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Drohnen-Gesetze in Singapur

Drohne in Singapur fliegen

In diesem Beitrag findest du die aktuellen Gesetze für die Nutzung von Drohnen in Singapur.

Seit Januar 2020 müssen alle Drohnen über 250 Gramm in Singapur registriert werden. Damit ist die Ausnahmeregelung für private Drohnen entfallen. Ab April musst du mit harten Strafen rechnen, wenn du mit einer unregistrierten Drohne erwischt wirst.

Im Laufe des Jahres treten in Singapur weitere Regeln in Kraft. So wird ab Juni von Freizeitpiloten, deren Drohne zwischen 1,5 und 7 Kilogramm wiegt, ein “Basic Training” verlangt. Solltest du dir unsicher sein, ob du deine Drohne registrieren musst oder noch weitere Dokumente benötigst, kannst du diese Seite besuchen und den “User Identification Wizard” nutzen (dort auf den so bezeichneten Link unter der Tabelle klicken), der dich anhand einiger Fragen in die richtige Kategorie einordnet.

Registrierung in zwei Schritten

Drohnen registrieren dürfen nur Personen ab 16 Jahren. Die Registrierung besteht aus zwei Schritten: Zunächst musst du ein “Registration Label” bestellen und es sichtbar auf der Drohne anbringen. Dann folgt die Registrierung im Online-Portal.

Für ausländische Drohnenpiloten gibt es einige Besonderheiten. Zwar kannst du das Label online bestellen, aber derzeit wird es wohl noch nicht an ausländische Adressen versendet. Falls du keine Adresse in Singapur hast, kannst du das Label alternativ vor Ort in einer ausgewählten SingPost-Filiale erwerben. Eine Liste der Filialen findest du hier. Du solltest das ausgefüllte Antragsformular (docx-Datei), deinen Pass und eine Passkopie mitnehmen.

Die Kosten belaufen sich auf 15 Dollar (etwa 10 Euro) pro Label. Wer nicht Staatsbürger oder ständiger Einwohner Singapurs ist, darf nur ein Label bestellen oder muss für mehr einen Antrag stellen.

Für die Registrierung musst du als Tourist im Online-Portal einen “UAPass Account” anlegen, da du wahrscheinlich nicht über einen SingPass oder einen CorpPass verfügst. Bis dieser Account freigeschaltet wird, können drei bis fünf Werktage vergehen. Es wird daher geraten, das Konto schon vor der Reise nach Singapur anzulegen.

Überblick: Drohnen-Gesetze in Singapur

Drohnen zum Freizeitgebrauch erlaubt? Ja, nach Registrierung oder Genehmigung
Gewerbliche Nutzung von Drohnen erlaubt? Ja, nach Registrierung oder Genehmigung
Maximale Flughöhe:200 Fuß (61,0 Meter) im unkontrollierten Luftraum.
Ist eine Drohnen-Versicherung erforderlich? Nein. Wir empfehlen dir dennoch, in diesem Land deine Drohne zu versichern.
Benötigen Drohnen eine Kennzeichnung?Ja. Das "Registration Label" muss gut sichtbar außen auf einem nicht abnehmbaren Teil der Drohne angebracht werden (nicht auf Batterie, Propellern).
Mehr Infos zu Drohnen-Plaketten
Müssen Drohnen registriert werden? Ja.

Drohnen über 250 Gramm müssen registriert werden.

Halte Abstand zu Flughäfen
Respektiere die Privatsphäre anderer Personen
Hilfreiche Links:Website der CAAS

Weitere Regeln für Drohnen-Piloten in Singapur

Drohnen dürfen in Singapur nur innerhalb der Sichtweite betrieben werden.

Außerdem ist es dir verboten in einem Umkreis von 5 Kilometern um einen Flughafen mit deinem Copter zu fliegen. Im Land gibt es noch weitere Verbotszonen, die du auf der Karte OneMap sehen kannst.

Generell solltest du nicht über Unbeteiligten, Menschenansammlungen, öffentlichen Veranstaltungen und in der Nähe von Straße oder Notfalleinsätzen fliegen.

Wir empfehlen zudem, nur mit einer gültigen Luftfahrt-Haftpflichtversicherung in Singapur zu fliegen.

Vorschriften für gewerbliche Piloten

Gewerbliche Piloten müssen bei der Civil Aviation Authority of Singapore (CAAS) ein Operator Permit und Activity Permits (für die jeweils geplanten Manöver gültig) einholen. Die Activity Permits werden in zwei Klassen eingeteilt:

  • Class 1: Nutzung einer Drohne für kommerzielle Zwecke, ab einer Abflugmasse von mehr als 25 Kilogramm auch für private Zwecke, bei Lehrzwecken ab 7 Kilogramm.
  • Class 2: Nutzung einer Drohne für private oder Lehrzwecke (weniger als 7 Kilogramm) oberhalb der Höhenbegrenzung oder in der Nähe von Flughäfen oder in anderen Verbotszonen.

Gewerbliche Piloten müssen demnach ein Activity Permit Class 1 beantragen.

Für das Operator Permit und die Genehmigungen musst du mindestens 600 SGD Gebühren (etwa 400 Euro) einplanen. Die Registrierung kann hier online vorgenommen werden. Die Bearbeitungsdauer beträgt etwa zwei Wochen.

Die hier aufgelisteten Drohnen-Regeln für Singapur haben wir nach bestem Wissen recherchiert. Die Richtigkeit der Angaben können wir leider nicht garantieren. Wenn du auf Nummer sichergehen willst, dann kontaktiere die regionale Luftfahrtbehörde. Alternativ kannst du auch bei der Botschaft in Deutschland um weitere Informationen zu den Vorschriften bitten. Hinterlasse uns bitte einen Kommentar, wenn du Neuigkeiten erfährst und/oder selber Erfahrungen mit deinem Copter in Singapur gesammelt hast!

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Foto von Francis
Über den Autor

Seit 2014 lässt mich die Begeisterung für Kamera-Drohnen nicht mehr los. Als Fotograf und Filmemacher bieten sie mir eine unglaubliche Bandbreite an Gestaltungsmöglichkeiten. Dank Drohnen konnte ich überall auf der Welt ganz besondere Perspektiven einfangen, die ohne die neue Technik undenkbar wären. Doch in all den Jahren hat sich viel geändert und es stellt eine gewisse Herausforderung dar, als Drohnen-Pilot die technischen und rechtlichen Entwicklungen zu verfolgen. Deswegen haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, dir hier im Drohnen Camp alles Wichtige für den Umgang mit deinen Drohnen verständlich zu erklären. Falls noch Fragen zu diesem Artikel offengeblieben sein sollten oder du Erfahrungen mit uns teilen willst, dann schreibtuns gern einen Kommentar und wir versuchen dir so schnell wie möglich zu helfen! Du willst noch mehr Tipps? Dann schau dir auch gern unsere Plus-Mitgliedschaft an. Als Plus-Mitglied erhältst du Zugriff auf all unsere Video-Kurse, die Drohnen-Spots, eine Versicherung (optional) und vieles mehr. Jetzt informieren

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