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Drohnen-Gesetze in Österreich

Drohne fliegen in Österreich

In diesem Beitrag erklären wir dir die Gesetzeslage für die Nutzung von Drohnen in Österreich.

Seit 2014 gelten in Österreich sehr strenge Regeln zum Betrieb von unbemannten Flugsystemen. Bevor du deine Drohne im Land aufsteigen lässt, solltest du genau schauen, in welche Kategorie sie fällt. Dabei sind das Gewicht und die gewünschte Flughöhe bedeutsam.

Überblick: Drohnen-Gesetze in Österreich

Drohnen zum Freizeitgebrauch erlaubt? Ja, nach Registrierung oder Genehmigung
Gewerbliche Nutzung von Drohnen erlaubt? Ja, nach Registrierung oder Genehmigung
Maximale Flughöhe:150 Meter (492,1 Fuß) im unkontrollierten Luftraum.
Ist eine Drohnen-Versicherung erforderlich? Ja, für private und gewerbliche Drohnen-Flüge. Wir empfehlen diese Drohnen-Versicherungen.
Benötigen Drohnen eine Kennzeichnung?Nein.
Drohnen-Plaketten können hier bestellt werden
Müssen Drohnen registriert werden? Ja.

Ausgenommen von „Mini-Drohnen“ benötigst du eine Genehmigung, sobald du Aufnahmen anfertigen möchtest.

Halte Abstand zu Flughäfen
Respektiere die Privatsphäre anderer Personen
Kontakte

Austro Control

E-Mail: ulfz@austrocontrol.at

Telefon unbemannte Luftfahrzeuge: +4351703 7111

Die Drohnenkategorien

Drohnen werden in Österreich unterschieden in:

  • Spielzeug
  • Flugmodell
  • Unbemannte Luftfahrzeuge Klasse 1
  • Unbemannte Luftfahrzeuge Klasse 2

Am relevantesten für die meisten unserer Leser sind die Kategorien „Spielzeug“ und „Unbemannte Luftfahrzeuge der Klasse 1“.

Kategorie Spielzeug

Bei dieser Kategorie geht es um die Bewegungsenergie des Geräts beim Aufprall. Diese darf 79 Joule nicht übersteigen. Außerdem darf das Gerät maximal 30 Meter hoch fliegen. Konkret heißt das, dass Drohnen mit einem Gewicht von 250 Gramm als Spielzeug gelten, wenn die Maximalhöhe eingehalten wird und keine Personen oder Sachen gefährdet werden. Auch schwerere Drohnen könnten dazu zählen, wenn die Flughöhe entsprechend verringert wird. Für diese Kategorie ist keine Genehmigung erforderlich, auch wenn die Drohne mit einer Kamera ausgestattet ist.

Unbemannte Luftfahrzeuge der Klasse 1

In diese Kategorie fallen nur Flüge mit direkter Sichtverbindung zur Drohne (ohne technische Hilfsmittel). Das entscheidende Merkmal ist, dass der Flug gewerblich oder nicht ausschließlich zum Zweck des Fluges selbst durchgeführt wird. Das heißt, wenn du aufsteigst, um Foto- oder Filmaufnahmen anzufertigen (egal ob privat oder gewerblich), ist dieses Merkmal erfüllt. Das reine unentgeltliche Streamen bzw. FPV-Flüge sind nicht erlaubnispflichtig, solange die Aufnahmen nicht gespeichert werden.

Drohnen dieser Kategorie benötigen eine Betriebsbewilligung von der Austro Control (Ausnahme sind die schon genannten Spielzeuge). Sie unterscheidet je nach Drehort und Gewicht wieder verschiedene Kategorien:

Betriebsmasse\EinsatzgebietUnbesiedeltBesiedeltDicht besiedelt
bis einschließlich 5 KilogrammACC
ab 5, bis 25 einschließlich KilogrammCCD
über 25, bis einschließlich 150 KilogrammCDD

Betriebsbewilligungen für Quadrocopter gibt es nur für die Kategorie A, also darf der Großteil der Drohnenpiloten nur in unbebauten und unbesiedelten Gebieten fliegen, in denen sich keine Unbeteiligten aufhalten. Für besiedeltes/dicht besiedeltes Gebiet sind Hexa- bzw. Octocopter mit entsprechenden Redundanzen erforderlich.

Der Bewilligungsantrag

Eines vorab: Die Bewilligung kostet einiges. Im Moment sind es etwa 330 Euro für ein Jahr.

Zum Antrag gehören:

  • das ausgefüllte Antragsformular
  • die Bestätigung einer Drohnen-Versicherung (Mindestdeckungssumme 750.000 Sonderziehungsrechte = etwa 1 Mio. Euro)
  • die Kopie der amtlichen Lichtbildausweise des Antragsstellers und des/der Piloten (Mindestalter 16 Jahre)

Diese Unterlagen sind an ulfz@austrocontrol.at zu senden.

Laut Erfahrungen von mehreren Antragstellern wird die Genehmigung innerhalb weniger Werktage ausgestellt.

Weitere Vorschriften

Die Drohne muss immer in Sichtweite geflogen werden, das heißt, entweder muss der Pilot sein Gerät mit bloßem Auge sehen oder bei einem FPV-Flug muss ein Spotter dabei sein, der im Notfall eingreifen kann.

Wer unrechtmäßig ohne Betriebsbewilligung fliegt, muss mit einer Geldstrafe von bis zu 22.000 Euro rechnen.

Die Funkübertragung ist auf den Frequenzen 2,5 GHz mit maximal 10 mW und 5,8 GHz mit maximal 25 mW möglich.

Die hier aufgelisteten Drohnen-Regeln für Österreich haben wir nach bestem Wissen recherchiert. Die Richtigkeit der Angaben können wir leider nicht garantieren. Wenn du auf Nummer sichergehen willst, dann kontaktiere die österreichische Luftfahrtbehörde (BMVIT) bzw Austro Control. Alternativ kannst du auch bei der österreichischen Botschaft in Deutschland um weitere Informationen zu den Vorschriften bitten. Hinterlasse uns bitte einen Kommentar, wenn du Neuigkeiten erfährst und/oder selber Erfahrungen mit deinem Copter in Österreich gesammelt hast!

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Über den Autor

Seit 2014 lässt mich die Begeisterung für Kamera-Drohnen nicht mehr los. Als Fotograf und Filmemacher bieten sie mir eine unglaubliche Bandbreite an Gestaltungsmöglichkeiten. Dank Drohnen konnte ich überall auf der Welt ganz besondere Perspektiven einfangen, die ohne die neue Technik undenkbar wären. Doch in all den Jahren hat sich viel geändert und es stellt eine gewisse Herausforderung dar, als Drohnen-Pilot die technischen und rechtlichen Entwicklungen zu verfolgen. Deswegen haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, euch hier im Drohnen Camp alles Wichtige für den Umgang mit euren Drohnen verständlich zu erklären. Falls noch Fragen zu diesem Artikel offengeblieben sein sollten oder ihr Erfahrungen mit uns teilen wollt, dann schreibt uns gern einen Kommentar und wir versuchen euch so schnell wie möglich zu helfen!

Diskussionen zum Thema

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  • iguana | 29.11.2019

    Ich bin Schweizer und kann über alles, was Ihr durchmachen müsst nur den Kopf schütteln. Bei uns braucht es so gut wie gar nichts.
    Einfach 5 Kilometer Radius bei Flughäfen ect. einhalten und losfliegen.
    Hier der Link zur Karte mit den nötigen Infos:
    https://www.bazl.admin.ch/bazl/de/home/gutzuwissen/drohnen-und-flugmodelle/drohnenkarte.html

    Sichtbereich liegt so bei 150 Höhenmeter und die Drohnen dürfen nicht schwerer als 30 Kilo sein.
    https://drohnen-camp.de/drohnen-gesetze-in-schweiz/

    Eindeutig überreguliert. Leider wird es aber auch bei uns ab nächstem Jahr Anpassungen geben.

  • Mirko Weikert | 03.01.2020

    Hallo!!!
    Vielen Dank für diesen informativen Artikel!
    Eine Frage hätte ich aber noch…
    In der Kategorie Spielzeugdrohne heißt es in dem Artikel:
    „ Für diese Kategorie ist keine Genehmigung erforderlich, auch wenn die Drohne mit einer Kamera ausgestattet ist.“

    Bedeutet das, dass ich für meine private Nutzung (social media, etc) Aufnahmen machen darf, wenn ich nicht höher als 30 Meter fliege?
    Und 2. : muss ich jeden Flug anmelden bzw bewilligen lassen?!

    Im September hat mir die Austro Control folgende Antwort gesendet (damals noch zu der spark, habe jetzt eine Mavic Mini):

    „ Da die DJI Spark laut Angaben des Herstellers über eine sehr geringe Betriebsmasse von nur ca. 300g verfügt, ist das Gerät in vielen Anwendungsfällen als „unbemanntes Gerät bis zu 79 Joule maximaler Bewegungsenergie“ (§ 24d Luftfahrtgesetz) zu klassifizieren, somit ist auch bei der Erstellung von Luftbildaufnahmen keine Bewilligung der Austro Control erforderlich. Jedoch ist darauf zu achten, dass Flughöhe und Geschwindigkeit so gewählt werden, dass die 79-Joule-Grenze nicht überschritten wird und durch den Betrieb keine Personen oder Sachen gefährdet werden. “

    Vielleicht ist diese Info ja auch für den einen oder anderen hilfreich :)

    Kann ich diese Freigabe auch automatisch auf die Mini übertragen?!

    Würde mich sehr über eine Info freuen!

    Besten Dank!!!!

  • Thomas | 25.01.2020

    Hallo,

    Ich habe eine kurze Frage zu meinem einwöchigen Urlaub im August. Ich möchte meine DJI Mavic 2 zoom mitnehmen um ein paar schöne Urlaubfotos zu machen.
    Welche Möglichkeiten gibt es? Nur der Bewillungsantrag für 330 € ? – ist evtl. Die neue Drohnengesetzgebung für die EU aktiv. Wäre schön, wenn ihr mir eine kurze Rückmeldung geben könntet…
    Vielen Dank im Voraus

  • Niko | 05.06.2020

    Email vom 05.06.2020 -> Braucht DJI Mavic Mini eine Bewilligung zum Fliegen bzw. zum Fliegen + Aufnahmen

    Habe mit Austro Control geschrieben.

    Sehr geehrter Herr (mein Name),

    da die DJI Mavic Mini laut Angaben des Herstellers über eine sehr geringe Betriebsmasse von nur 249g verfügt, ist das Gerät in vielen Anwendungsfällen als „unbemanntes Gerät bis zu 79 Joule maximaler Bewegungsenergie“ (§ 24d Luftfahrtgesetz) zu klassifizieren, somit ist auch bei der Erstellung von Luftbildaufnahmen keine Bewilligung der Austro Control erforderlich. Jedoch ist darauf zu achten, dass Flughöhe und Geschwindigkeit so gewählt werden, dass die 79-Joule-Grenze nicht überschritten wird und durch den Betrieb keine Personen oder Sachen gefährdet werden.

    Wird das Gerät auch in Höhen über 30m über Grund verwendet bzw. die 79-Joule-Grenze überschritten und erfolgt der Betrieb gegen Entgelt/gewerblich bzw. nicht zum Zwecke des Fluges selbst (zB zur Erstellung von Foto- oder Filmaufnahmen), ist eine Betriebsbewilligung der Austro Control erforderlich.

    Vielen Dank.

    Mit freundlichen Grüßen

    (Name des Mitarbeiters – Austro Control)

    ————————————————————————————————————————————————————————–

    FAZIT: Ihr dürft mit der DJI Mavic Mini rumfliegen und aufnehmen, solange ihr niemanden gefährdet und NICHT über 30m steigt. Wollt ihr höher fliegen, braucht ihr eine Genehmigung (300 Euro im Jahr). Also Jungs und Mädels.. respektiert die Anwohner und fliegt auf max 30m Höhe in unbesiedelten Gebieten. Dann seid ihr auf auf der sicheren Seite.

    Zwecks Drohnenversicherung.. schaut mal ob bei eueren Haftplichtversicherung Drohnenversicherung dabei ist. Bei mir (7 Euro pro Monat – DEVK Premium) ist eine Drohnenversicherung bis 5kg EU-Weit mit drin).

    Diese Angaben gelten hier NUR für DJI Mavic Mini.

    • My-Road.de Team | 08.06.2020

      Hallo Niko,
      danke für deine Informationen, das klärt den Status der Mini noch einmal von offizieller Seite.
      Viele Grüße
      Das My-Road-Team

    • Tim | 10.07.2020

      Da steht doch eben das genau das Filmen und Fotografieren nicht erlaubt ist. Nur zum Zwecke des Fluges selbst ist die Kamera zu nutzen. Andernfalls benötigt man eine Bewilligung …

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