle besuchten technischen Kurse
- Datum der Instandhaltung
- Typ und Marke der UA (z. B. Multirotor)
- durchgeführte Arbeiten (Inspektion, Reparatur, Überholung, usw.)
- Unterschrift des Qualitätssicherungspersonals
Besondere Bedingungen vor Ort
Neben den gesetzlichen Vorschriften solltest du in Südafrika auch die realen Flugbedingungen vor Ort nicht unterschätzen. Das Land bietet zwar spektakuläre Landschaften, gleichzeitig können die Bedingungen für Drohnenflüge deutlich anspruchsvoller sein als in Europa.
Starke und unberechenbare Winde
Gerade in Regionen wie Kapstadt oder entlang der Küste treten häufig starke und böige Winde auf. Besonders tückisch:
- Wind kann sehr plötzlich einsetzen.
- In höheren Flughöhen ist er oft deutlich stärker als am Boden.
- Fallwinde und Verwirbelungen sind in bergigen Regionen keine Seltenheit.
Selbst wenn es am Boden ruhig wirkt, kann deine Drohne in der Luft schnell an ihre Grenzen kommen.
Fliegen über Wasser
Viele der schönsten Motive liegen an der Küste oder über dem Meer. Dabei gilt:
- Über Wasser hast du keine Notfall-Landemöglichkeiten.
- Starker Wind und Gischt können die Drohne destabilisieren.
- Orientierung kann schwieriger werden (fehlende Referenzpunkte).
In Südafrika gilt mehr denn je: Lieber einmal zu vorsichtig als eine Drohne weniger.

Unsere Erfahrung und Quelle
Wir stehen seit 2017 im Austausch mit der südafrikanischen Luftfahrtbehörde (SACAA) und aktualisieren diesen Artikel regelmäßig auf Basis der aktuellen Vorschriften.
In der Vergangenheit haben wir die Auskunft erhalten, dass einige Drohnenvorschriften nur für einheimische Betreiber gelten. Hintergrund war, dass internationale Standards für grenzüberschreitende Drohnenoperationen lange Zeit fehlten. Die South African Civil Aviation Authority (SACAA) hat die Vorschriften für die Nutzung von Drohnen in Südafrika im Jahr 2023 aktualisiert. Demnach ist weiterhin keine Registrierung für Touristen erforderlich, wenn du deine Drohne nur für persönliche oder private Zwecke nutzt. Dennoch gelten die Vorschriften nun für alle Betreiber im Land, unabhängig von der Nationalität.

Wir haben Anfang 2026 zusätzlich nochmals nachgefragt, ob die Regeln genauso für Touristen gelten, aber bisher keine Antwort erhalten. Deshalb empfehlen wir, sich bei Drohnenflügen in Südafrika grundsätzlich an die offiziellen Sicherheitsregeln und Limits zu halten.
Südafrika ist für uns ein großartiges Land für Drohnenaufnahmen! Auch wenn wir durch unsere vielen Aufenthalte in Nationalparks nicht überall fliegen konnten, waren die Momente in der Luft dafür umso besonderer. Nicht jeder Ort eignet sich zum Fliegen, doch genau das macht die möglichen Flüge so einzigartig.
Wenn die Drohne einmal oben ist, wird man mit spektakulären Landschaften und Perspektiven belohnt, die man vom Boden aus nie erleben würde. Die Aufnahmen, die wir machen konnten, gehören für uns definitiv zu den schönsten unserer Reisen.
Ein- und Abreise mit Drohne
Auch bei der Einreise nach Südafrika hatten wir mit unserer Drohne keine Probleme.
- Die Drohne selbst hatten wir im Aufgabegepäck.
- Die Akkus haben wir im Handgepäck transportiert.
Das hat bei der Einreise problemlos funktioniert. Etwas anders war es bei unserem Inlandsflug von Port Elizabeth nach Johannesburg. Dort mussten wir unser Gepäck kurzfristig umpacken. Elektronische Geräte durften nicht im Aufgabegepäck bleiben. Selbst kleine Dinge wie die Taschenlampe unserer Kinder mussten wir herausnehmen und ins Handgepäck packen.
Unsere Drohnen-Akkus hatten wir zum Schutz in einer Akkuladestation verstaut. Diese wurde bei den Sicherheitskontrollen jedes Mal genau geprüft. Nachdem wir kurz erklärt haben, worum es sich handelt, war das aber kein Problem.
Unser Eindruck: Solange du Akkus im Handgepäck transportierst und auf Nachfrage erklären kannst, worum es sich handelt, ist die Mitnahme der Drohne in Südafrika in der Regel unkompliziert.

Warst du selbst schon mit Drohne in Südafrika und kannst uns von deinen Erfahrungen berichten? Wir sind gespannt auf deinen Kommentar!
Die hier aufgelisteten Drohnen-Regeln für Südafrika haben wir nach bestem Wissen recherchiert. Die Richtigkeit der Angaben können wir leider nicht garantieren. Wenn du auf Nummer sichergehen willst, dann kontaktiere die südafrikanische Luftfahrtbehörde. Alternativ kannst du auch bei der südafrikanischen Botschaft in Deutschland um weitere Informationen zu den Vorschriften bitten. Hinterlasse uns bitte einen Kommentar, wenn du Neuigkeiten erfährst und/oder selber Erfahrungen mit deinem Copter in Südafrika gesammelt hast!
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