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Drohnen-Gesetze in Spanien

In diesem Artikel haben wir für dich die Drohnen-Gesetze in Spanien zusammengefasst.

Drohne in Spanien fliegen

Durch die einzigartige Kultur und faszinierende Landschaft ist Spanien für viele ein beliebtes Reiseziel. Und das zurecht! Das südeuropäische Land hat von Stränden über Berge, Seen, Wäldern bis hin zu Steilküsten und Vulkanen die vielfältigsten Drohnenmotive zu bieten.

Erfahre in diesem Beitrag alles was du wissen musst, wenn du mit einer Drohne in Spanien fliegen möchtest.

Überblick: Drohnen-Gesetze in Spanien

Drohnen zum Freizeitgebrauch erlaubt? Ja, ohne weitere Anforderungen
Gewerbliche Nutzung von Drohnen erlaubt? Ja, nach Registrierung oder Genehmigung
Maximale Flughöhe:400 Fuß (121,9 Meter) im unkontrollierten Luftraum.
Ist eine Drohnen-Versicherung erforderlich? Ja, für gewerbliche Drohnen-Flüge. Wir empfehlen diese Drohnen-Versicherungen.
Benötigen Drohnen eine Kennzeichnung?Ja. Vollständiger Name des Besitzers und Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme müssen sichtbar an der Drohne und an der Fernsteuerung angebracht werden.
Drohnen-Plaketten können hier bestellt werden
Müssen Drohnen registriert werden? Nein.
Halte Abstand zu Flughäfen
Respektiere die Privatsphäre anderer Personen
Kontakte

Ansprechpartner der AESA ist unter drones.aesa@seguridadaerea.es zu erreichen.

Weitere Vorschriften für Drohnen-Piloten in Spanien

Drohnen-Flüge sind immer in direkter Sichtlinie durchzuführen, d.h. der Copter darf nicht weiter als 500 Meter vom Piloten entfernt sein. Bei FPV-Flügen muss eine zweite Person die Drohne mit bloßem Auge überwachen und in direktem Kontakt zum Piloten stehen.

Eine Luftfahrt-Haftpflichtversicherung wird in Spanien nur von gewerblichen Piloten verlangt. Dennoch empfehlt die Nationale Luftfahrtbehörde AESA, unbedingt eine entsprechende Police abzuschließen!

Gewerblich Piloten können bis zu einem Gewicht von 150 Kilogramm die Erlaubnis einholen.

Sicherheitsabstände und Flugverbote

Drohnen-Piloten müssen im unkontrollierten Luftraum einen Abstand von mindestens 8 Kilometern zu Flughäfen einhalten (15 Kilometer bei genehmigten Flügen außerhalb der Sichtweite).

Nicht erlaubt sind Flüge über Gebäuden, Siedlungen und Menschengruppen. Zu Gebäuden ist eine Distanz von 150 Metern zu wahren. Zu Personen, die nicht am Flugmanöver beteiligt sind, müssen 50 Meter Abstand gehalten werden. In Naturschutzgebieten können zusätzliche Auflagen gelten. Selbstverständlich sind auch Flüge im kontrollierten Luftraum untersagt. Flüge über Gebäuden und Personen sind dann erlaubt, wenn die Drohne weniger als 250 Gramm wiegt und eine Flughöhe von 20 Metern über Grund nicht überschritten wird.

Für Flüge in Nationalparks brauchst du eine Erlaubnis von der Verwaltung. Der Einsatz von Drohnen in Flugverbotszonen muss vom spanischen Verteidigungsministerium genehmigt werden (Bearbeitungszeit ca. eine Woche).

Der Einsatz von Multicoptern ist Spanien nur tagsüber erlaubt. Für Drohnen mit einer Startmasse unter 2 Kilogramm dürfen auch nachts Flüge durchgeführt werden, solang eine Flughöhe von 50 Metern über Grund nicht überschritten wird.

Besonderheiten für Drohnenflieger in Spanien

Regionale Behörden können eigene Auflagen zum Betrieb von Drohnen erlassen. Daher ist es immer sinnvoll, sich vor Ort nach entsprechenden Regeln umzuhören. Die regionale Polizeidienststelle ist da ein guter Anlaufpunkt für dich.

Vorschriften für gewerbliche Piloten

Um als gewerblicher Pilot in Spanien deine Drohne nutzen zu dürfen, musst du einige Hürden überwinden. Zunächst musst du dich bei der Agencia Estatal de Seguridad Aérea (AESA) als Operador registrieren. Dazu sendest du eine Comunicación Previa ein, die allerdings zertifiziert sein muss. Dies ist elektronisch mit einer digitalen Signatur möglich (und für Unternehmen sogar Pflicht). Du kannst aber auch persönlich zu einer Niederlassung der AESA gehen oder die Zertifizierung bei der Post oder einer spanischen Botschaft/einem Konsulat vornehmen lassen. Das Formular sendest du dann an:

División de RPAS
Agencia Estatal de Seguridad Aérea
Avenida Del General Perón, Nº 40. CP: 28020

Um Drohnenflüge mit Kamera unternehmen zu können, musst du mindestens 18 Jahre alt sein, eine Pilotenlizenz und ein medizinisches Zertifikat haben. Wir haben bisher keine Hinweise gefunden, dass ausländische Drohnenführerscheine als Lizenz anerkannt werden.

Die Pilotenlizenz kannst du an einer zertifizierten Flugschule erwerben und beinhaltet mehrstündige theoretische und praktische Kurse. Einige Anbieter führen solche Kurse auch in englischer Sprache durch. Sie kosten je nach Umfang einige hundert bis über tausend Euro.

Für Drohnen bis 25 Kilogramm Startmasse benötigst du ein medizinisches Zertifikat der Klasse LAPL, das ebenfalls nur Stellen ausstellen dürfen, die sich auf die Luftfahrt spezialisiert haben.

Abgesehen von diesen Zertifikaten solltest du bei Aufforderung weitere Dokumente vorzeigen können, z.B. technische Spezifikationen deiner Drohne, Bedienungsanleitung und Wartungshinweise.

Mehr Informationen zu gewerblichen Drohnenflügen stellt die AESA bereit.

Für einige Flugmanöver wie Nacht- oder BVLOS-Flüge gibt es weitere Vorgaben, die du bei der AESA findest. Für Flüge im kontrollierten Luftraum musst du laut der Flugsicherung ENAIRE einen Nachweis über deine Kenntnisse der Kommunikation und Sprache in diesem Bereich haben, eine Sicherheitseinschätzung vornehmen und mit der ENAIRE abstimmen, sowie eine Genehmigung bei der AESA einholen.

Gewerblich genutzte Drohnen müssen zudem mit einer feuerfesten Plakette versehen sein, die die folgenden Daten beinhaltet:

  • Hersteller, Typ, Modell, Seriennummer der Drohne
  • Name und Kontaktdetails des Betreibers.

Auch der Controller sollte mit dem Namen und Kontaktmöglichkeiten versehen sein.

Die hier aufgelisteten Drohnen-Regeln für Spanien haben wir nach bestem Wissen recherchiert. Die Richtigkeit der Angaben können wir leider nicht garantieren. Wenn du auf Nummer sichergehen willst, dann kontaktiere die spanische Luftfahrtbehörde. Alternativ kannst du auch bei der spanischen Botschaft in Deutschland um weitere Informationen zu den Vorschriften bitten. Hinterlasse uns bitte einen Kommentar, wenn du Neuigkeiten erfährst und/oder selber Erfahrungen mit deinem Copter in Spanien gesammelt hast!

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Über den Autor

Seit 2014 lässt mich die Begeisterung für Kamera-Drohnen nicht mehr los. Als Fotograf und Filmemacher bieten sie mir eine unglaubliche Bandbreite an Gestaltungsmöglichkeiten. Dank Drohnen konnte ich überall auf der Welt ganz besondere Perspektiven einfangen, die ohne die neue Technik undenkbar wären. Doch in all den Jahren hat sich viel geändert und es stellt eine gewisse Herausforderung dar, als Drohnen-Pilot die technischen und rechtlichen Entwicklungen zu verfolgen. Deswegen haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, euch hier im Drohnen Camp alles Wichtige für den Umgang mit euren Drohnen verständlich zu erklären. Falls noch Fragen zu diesem Artikel offengeblieben sein sollten oder ihr Erfahrungen mit uns teilen wollt, dann schreibt uns gern einen Kommentar und wir versuchen euch so schnell wie möglich zu helfen!

Diskussionen zum Thema

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  • Thomas | 02.11.2019

    Für dich bestimmt unbrauchbar, du musst schon auch alles einstellen…. Auch das von Spanien, dann wird dir alles angezeigt

  • Peter | 10.11.2019

    Ich fliege nach Gran Canaria und möchte gerne meine Mavic mitnehmen. Auf der Karte https://www.icarusrpa.info/mapa.php?opt=all sehe ich vor allem 3 farbliche Zonen:

    – Grün: Zonas Restringidas al Vuelo Fotográfico
    google übersetzt da mit „Bereiche, die auf den Fotoflug beschränkt sind“
    Heisst das ich darf da fliegen und fotografieren oder ich darf da NICHT fotografieren?
    -Gelb: CTR
    was bedeutet das?
    – und dann gibt es im Westen einen großen Teil der farblich nicht gekennzeichnet ist.
    Darf ich dort ohne Einschränkung fliegen und fotografieren? (natürlich entsprechend den gesetzlichen Regeln mit erlaubter maximaler Höhe usw.)

    Kann mir da einer weiterhelfen?

  • Uli | 26.04.2020

    Habt ihr schon einmal davon gehört, dass im Nachhinein von spanischen Behörden Strafen verhängt wurden, die auf Material auf Youtube aufmerksam geworden sind? (z.B. aus einem spanischen Nationalpark?).

    • Francis | 11.05.2020

      Hallo Uli,
      nein, davon habe ich noch nichts gehört. Das muss aber nichts heißen ;)
      Viele Grüße,
      Francis

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