Drohnen-Gesetze in Österreich

Drohne fliegen in Österreich

In diesem Beitrag erklären wir dir die Gesetzeslage für die Nutzung von Drohnen in Österreich.

Seit 31.12.2020 gilt in Österreich die EU-Drohnenverordnung. Dadurch wurden die Regeln für Fernpiloten weitestgehend angeglichen. So musst du dich nur in einem europäischen Land als Betreiber registrieren (in den meisten Fällen in dem Land, in dem du wohnst) und auch dein EU-Drohnenführerschein wird länderübergreifend anerkannt.

Wenn du dich in Österreich registrieren möchtest, kannst du das über diesen Link bei Austro Control erledigen.

Überblick der europäischen Regeln mit Gültigkeit in Österreich

In Österreich gelten die Vorschriften der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA). Die folgenden Punkte dienen dem Überblick über die wichtigsten Eckpunkte. Einen vollständigen Überblick bekommst du mit unserem Video-Kurs über die EU-Drohnen-Verordnung.

Müssen Drohnen registriert werden? Eine Registrierung ist verpflichtend für alle Drohnenbetreiber, außer die Drohne wiegt weniger als 250 Gramm und ist NICHT mit Sensoren zur Erfassung personengebundener Daten ausgestattet (z.B. Kamera, Mikrofon). Ausgenommen sind auch Drohnen, die unter die EU-Spielzeugrichtlinie fallen. Die Registrierung wird in allen Ländern, die ebenfalls die EU-Drohnenverordnung eingeführt haben, anerkannt.
KennzeichenAlle Drohnen müssen sichtbar mit der individuellen Registrierungsnummer (e-ID) gekennzeichnet werden. Falls vorhanden, muss die Nummer auch ins Fernidentifikationssystem der Drohne geladen werden. Mehr Infos zu Drohnen-Plaketten
Drohnen-Führerschein:Je nach Kategorie müssen Piloten Prüfungen ablegen, um den EU-Drohnen-Führerschein zu erwerben. Diese werden in allen Ländern, die ebenfalls die EU-Drohnenverordnung eingeführt haben, anerkannt.
Unterscheidung nach Kategorien: Offene Kategorie (mit drei Unterkategorien), Spezielle und Zulassungspflichtige Kategorie; keine Unterscheidung zwischen privaten und gewerblichen Piloten.
Maximale Flughöhe:120 Meter im unkontrollierten Luftraum in der offenen Kategorie.
Halte Abstand zu Flughäfen
Respektiere die Privatsphäre anderer Personen

Nationale Besonderheiten in Österreich

Jedes Land kann bestimmte Aspekte bei den Drohnen-Regeln selbst festlegen. Für Österreich gelten die folgenden Auflagen ergänzend zu den europäischen Vorschriften.

Ist eine Drohnen-Versicherung erforderlich? Ja, für private und gewerbliche Drohnen-Flüge. Wir empfehlen diese Drohnen-Versicherung.
Mindestalter für Fernpiloten16 Jahre
Kontaktdaten

Austro Control

E-Mail: [email protected]

Telefon unbemannte Luftfahrzeuge: +4351703 7111

Weitere Vorschriften

Für EU-Führerscheine ist in Österreich Austro Control zuständig. Informationen findest du auf der Website der Behörde. Solltest du in Österreich bereits als Fernpilot unterwegs gewesen sein, kannst du von einer Übergangsphase profitieren. Prüfungsnachweise in Kombination mit Betriebsbewilligungen bleiben bis zum 01.01.2022 gütig, jedoch kannst du diese nicht in einen EU-Führerschein überschreiben lassen. Das heißt also, spätestens 2022 musst du einen der neuen Führerscheine besitzen, wenn dies für deine Manöver erforderlich ist.

Deine Haftpflichtversicherung für die Drohne muss eine Deckungssumme von mindestens 750.000 Sonderziehungsrechten (entspricht 900.000 Euro, Stand Anfang Februar 2021) enthalten.

Die Funkübertragung ist auf den Frequenzen 2,5 GHz mit maximal 10 mW und 5,8 GHz mit maximal 25 mW möglich.

Die hier aufgelisteten Drohnen-Regeln für Österreich haben wir nach bestem Wissen recherchiert. Die Richtigkeit der Angaben können wir leider nicht garantieren. Wenn du auf Nummer sichergehen willst, dann kontaktiere die österreichische Luftfahrtbehörde (BMVIT) bzw Austro Control. Alternativ kannst du auch bei der österreichischen Botschaft in Deutschland um weitere Informationen zu den Vorschriften bitten. Hinterlasse uns bitte einen Kommentar, wenn du Neuigkeiten erfährst und/oder selber Erfahrungen mit deinem Copter in Österreich gesammelt hast!

Dir hat der Artikel gefallen? Dann teile ihn doch mit deinen Freunden!

Über den Autor

Seit 2014 lässt mich die Begeisterung für Kamera-Drohnen nicht mehr los. Als Fotograf und Filmemacher bieten sie mir eine unglaubliche Bandbreite an Gestaltungsmöglichkeiten. Dank Drohnen konnte ich überall auf der Welt ganz besondere Perspektiven einfangen, die ohne die neue Technik undenkbar wären. Doch in all den Jahren hat sich viel geändert und es stellt eine gewisse Herausforderung dar, als Drohnen-Pilot die technischen und rechtlichen Entwicklungen zu verfolgen. Deswegen haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, euch hier im Drohnen Camp alles Wichtige für den Umgang mit euren Drohnen verständlich zu erklären. Falls noch Fragen zu diesem Artikel offengeblieben sein sollten oder ihr Erfahrungen mit uns teilen wollt, dann schreibt uns gern einen Kommentar und wir versuchen euch so schnell wie möglich zu helfen!

Kommentare zu diesem Beitrag: Fragen stellen und mitdiskutieren

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
98 Kommentare
Neuste Kommentare
Älteste Kommentare Beliebteste Kommentare
Inline Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen
Kilian
vor 8 Monaten

Hallo,
ich habe eine Mavic Mini und wollte mich informieren ob ich im Urlaub in Österreich die Drohne ohne Registrierung mit Kamera fliegen darf. in vielen Webseiten steht dass ich eine Drohne die unter 250 Gramm wiegt nicht registrieren muss AUßER ich habe eine Kamera an der Drohne dann muss ich sie auch registrieren. Mich würde interessieren
ob ich die mini registrieren muss oder nicht . Ich würde mich freuen wenn ich eine Antwort bekomme.
LG Kilian

Tina | Drohnen-Camp-Team
vor 7 Monaten
antworten  Kilian

Hallo Kilian,
sei vorsichtig, dass du nicht die Registrierung mit der Betriebsbewilligung verwechselst. In Österreich muss man Drohnen NOCH nicht registrieren, erst ab 01.01.2021 gibt es eine Registrierungspflicht.
Bei der Betriebsbewilligung sieht es anders aus. Drohnen mit Kamera müssen eine haben, AUßER die erreichte Bewegungsenergie bleibt unter 79 Joule. Das heißt, du darfst mit deiner Mavic Mini ohne Betriebsbewilligung fliegen (und auch filmen), solange du unter 30 Metern Höhe bleibst. Schau dir dazu auch mal den Kommentar von Niko hier an, er hat eine offizielle Antwort von Austro Control gepostet.

Niko
vor 10 Monaten

Email vom 05.06.2020 -> Braucht DJI Mavic Mini eine Bewilligung zum Fliegen bzw. zum Fliegen + Aufnahmen

Habe mit Austro Control geschrieben.

Sehr geehrter Herr (mein Name),

da die DJI Mavic Mini laut Angaben des Herstellers über eine sehr geringe Betriebsmasse von nur 249g verfügt, ist das Gerät in vielen Anwendungsfällen als „unbemanntes Gerät bis zu 79 Joule maximaler Bewegungsenergie“ (§ 24d Luftfahrtgesetz) zu klassifizieren, somit ist auch bei der Erstellung von Luftbildaufnahmen keine Bewilligung der Austro Control erforderlich. Jedoch ist darauf zu achten, dass Flughöhe und Geschwindigkeit so gewählt werden, dass die 79-Joule-Grenze nicht überschritten wird und durch den Betrieb keine Personen oder Sachen gefährdet werden.

Wird das Gerät auch in Höhen über 30m über Grund verwendet bzw. die 79-Joule-Grenze überschritten und erfolgt der Betrieb gegen Entgelt/gewerblich bzw. nicht zum Zwecke des Fluges selbst (zB zur Erstellung von Foto- oder Filmaufnahmen), ist eine Betriebsbewilligung der Austro Control erforderlich.

Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen

(Name des Mitarbeiters – Austro Control)

————————————————————————————————————————————————————————–

FAZIT: Ihr dürft mit der DJI Mavic Mini rumfliegen und aufnehmen, solange ihr niemanden gefährdet und NICHT über 30m steigt. Wollt ihr höher fliegen, braucht ihr eine Genehmigung (300 Euro im Jahr). Also Jungs und Mädels.. respektiert die Anwohner und fliegt auf max 30m Höhe in unbesiedelten Gebieten. Dann seid ihr auf auf der sicheren Seite.

Zwecks Drohnenversicherung.. schaut mal ob bei eueren Haftplichtversicherung Drohnenversicherung dabei ist. Bei mir (7 Euro pro Monat – DEVK Premium) ist eine Drohnenversicherung bis 5kg EU-Weit mit drin).

Diese Angaben gelten hier NUR für DJI Mavic Mini.

Tina | Drohnen-Camp-Team
vor 10 Monaten
antworten  Niko

Hallo Niko,
danke für deine Informationen, das klärt den Status der Mini noch einmal von offizieller Seite.
Viele Grüße
Das My-Road-Team

Tim
vor 9 Monaten
antworten  Niko

Da steht doch eben das genau das Filmen und Fotografieren nicht erlaubt ist. Nur zum Zwecke des Fluges selbst ist die Kamera zu nutzen. Andernfalls benötigt man eine Bewilligung …

Christian
vor 9 Monaten
antworten  Tim

“…somit ist auch bei der Erstellung von Luftbildaufnahmen keine Bewilligung der Austro Control erforderlich.”

Max
vor 8 Monaten
antworten  Tim

Die beiden Absätze widersprechen sich doch – oder habe ich einen Denkfehler? Kann das evtl. noch mal jemand verbindlich aufklären?
Danke!

Tina | Drohnen-Camp-Team
vor 8 Monaten
antworten  Max

Hallo Max,
das ist tatsächlich etwas verwirrend, aber die beiden Absätze widersprechen sich nicht, da es im ersten um die Kategorie “Spielzeug” geht (unter 250 Gramm, weniger als 79 Joule usw.) und im zweiten um “Unbemannte Luftfahrzeuge der Klasse 1”. Beide Kategorien haben wir oben näher beschrieben. Das entscheidende Wort in der E-Mail ist UND. “Wird das Gerät auch in Höhen über 30m über Grund verwendet bzw. die 79-Joule-Grenze überschritten UND erfolgt der Betrieb gegen Entgelt…” (Hervorhebung von uns). Damit sind in dieser Kategorie alle aufgezählten Merkmale eingeschlossen. Würde da ODER stehen, gäbe es tatsächlich einen Widerspruch.
Wir hoffen, das klärt es ein bisschen auf.

Thomas
vor 1 Jahr

Hallo,

Ich habe eine kurze Frage zu meinem einwöchigen Urlaub im August. Ich möchte meine DJI Mavic 2 zoom mitnehmen um ein paar schöne Urlaubfotos zu machen.
Welche Möglichkeiten gibt es? Nur der Bewillungsantrag für 330 € ? – ist evtl. Die neue Drohnengesetzgebung für die EU aktiv. Wäre schön, wenn ihr mir eine kurze Rückmeldung geben könntet…
Vielen Dank im Voraus

Mirko Weikert
vor 1 Jahr

Hallo!!!
Vielen Dank für diesen informativen Artikel!
Eine Frage hätte ich aber noch…
In der Kategorie Spielzeugdrohne heißt es in dem Artikel:
„ Für diese Kategorie ist keine Genehmigung erforderlich, auch wenn die Drohne mit einer Kamera ausgestattet ist.“

Bedeutet das, dass ich für meine private Nutzung (social media, etc) Aufnahmen machen darf, wenn ich nicht höher als 30 Meter fliege?
Und 2. : muss ich jeden Flug anmelden bzw bewilligen lassen?!

Im September hat mir die Austro Control folgende Antwort gesendet (damals noch zu der spark, habe jetzt eine Mavic Mini):

„ Da die DJI Spark laut Angaben des Herstellers über eine sehr geringe Betriebsmasse von nur ca. 300g verfügt, ist das Gerät in vielen Anwendungsfällen als „unbemanntes Gerät bis zu 79 Joule maximaler Bewegungsenergie“ (§ 24d Luftfahrtgesetz) zu klassifizieren, somit ist auch bei der Erstellung von Luftbildaufnahmen keine Bewilligung der Austro Control erforderlich. Jedoch ist darauf zu achten, dass Flughöhe und Geschwindigkeit so gewählt werden, dass die 79-Joule-Grenze nicht überschritten wird und durch den Betrieb keine Personen oder Sachen gefährdet werden. “

Vielleicht ist diese Info ja auch für den einen oder anderen hilfreich :)

Kann ich diese Freigabe auch automatisch auf die Mini übertragen?!

Würde mich sehr über eine Info freuen!

Besten Dank!!!!

iguana
vor 1 Jahr

Ich bin Schweizer und kann über alles, was Ihr durchmachen müsst nur den Kopf schütteln. Bei uns braucht es so gut wie gar nichts.
Einfach 5 Kilometer Radius bei Flughäfen ect. einhalten und losfliegen.
Hier der Link zur Karte mit den nötigen Infos:
https://www.bazl.admin.ch/bazl/de/home/gutzuwissen/drohnen-und-flugmodelle/drohnenkarte.html

Sichtbereich liegt so bei 150 Höhenmeter und die Drohnen dürfen nicht schwerer als 30 Kilo sein.
https://drohnen-camp.de/drohnen-gesetze-in-schweiz/

Eindeutig überreguliert. Leider wird es aber auch bei uns ab nächstem Jahr Anpassungen geben.

niko
vor 1 Jahr

Also brauche ich keine Genehmigung für die DJI Mini ?

Itay Mor
vor 1 Jahr

Hello,

We’re looking for drone pilot for Monchhof, Austria.

We are a startup company from Israel, which develops an autonomous drone system, and having a test site in Monchhof.
We will need, starting October 2019, for 2-3 days a week, a drone pilot (for several months period).

If you’re interested – please let us know.

Thanks,
Itay Mor
[email protected]
+972544288262

Flo Egger
vor 1 Jahr

Hallo,
Super Seite – Danke!

ein paar Ergänzungen aus Österreich:
1. Fliegen in dicht besiedeltem Gebiet ist immer verboten
2. Fliegen in Naturschutzgebieten und Landschaftsschutzgebieten ist immer verboten.

Jacen
vor 2 Jahren

Für Österreich gibt es jetzt eine App welche einem sagt wo man fliegen darf bzw. wo es absolut verboten ist.

Einfach im AppStore nach “austro control” suchen.

Redti
vor 2 Jahren
antworten  Jacen

Wer sich darüber informieren möchte, was in den bisherigen Bewilligungsbescheiden der ACG rechtswidrig war, kann dies hier nachlesen:
http://www.kopterforum.de/topic/68808-zeitliche-befristung-der-acg-bewilligung-rechtswidrig/

Johannes Steinhäuser
vor 2 Jahren
antworten  Redti

Habe gerade den Bescheidentwurf für eine MAVIC Air ohne zeitliche Einschränkungen (jeweils bis Dämmerungsende) erhalten. Beim Antrag habe ich vermerkt die Drohe für Foto/Video nutzen zu wollen. Vielleicht hat das auch geholfen.

Walter
vor 2 Jahren

Für mich ist es ganz einfach:
Die Austro Controll (AC) ist für die exekution eines Gesetzes verantwortlich.
Das Gesetzt gilt nicht für Spielzeug.
Spielzeug darf bis 30 Meter höhe (unabhägig seiner Verwendung, Foto od. Video) im freien Luftraum bewegt werden.
Als Spielzeug gilt was bei einem Absturz eine mögliche rechnerische Energie von 79 Joule nicht überschreitet.
Daraus ergibt sich z.B. für eine Mavic Pro eine Flughöhe von rund 11 Metern, für eine Air von rund 18 Metern, etc.

Wie immer ist jedoch beim Fotografieren im privaten Bereich darauf zu achten, dass keine Persönlichkeitsrechte verletzt werden.

Weiters sollte esim interesse des Piloten sein, niemanden zu verletzen.

Wolf N
vor 2 Jahren
antworten  Walter

Gute Zusammenfassung, allerdings eine kleine Ungenauigkeit:
Für Spielzeug (bis 79 Joule) gilt eben nicht das LFG §2 “Freiheit des Luftraumes”:
Die Benützung des Luftraumes durch Luftfahrzeuge, Luftfahrtgerät, Flugmodelle und unbemannte Luftfahrzeuge im Fluge ist frei…
Sondern das ABGB, sodass eine Einwilligung des Grundstückseigentümers zum Überfliegen seines Grundstücks benötigt wird.

Harald
vor 3 Jahren

Wo ist das Problem? In dem oben eingestellten Schreiben der AC steht doch ausdrücklich, dass er mit der Mavic maximal 9 m hoch fliegen und explizit auch Familienaufnahmen machen darf! Also das Schreiben mit sich führen (ggf. bei Kontrollen vorzeigen), Aufnahmen (= Foto + Video) machen und halt darauf achten, dass immer ein oder mehrere Familienmitglieder mit auf dem Bildausschnitt zu sehen sind. Fall erledigt!

Robert
vor 3 Jahren

Hallo!
Bin neu hier im Forum.
Bin einer derer, die offiziell eine Drohne in Ö gemeldet haben.
Meine Erfahrungen mit der AC waren durchaus positiv. Beim Antrag bekam ich ein paar Tage später eine Email mit einem Bescheidentwurf. Dort waren die Zeiten Mo-Fr von 08-18 Uhr angeführt. Habe daraufhin in einer (freundlichen) Mail bekannt gegeben, dass ich in der von ihnen angeführten Zeiten immer arbeiten muss und ich somit bei meinen Bergwanderungen am WE sowieso nicht fliegen könnte. Ein paar Tage später bekam ich einen weiteren Entwurf meines Bescheides, in welchem Mo-So bei Tageslicht angeführt war. Hab mich bedankt und ein paar Tage später bekam ich auch schon den Bescheid.
Man kann also durchaus mit der AC “reden” und die Zeiten anpassen lassen.
Lediglich die Kosten sind enorm… über € 340,– für ein Jahr ist schon recht gesalzen…..

Chris
vor 3 Jahren
antworten  Robert

@Robert,
du hast ja um eine Verlängerung der Betriebszeiten angesucht – wie sind diese in deiner Bewilligung genau definiert? Mo-So bei Tagerslicht oder Mo-So von 08:00 bis 18:00 Uhr?
Danke für die Info!

Sascha
vor 3 Jahren

Hier interessante Informationen zum Thema DJI Mavic Air und Versicherung/Bewilligung/Flug in Österreich (speziell in Wien): https://airandmore.at/versicherung/drohnen/austro-control/

Klaus
vor 3 Jahren

Hallo…als hab da mal durchgelesen u d kann es nur aus meiner Sicht sagen…Ich habe die Drohne Mavic Pro im Oktober angemeldet und hab vor 2 Wochen die Bewilligung bekommen….also von wegen in ein par Tagen…dann sagte man am Anfang es kostet um die 240€ bezahlt hab ich über 300…dann sagen die das nur in unbesiedelten Gebiet geflogen werden darf Und nur bis 18uhr…finde ich eine sauere..Wenn störe ich in einem unbesiedelten Gebiet?…Ich habe Kollegen bei der Polizei und hab ihnen mitgeteilt das ich ne drohne habe…die meinten nur das das ihnen egal ist..damit haben sie nichts zu tun…Gesetzt gut und recht, aber man kann es auch übertreiben..

Wolf N
vor 3 Jahren

Das Bundesministerium für Verkehr (quasi “vorgesetzte” Behörde der AustroControl) äußert sich dazu mehrdeutig. Einerseits versorgt uns das BM mit zwei hilfreichen Diagrammen
comment image
andererseits werden die Bewegungsenergie beim Aufprall aus einer bestimmten Höhe und die Bewegungsenergie im horizontalen Flug nicht miteinander verknüpft. So einfach wie mein Vorposter das macht und damit auf 206 Joule kommt, ist das nämlich auch nicht, weil ein antriebsloser und frei fallender Kopter schnell an Horizontalgeschwindigkeit einbüßt und ein sich kontrolliert horizontal bewegender Kopter wiederum nicht so schnell fällt bzw. sinkt.

Dem Diagramm ist zu entnehmen, dass bei einem Gewicht von 430 Gramm die Grenze von 79 Joule ENTWEDER mit dem Fall aus 18-19 Metern ODER mit einer Geschwindigkeit von 69 km/h erreicht wird.

Ganz wichtig ist aber, dass “Spielzeug” zum Unterschied von Flugmodellen und uLFZ nicht unter das LFG fällt und daher nicht über fremdem Grund geflogen werden darf.

Andreas
vor 3 Jahren
antworten  Wolf N

Das Diagramm spiegelt nur die Energie aus der Fallhöhe wieder, die Geschwindigkeit kommt darin nicht vor.
Ich sehe das so, wenn die Drohne in 18m Höhe steht und herunterfällt hat sie beim Aufprall weniger als 79 Joule Energie und wäre als Spielzeug zu klassifizieren.
Wenn sie sich horizontal ebenfalls bewegt kommen je nach Geschwindigkeit ein paar Joule dazu, auch wenn sich die Horizontalgeschwindigkeit während des Absturzes durch den Luftwiderstand verringert. Persönlich würde ich hier ein wenig Reserve für die Argumentation lassen, falls es Hart auf Hart kommt.
Der Hinweis mit dem “fremden Grund” ist allerdings sehr nützlich.

Wolf N
vor 3 Jahren
antworten  Andreas
AnDi
vor 3 Jahren

Guten Morgen zusammen,

wenn ich die aktuelle Rechtslage richtig verstehe, ist die neue Mavic Air aktuell sehr interresant für Östereich oder?
Mit 430g und einer Höchstgeschwindigkeit von 68,4 km/h komme ich auf 77,6 J,
D.h. sie würde als Spielzeug (<79J) eingestuft und man könnte ohne Bewilligungen bis 30m hoch fliegen und Video/Fotoaufnahmen machen (Privatsphäre natürlich beachtet)
Ist das so richtig oder habe ich etwas übersehen?

Andreas
vor 3 Jahren
antworten  AnDi

Du musst die Energie für den Fall, dass die Drohne aus dem Himmel fällt (potentielle Energie) auch berücksichtigen. E = g * h * m.
Bei 68,4 km/h und 30m Höhe sind das in Summe 206 J. Selbst wenn der Luftwiderstand beim Fall, die Aufprallenergie etwas reduziert ist das sicher deutlich zu viel.

Frank
vor 3 Jahren

@WolfN: d.h. ich muss es selbst so auslegen, damit ich auf den Schluss komme, dass mit dem Fluge selbst keine Film- und Fotoaufnahmen gemeint sind? Und nicht der Gesetzgeber in klaren, deutlich, minimalistischen und verständlichen Worten wie “ausschließlich unentgeltlich und nicht gewerblich im Freizeitbereich und nicht mit Film- und Tonaufnahmen jedweder Art und ausschließlich zum Zwecke des Fluges selbst”?

Die Crux liegt ja darin, dass es bei den Flugmodellen im LFG und im LVR2014 eine Erwähnung dieser Film-, Foto- und Tonaufnahmen für den “ausschließlich unentgeltlich[en] und nicht gewerblich[en] im Freizeitbereich und ausschließlich zum Zwecke des Fluges selbst” gibt. Sie werden im $130 des LFG wie folgt erwähnt:

“§ 130. (1) Der Bundesminister für Landesverteidigung hat bei einem Einsatz des Bundesheeres im Falle des § 2 Abs. 1 lit. a des Wehrgesetzes 2001 sowie bei der Vorbereitung eines solchen Einsatzes einschließlich der Durchführung einsatzähnlicher Übungen die Herstellung von Luftbildaufnahmen […] von […] Flugmodellen oder unbemannten Luftfahrzeugen aus durch Verordnung zu verbieten, soweit dies zur Wahrung der militärischen Interessen erforderlich ist. […]

(2) Für die Verbreitung von Luftbildaufnahmen, die […] von zivilem Luftfahrtgerät, Flugmodellen oder unbemannten Luftfahrzeugen aus hergestellt wurden, kann der Bundesminister für Landesverteidigung bei Vorliegen wichtiger militärischer Interessen durch Verordnung Beschränkungen anordnen.”

Das legt also den Schluss nahe, dass sehr wohl über Aufnahmen nachgedacht und diese eingeschränkt wurden und diese somit “ausschließlich unentgeltlich[e] und nicht gewerblich[e] im Freizeitbereich und ausschließlich zum Zwecke des Fluges selbst” nicht verboten sind. Denn sonst hätte der Gesetzgeber diese analog für Spielzeuge und Flugmodelle wie im erwähnten §130 des LFG in juristische Worthülsen verpackt, veröffentlicht und somit der Foto- und Filmaufnahmen eine legale Grundlage geboten.

Interessant ist auch die Tatsache, dass Spielzeuge nicht unter das LFG fallen, somit eine Mavic Pro mit den weniger als 750 gr Fluggewicht bei maximaler Höhe von 9 bzw. 11 Meter davon ausgenommen sind und sie daher nicht in den “Einflussbereich” der AC fällt…

Frank
vor 3 Jahren

Guten Morgen!

So wie ich es gerade versuche zu verstehen, wird in diesem Blog manches vermischt. Ich würde es daher – für private Flüge – wie folgt zusammenfassen:

1. Es wird keine Bewilligung benötigt, wenn die Drohne in die Kategorie “Spielzeug” oder “Flugmodell” fällt.

2. Hat die Drohne weniger als 79 Joule Bewegungsenergie und eine maximale Höhe von 30 m, so gilt es als “Spielzeug” (§24d Luftfahrtgesetz/LFG). Heisst auch für mich, dass nach https://www.bmvit.gv.at/verkehr/luftfahrt/drohnen/kategorien.html (oder auch https://www.austrocontrol.at/luftfahrtbehoerde/lizenzen__bewilligungen/flugbewilligungen/unbemannte_lfz im Punkt “Benötige ich eine Bewilligung”) eine Mavic Pro je nach Geschwindigkeit und Höhe zwischen Spielzeug und Flugmodell hin-und-her wechselt. Das belegt auch die Antwort von Austro Control (AC) im Beitrag oben von Sven vom 7. August d.J.

3. “Unbemannte Luftfahrzeuge Klasse 1” oder “Klasse 2” benötigen eine Betriebsbewilligung.
Das BMVIT nennt 4 Kategorien:
– “Spielzeug”,
– “Flugmodell”,
– “Unbemannte Luftfahrzeuge Klasse 1” und
– “Unbemannte Luftfahrzeuge Klasse 2”.
Die AC lässt sich überwiegen über 2 Punkte aus:
– “Unbemannte Luftfahrzeuge Klasse 1” (ULFZ1) und
– “Unbemannte Luftfahrzeuge Klasse 2” (ULFZ2).
– “Spielzeug” wird zur Abgrenzung von ULFZ1 und ULFZ2 angeführt.
Über “Flugmodelle” werden (absichtlich?) keine Aussagen getroffen, doch werden sie in §24c des LFG explizit kategorisiert und in den Luftverkehrsregeln 2014 (LVR2014) explizit unter §1.(1).3 angeführt. Es existiert mit §18 LVR2014 eine Paragraf über den “Betrieb von Flugmodellen, unbemannten Luftfahrzeugen der Klasse 1 und selbständig im Fluge verwendbarem zivilen Luftfahrtgerät”.
Und da liegt m.E. die gewollte Unschärfe der AC, denn nach Spielzeug kommt gleich ULFZ1 und ULFZ2. Nach §24c.(2) heisst es “Flugmodelle mit einem Gewicht bis einschließlich 25 kg dürfen ohne Bewilligung gemäß Abs. 3 betrieben werden”. Abs. 3 besagt folgendes: “Flugmodelle mit einem Gewicht über 25 kg dürfen nur mit Bewilligung der Austro Control GmbH […] betrieben werden. Diese Bewilligung ist zu erteilen, wenn
1. durch Vorlage einer Bescheinigung glaubhaft gemacht werden kann, dass das Flugmodell den gemäß § 24h erlassenen Lufttüchtigkeitsanforderungen entspricht sowie die gemäß § 24h erlassenen Betriebstüchtigkeitsanforderungen erfüllt, und
2.durch den Betrieb des Flugmodells das öffentliche Interesse der Sicherheit der Luftfahrt nicht gefährdet wird.”
Also es wird die Lufttüchtigkeit ermittelt und abgewägt, ob das öffentliche Interesse nicht verletzt wird. Das kostet 300+ Euro für ULFZ1- oder ULFZ2-Geräte.
Zu den Ausführungen zum ULFZ1 wird gleich erwähnt, dass keine Aufnahmen (gewerblich oder auch privat) angefertigt werden dürfen. Das ist Auslegung der AC und findet sich nirgends im LFG bzw. LVR2014.

4. Laut AC sind 9 Meter Höhe für eine Mavic (ohne Geschwindigkeitsangabe) ausreichend um als “Spielzeug” geführt zu werden (<79 Joule). Bei der Grafik des BMVIT sind es 11 Meter. Sie sind in diesen Grenzen bewilligungsfrei.
Über 9 (11?) Meter Höhe sind sie laut AC bewilligungspflichtig. Und das nur, wenn man die Kategorie "Flugmodelle außer Betracht lässt und gelich zu ULFZ1 wechselt.

5. Filmen/Aufnahmen anfertigen: Das BMVIT schreibt auf ihrer homepage "Dabei ist darauf zu achten, dass – sobald das unbemannte Gerät für den Zweck von Kamera- oder Filmaufnahmen eingesetzt wird – dieses als unbemanntes Luftfahrzeug der Klasse 1 gilt und daher eine Betriebsbewilligung erforderlich ist." (https://www.bmvit.gv.at/verkehr/luftfahrt/drohnen/tipps.html). Auch hier kein Verweil auf den jeweiligen Paragrafen bzw. Gesetzestext. Warum nur bleiben alle hoheitlichen Vertreter eines Landes so schwammig und ungenau? Denn es gibt keine Stelle im Text des LFG und LVR2014, das diese Auslegung begründet. Würde man diese Stelle im jeweiligen Gesetz (oder einen im juristischen Gesetzesblatt veröffentlichten Kommentar zu diesem Thema) ebenfalls anführen, so würden viele Diskssionen vermieden und die Gesetzeslage wäre eindeutig. Aber so…

Filip
vor 3 Jahren
antworten  Frank

Zu 5: Wir drehen uns in der Diskussion im Kreis.
Die AC legt das Gesetz so aus, damit Umsätze generiert werden. Die Logik der AC lässt sich einfach zusammenfassen:
“Filmaufnahme” ungleich “nur zum Zwecke des Fluges selbst” = €.
Sachlich logisch lässt sich nämlich nicht begründen, was Flimaufnahmen mit Flugsicherheit zu tun haben sollen. Es hat sich in Österreich offensichtlich noch niemand getraut die AC deswegen zu verklagen. Spätestens wenn die erste Strafe ausgesprochen wird, weil jemand mit unbewilligtem Gerät beim Filmaufzeichnen erwischt wurde, landet der Fall vor Gericht, also traut sich die AC da wohl sowieso niemanden zu einer Strafe zu verdonnern. Man wir es nicht riskieren ein lukratives Geschäftsfeld (Bescheid in 5min drucken und verschicken = 330€) vor Gericht zu verlieren. Genügt ja wenn freiwillig 300EUR abgelegt werden, Opfer gibt es leider bereits genug.

Wolf N
vor 3 Jahren
antworten  Frank

Ad 5.: “Denn es gibt keine Stelle im Text des LFG und LVR2014, das diese Auslegung begründet.”

Meiner Auslegung nach schon. Denn das LFG §24c (1) 2 beschreibt, was ein Flugmodell ist: “ausschließlich unentgeltlich und nicht gewerblich im Freizeitbereich und ausschließlich zum Zwecke des Fluges selbst.”

AUSSCHLIESSLICH zum Zweck des Fluges selbst! Ganz so willkürlich ist die Auslegung der AC also nicht.

Heinz
vor 2 Jahren
antworten  Frank

Wenn ich meine Videokamera einschalte und in die Luft werfe, brauche ich dafür auch eine Bewilligung oder? hahaha.

Nein im ernst, was hat das Filmen mit der Kategorisierung zu tun? Rein von der Logik her nichts und das man in Österreich gerne mal für etwas belangt wird was man VIELLEICHT HÄTTE MACHEN KÖNNEN ist auch nichts neues > siehe GIS gebühren, die sind nämlich auch zu Zahlen wenn man nur ORF schauen hätte können, egal ob man es jemals getan hat oder nicht.

Der eigentliche Grund der hinter dieser Regelung steckt ist ja ein ganz anderer. Diese Regulierung wurde von den Behörden entwickelt weil es zunehmend Beschwerden und Probleme über und mit Kameradrohnen gab weil ein paar Idioten die Nachbarin beim Sonnenbaden gefilmt haben oder sonstige idiotischen Dinge gemacht haben.
Und weil es so umständlich ist, neue Gesetze auszuarbeiten und inkraftzusetzen, hat man sich der bestehenden Bedient und gesagt, ok Drohnen sind ULFZ also novellieren wir einfach das LFG und damit wir die Modellflieger nicht ganz verkraulen sagen wir eben “…ausschließlich zum Zwecke des Fluges selbst”.

So kommt das zustande, dass man eigentlich eh nach wie vor alles darf wie bisher (da hat sich kaum was geändert) außer man hat eine Kamera dabei.
Traurig ist hald, dass es beim Filmen über unbesiedeltem Gebiet unter Einhaltung der sonst im LFG festgehaltenen Bestimmungen eigentlich keine echte Grundlage für das Verbot gibt – hier greift lediglich das Datenschutzgesetz (und auch das ist nicht neu!) sodass man EIGENTLICH hätte sagen können, dass der Flug mit Flugmodellen (auch Drohnen) auch zum NICHT gewerblichen Filmen und Fotografieren zulässig ist SOLANGE das DSG eingehalten wird.

Filme ich also nur die Landschaft, mich selbst oder mein Eigentum und halte mich dabei an alle LFG Rahmenbedingungen (Flughöhe, Flugverbotszonen usw.) gibt es defakto ansonsten keinen rechtlich relevanten Grund dies zu verbieten.

Als versicherter Modellflugpilot der auf einem ausgewiesenen Modellflugplatz fliegt wird das ganze noch absurder. Warum darf ich hier keine Luftaufnahmen von mir selbst machen ohne eine Bewilligung der AC?

Dabei wäre das alles viel viel einfacher gegangen:
1. Filmen von Menschen > DSG, kann also aus dem LFG komplett draußen bleiben
2. Fliegen über unbebautem und unbesiedeltem Gebiet > LFG regelung wie gehabt. Mit Kamera > DSG beachten
3. Fliegen über besiedeltem Gebiet > LFG Regulierungen, (Sonder)genehmigung etc. Mit Kamera > DSG beachten (das wird aber so gut wie niemals vorkommen, nicht legal jedenfalls weil wer macht das privat im normalfall – außer eben illegal).
4. Gewerbliches Filmen (egal wo) > LFG und DSG + Sondergenehmigung

Zusätzlich gelten weiterhin alle Bestimmungen und Klassifizierungen der ULFZ wie das Fliegen auf Sicht, mit Beobachter, vollautonom oder teilautonom usw.usw. Daran muss man nichts ändern.

Geändert hätte ich hingegen tatsächlich etwas an der Regulierung für SPIELZEUG, denn diese Grenze ist ja sichtlich eine sehr unscharfe – ganz im Gegensatz zu den Kameras die an manchen Spielzeugen dran sind, die liefern nämlich zum Teil schon 4k Videos … Da fühlt man sich dann schon verar…. von den Gesetzgebern weil genau die, die eigentlich für das Dilemma verantwortlich sind, dürfen offensichtlich weiterhin in Nachbarins garten fliegen und ihr beim Nakt-Baden zusehen während alle anderen sich mit Bürokratie und Gesetzen herumschlagen müssen.

Fazit, ich kauf mir eine Mavic 2 Zoom und flieg nur noch in nachbars Gärten rum, da gibt es wenigstens was zu sehen und im Zweifelsfall muss ich es nicht mal aufzeichnen, das 4k Livebild tut es ja auch – Alles vollkommen legal, schauen kost ja nix (anders als beim ORF) ;-)

Mal ehrlich, dafür gehört den Leuten die sich das Überlegt haben fast schon ein Nobelpreis verliehen!

Filip
vor 3 Jahren

Ich denke, es ist auch erwähnenswert, dass man, egal wo man drüber hinweg fliegt, IMMER die Genehmigung des Grundstückeigentümers braucht. Auch wenn es ein Getreidefeld, ein Feldweg oder Wald ist. Ansonsten droht zunächst eine Abmahnung und dann eine Besitzstörungsklage. Oder anders ausgedrückt: Man muss vor jedem Drohnenflug die Flugroute planen. Sind 9 Grundstückeigentümer betroffen, bräuchte man 9 Genehmigungen für den Flug, dass man drüber hinweg fliegen darf.
“Freies” Fliegen ist in Österreich somit praktisch legal nicht realisierbar. Übrigens dürfen Feldwege und Felder nicht mal betreten/befahren werden ohne Erlaubnis.

Wolf N
vor 3 Jahren
antworten  Filip

Das ist nicht korrekt. Das österreichische Luftfahrgesetz §2 bestimmt ausdrücklich, dass der gesamte Luftraum frei benutzbar ist. Zitat:

LFG § 2. Freiheit des Luftraumes
Die Benützung des Luftraumes durch Luftfahrzeuge, Luftfahrtgerät, Flugmodelle und unbemannte Luftfahrzeuge im Fluge ist frei,…

Es gibt dazu ausreichend Höchstgerichtsurteile, die das bestätigen: Ein Grundstückseigentümer hat überfliegende (ohne Höheneinschränkung) Geräte zu dulden, nicht aber z.B. einen Kranausleger. Unklar ist lediglich, ob auch die Kategorie “Spielzeug” eingeschlossen ist. Also ganz sicher keine Abmahnung und auch keine Besitzstörung für Kopterpiloten. Für Fluglinien wäre eine solche Regelung ja völliger Wahnsinn und wenn sich ein paar Grundstückseigentümer ringförmig zusammentun, kann kein Flugzeug mehr in Schwechat landen.

Bitte beachten: Bei genauer Auslegung bedeutet “im Flug” aber auch, dass fremder Luftraum zwar im Flug benutzt werden kann, aber nicht zum Starten oder Landen. Notfalls muss man den Kopter also aus der Hand starten und später wieder manuell einfangen.

Filip
vor 3 Jahren
antworten  Wolf N

Ok hast recht, dachte der ORF berichtet richtig, war aber wohl eine falsche Info :(

smoothdroid
vor 3 Jahren

Hat es nicht mal geheißen es kommt ein allgemeines Euopaweites Drohnengesetz?

Ist ja ein Wahnsinn jedes Gesetz aus jedem Land zu kennen…

Und zudem sieht man wieder was Österreich für Ausbeuterland ist, 300€ für ein Jahr?
In Deutschland scheint vieles besser und nicht so streng geregelt zu sein? Trotzdem scheint es zu funktionieren, die Leute sind dort anscheinend auch ehrlicher und erfüllen die Bedingungen mit Kennzeichnungspflicht.

Filip
vor 3 Jahren
antworten  smoothdroid

>Und zudem sieht man wieder was Österreich für Ausbeuterland ist, 300€ für ein Jahr?

Die Austro Control hat nicht umsonst einen extrem schlechten Ruf wegen (sinnloser) Gebühren.
Außerdem:
1.: Warum muss eine Drohne von der Stange, also ein Massenprodukt, wiederholt für den Betrieb bewilligt werden? Und warum gilt die Bewilligung nur für 1 Jahr?
2.: Was hat das Aufzeichnen mit der Kamera mit der Flugsicherheit zu tun? Zumal man ohnehin fern von Menschen und Siedlungen bleiben muss.

Fragen, die nicht mal die Austro Control sachlich widerspruchslos beantworten kann. Anders ausgedrückt: Als Monopol wollen sie abkassieren.