Drohnen-Gesetze in Neuseeland

Drohnen in Neuseeland fliegen

In diesem Beitrag findest du die aktuelle Gesetzgebung für den Einsatz von Drohnen in Neuseeland.

Am anderen Ende der Welt warten Panoramen auf dich, die dir den Atem rauben können. Die faszinierenden Landschaften dienten schon vielen bekannten Filmen als Kulisse. Mit Sicherheit findest auch du beeindruckende Motive für Drohnenflüge in Neuseeland. Hier erfährst du alles, was du dazu wissen musst.

Überblick: Drohnen-Gesetze in Neuseeland

Drohnen zum Freizeitgebrauch erlaubt? Ja, ohne weitere Anforderungen
Gewerbliche Nutzung von Drohnen erlaubt? Ja, ohne weitere Anforderungen
Maximale Flughöhe:120 Meter (393,7 Fuß) im unkontrollierten Luftraum.
Ist eine Drohnen-Versicherung erforderlich? Nein. Wir empfehlen dir dennoch, in diesem Land deine Drohne zu versichern.
Benötigen Drohnen eine Kennzeichnung?Nein.
Mehr Infos zu Drohnen-Plaketten
Müssen Drohnen registriert werden? Nein.
Halte Abstand zu Flughäfen
Respektiere die Privatsphäre anderer Personen
Drohnenverbot rund um Flughäfen

Weitere Drohnen-Bestimmungen in Neuseeland

Du musst deine Drohne während des Fluges immer mit bloßem Auge sehen können. Falls du FPV-Flüge durchführen möchtest, kann auch ein Observer den Copter beobachten.

Private Drohnen dürfen in Neuseeland nicht mehr als 25 Kilogramm wiegen.

Um die bemannte Luftfahrt nicht zu gefährden, darf eine Drohne in einem Umkreis von vier Kilometern rund um einen Flughafen nicht genutzt werden.

In Neuseeland dürfen Drohnen nur bei Tageslicht genutzt werden. Eine Ausnahme kann gemacht werden, wenn du im Umkreis von 100 Metern um eine Erhebung (z.B. ein Turm, eine Kirche) fliegst und nicht höher als die Erhebung selbst aufsteigst. Dann kann davon ausgegangen werden, dass kein anderes Flugzeug so nah an die Erhebung heran fliegt. In Neuseeland spricht man dann von einer Shielded Operation, für die keine weiteren Auflagen zu erfüllen sind.

In Neuseeland werden Drohnen-Einsätze nicht nach privaten und geschäftlichen Absichten unterschieden.

Drohnenverbot im Aoraki/Mount Cook National Park

In öffentlichen Gebieten brauchst du die Erlaubnis vom City bzw. District Council. Links mit weiteren Infos findest du weiter oben im Beitrag.

Drohnen-Manöver innerhalb von Nationalparks sind nur mit vorheriger Genehmigung erlaubt. Die Genehmigung muss beim DOC beantragt werden und kostet für private Zwecke 65 NZ$ zzgl. Steuern. Das DOC listet auf seiner Website die Nationalparks, für die es sich nicht lohnt, einen Antrag zu stellen, weil dieser höchstwahrscheinlich sowieso abgelehnt wird. Die nicht empfohlenen Nationalparks sind:

  • Abel Tasman National Park
  • Arthur’s Pass National Park
  • Egmont National Park
  • Fiordland National Park
  • Mount Aspiring National Park
  • Nelson Lakes National Park
  • Paparoa National Park
  • Tongariro National Park

Diese Liste kann sich ständig ändern. So wurde zum Beispiel für den Fiordland National Park im August 2019 die maximal mögliche Anzahl an Genehmigungen erreicht, weswegen vorübergehend keine mehr ausgestellt werden.

Beachte auch, dass die anderen Nationalparks möglicherweise Bestimmungen haben, die normale Drohnenflüge erschweren. Beispielsweise gibt es im Aoraki/Mt. Cook National Park laut einem Aushang spezielle Landeplätze auch für Drohnen und die meisten befinden sich auf dem Tasman Gletscher, zu dem man nicht so einfach kommt.

Die hier aufgelisteten Drohnen-Regeln für Neuseeland haben wir nach bestem Wissen recherchiert. Die Richtigkeit der Angaben können wir leider nicht garantieren. Wenn du auf Nummer sichergehen willst, dann kontaktiere die neuseeländische Luftfahrtbehörde. Alternativ kannst du auch bei der neuseeländischen Botschaft in Deutschland um weitere Informationen zu den Vorschriften bitten. Hinterlasse uns bitte einen Kommentar, wenn du Neuigkeiten erfährst und/oder selber Erfahrungen mit deinem Copter in Neuseeland gesammelt hast!

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Über den Autor

Seit 2014 lässt mich die Begeisterung für Kamera-Drohnen nicht mehr los. Als Fotograf und Filmemacher bieten sie mir eine unglaubliche Bandbreite an Gestaltungsmöglichkeiten. Dank Drohnen konnte ich überall auf der Welt ganz besondere Perspektiven einfangen, die ohne die neue Technik undenkbar wären. Doch in all den Jahren hat sich viel geändert und es stellt eine gewisse Herausforderung dar, als Drohnen-Pilot die technischen und rechtlichen Entwicklungen zu verfolgen. Deswegen haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, euch hier im Drohnen Camp alles Wichtige für den Umgang mit euren Drohnen verständlich zu erklären. Falls noch Fragen zu diesem Artikel offengeblieben sein sollten oder ihr Erfahrungen mit uns teilen wollt, dann schreibt uns gern einen Kommentar und wir versuchen euch so schnell wie möglich zu helfen!

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Celina
vor 1 Jahr

Danke Francis und Sören&Tanja für die ausführliche Hilfestellung.
Ich werde im Februar mit meiner Dji Mavic Air nach Neuseeland aufbrechen und die unglaubliche Schönheit des Landes festhalten. Damit ich dabei immer auf der sicheren Seite bin, möchte ich sichergehen, dass ich auch alle richtig verstanden habe. Ich hoffe ihr Verzeiht mir, wenn sich die Fragen wiederholen, aber ich möchte nichts falsch machen und hoffe ihr könnt mir helfen.
Also ich kann generell überhaupt nicht ohne Genehmigung fliegen, egal ob es weder ein DOC-Gebiet ist, noch ein von Airshare gekennzeichnetes Gebiet?
Also wenn ich mir keine Genehmigung für ein DOC-Gebiet nehme und mich entscheide außerhalb dieser Gebiete zu fliege, muss ich immer die entsprechenden Distrikte kontaktieren? Wie finde ich heraus, wen ich in diesen Gebieten kontaktieren muss? Sind das immer Parks, oder ganze Abschnitte (wie bei uns z.b. Bundesländer)?

Viele Grüße
Celina

Tina | Drohnen-Camp-Team
vor 10 Monaten
antworten  Celina

Hallo Celina,
entschuldige bitte die verspätete Antwort, die dir wahrscheinlich nicht mehr hilft. Dennoch möchten wir deinen Kommentar nicht unbeantwortet lassen, falls sich jemand die gleichen Fragen stellt. Die Städte und Gemeinden haben ganz unterschiedliche Herangehensweisen zur Genehmigung von Drohnenflügen. Sie entscheiden zum Beispiel, ob es eine allgemeine Erlaubnis in öffentlichen Parks gibt oder ein generelles Verbot über Straßen. Bei Airshare gibt es eine schöne Übersicht dazu mit weiterführenden Links. Seit deiner Frage haben wir zudem den Beitrag aktualisiert und noch mehr Informationen zur Genehmigung in Nationalparks zusammengetragen.
Viele Grüße
Das My-Road-Team

Sören
vor 2 Jahren

Liebe Drohnen- und Neuseeland-Verrückte,

wir waren vor einem Jahr in Neuseeland und haben uns davor intensiv mit den geltenden Regelungen auseinandergesetzt. Und ja: Neuseeland ist anders :) Wir wollten deshalb mal unseren Erfahrungsbericht hier niederlassen und hoffen, dass es dem ein oder anderen hilft.

Die allgemeinen Regeln sind ja oben perfekt beschrieben. Einige Besonderheiten sollte man aber bei seiner Rundreise beachten.

Nach langen Recherchen haben wir den für uns besten Weg gefunden, um keinerlei Probleme beim Abheben der Drohne zu bekommen. Wir empfehlen heir ein 3-stufiges Verfahren:

1. Zunächst immer prüfen, ob man sich im Gebiet des DOC aufhält: https://www.doc.govt.nz/map/index.html (eine tolle interaktive Map; hier sollte der Haken bei Public Conservation Areas gesetzt werden). Alles was grün/gelb leuchtet bedeutet schon mal: Application + Fees. Die Gebühr bezahlt man auch pro “Take Off”. Da man auch das Datum sowie die Uhrzeit so genau wie möglich angeben muss, war dies für uns keine Option, zumal 65 NZD auch nicht ganz ohne sind…und trotz Antrag gibt es auch Gegenden, wo ein Verbot generell gilt (bspw. Tongariro Nationalpark, Abel Tasman).

2. Befindet Ihr Euch in keinem “DOC Land”, sollten anschließend die lokalen Regelungen für jeden Distrikt geprüft werden. Jeder einzelne Distrikt hat eigene Drohnen-Vorschriften (bestimme Parks, Gebäude etc.). Da wir immer wussten, wann wir ungefähr in welchem Distrikt sind (Zeitraum reicht vollkommen aus), haben wir diese vorher einfach angeschrieben (10-15 Anfragen). Die Behörden sind sehr nett und hilfsbereit, haben sogar einige schöne Hotspots vorgeschlagen :) Manchmal bekommt man eine E-Mail, in welcher einfach steht, dass man die allgemeinen Regelungen beachten sollte, aber ansonsten hiermit die Erlaubnis erteilt wäre. Andere Distrikte haben einen “Confirmation Letter” als PDF zugesendet, welchen wir ausgedruckt immer dabei hatten.

3. Wenn Ihr Euren Distrikt ausgewählt und “gefunden” habt, solltet ihr nur noch schauen, nicht in Flughafennähe abzuheben. Hier bietet die Karte von airshare eine gute Übersicht: https://www.airshare.co.nz/maps

Ich habe mir von den Gebieten, wo wir übernachtet haben oder tolle Strände auf uns warteten meistens eine grobe Übersicht gemacht, wo mögliche Verbote gelten könnten (Screenshot DOC + Screenshot Airshare). Bestes Beispiel hier: Lake Pukaki (definitiv eine Drohnen-Reise wert). Sowohl am Süd- als auch Nordinsel befindet sich ein Flughafen. An der Westseite des Sees ist das Gebirge als DOC Land gekennzeichnet. Durch die Genehmigung des Distrikts (https://mackenzienz.com/) konnte ich aber problemlos entlang des See fliegen (Mount Cook Road), ohne in die Flugzonen oder über DOC Land zu fliegen.

Abschließend sei noch zu erwähnen, dass selbstverständlich Privatland und Privatsphäre geschützt sind, unabhängig davon, ob es sich um bewohntes Land handelt oder nicht. Aber auch hier habe ich keinen Kiwi getroffen, der uns nicht erlaubt habt, ein paar Aufnahmen von seinem Land zu machen :)

Natürlich kann man wie immer argumentieren: Wo kein Kläger….aber dieses Land ist von solcher Vielfalt, Schönheit und Freundlichkeit, dass man die Regelungen (wie natürlich überall auf der Welt auch) für Drohnen befolgen sollte, auch wenn die Einsamkeit an vielen Orten häufig zum “illegalen” Abheben einlädt. Und ein paar Mails sowie ein wenig Recherche über einzelne Distrikt sollte jeder Drohnen-Fan noch hinbekommen.

So, dann hoffen wir mal, dass der Beitrag etwas Angst und Bedenken nimmt und vielleicht mit unserer Vorgehensweise auch Vereinfachung bei der Recherche geschaffen werden kann ;)

Viel Spaß im großartigsten Land der Welt!

Beste Grüße

Sören & Tanja

Kamillo
vor 2 Jahren

Hallo alle zusammen,

Mitte Jänner 2019 plane ich mit meiner Frau eine dreiwöchige Rundreise in Neuseeland und anschließend eine Woche auf Fiji. Ich hatte vor mir extra für diese Reise eine Drohne zuzulegen, nur bin ich zum einen ein bisschen mit dem Angebot überfordert und zum anderen wegen der Gesetzeslage in Neuseeland verunsichert.

Also habe ich im Grunde zwei Fragen:
Welche Drohnen haben eurer Meinung nach denn das beste Preis/Leistungsverhältnis für tolle Videoaufnahmen in NZ?
Kann jemand der vor kurzem bzw. heuer mit Drohne dort war ein bisschen berichten wie die Lage bezüglich Drohneneinsatz ist (auch was die Reaktionen der Einwohner dort angeht)?

Da es schon immer mein Traum war dorthin zu reisen und ich möglichst schöne Erinnerungen (mithilfe der Drohne) mitnehmen will, möchte ich keine Einheimischen dort verärgern… :)

Danke schonmal!
Kamillo

Pascal
vor 2 Jahren

Hallo zusammen,

ich habe mich jetzt mal fleißig durch die Kommentare gelesen und bedanke mich erstmal für umfangreiche Informationen bezüglich dem Einsatz von Drohnen jeglicher Art in NZ.

Gerne würde ich im Dezember meine DJI Tello (86g) nach NZ mitnehmen für Selfiefotos mit uns, Camper und Landschaft. Auch ggf. kleine Videos welche wir an schönen Orten machen wollen. Die Reichweite der Drohne ist ca. 100 m und einer maximalen Höhe von 10 m (mit Software-Update 30m) und somit verdient das kleine Gerät vielleicht gerade mal so den Namen “Drohne”. Da es hier in den Kommentaren primär um richtige Drohnen mit teils enormen Reichweiten und Größen/Gewicht geht wollte ich an der Stelle gerne mal eine Einschätzung haben, ob meine DJI Tello größeren Problemen ausgesetzt ist? Das einzige, was ich jetzt mal so für mich rausgelesen habe sind die Beschränkungen mit Privatland und den DOCs. Ansosnten empfinde ich die anderen Hinweise aufgrund des kleinen Aktionsradius der DJI Tello als “zu vernachlässigen”.

Über eine Rückmeldung würde ich mich sehr freuen! :)

Peter
vor 3 Jahren

Werde demnächst mit fliegendem Chinesen auf Fiji, Tonga und Samoa unterwegs sein. Da ich schon auf Fiji war und ein paar Typen mit diesem Spielzeug getroffen haben kann ich sagen das kaum Überwachung da erfolgt.
Ich war gerade in Japan Okinawa und südlich davon ein paar Inseln und bin noch in China- zu oder bei China kann ich helfen Fragen zu klären

Peter
vor 3 Jahren

Hallo Francis und Bina,
Hier Informationen zu Französisch-Polynesien.
Gefunden im DJI Forum.
https://forum.dji.com/thread-58070-1-1.html

Regularien Air New Zealand
http://www.airnewzealand.de/gefaehrliche-gueter

Regularien Air Tahiti Nui
https://www.airtahitinui.com/de-de/gepaeckrichtlinie

Ich denke mal es sollte keine Probleme geben. Hier bei Euch im Forum hatte ich gelesen, das es wohl Probleme gibt wegen der Propeller (Größe, Schärfe, als Waffe angesehen). Lösung hierzu, abbauen und ins aufzugebende Gepäck damit. Fertig. Ich hoffe andere können mit den Informationen was anfangen. Grüße Peter

Peter
vor 3 Jahren

Hallo,
Im Oktober geht es nach Französisch-Polynesien, hat jemand Erfahrungen wie es dort um die Drohnengesetze steht? Ich würde dort gerne mit der DJI Spark fliegen. Danke!

Peter
vor 3 Jahren
antworten  Francis

Danke für deine schnelle Antwort.
Ich werde mal weiter forschen und ggf. hier Einstellen.

Schönes Fernweh!

Simona
vor 3 Jahren

Hat jemand Erfahrung mit Erlaubnis bei faden Inseln Vanuatu und Tonga ?

Christian Keller
vor 4 Jahren

Hi Francis,
wann wird eigentlich der Online Kurs vervollständigt ?

Gruß Christian

Christian
vor 4 Jahren

HI Francis,
gib mir mal kurz nen Tipp warum bei meiner Phantom 4 oftmals die Propeller zu sehen sind ?! Fliege im P Modus. Liegt es vielleicht am etwas zu starken Wind in Neuseeland?
Danke Gruß Christian

Christian
vor 4 Jahren

Hallo Thorsten,
bin gerade in Neuseeland und habe es bisher nicht bereut mit der Drohne. Vor allem an einsam gelegenen Strände kannst tolle Aufnahmen machen. Ansonsten ist es nicht immer ganz so einfach weil unterwegs die Landschaft ziemlich eingezäunt ist wegen Eigentum. Da solltest dich schon an den Besitzer wenden. Die Tage gehe ich in den Tongerio Nationalpark. Werde mich da mal beim visitor Center mal informieren ob es erlaubt ist die Drohne mitzunehmen. Das wäre mega bei solch einer Wanderung.
Gruß Christian

Sebastian
vor 3 Jahren
antworten  Christian

Hallo Christian,

durftest du im Tongariro Nationalpark fliegen?

Christian
vor 3 Jahren
antworten  Sebastian

Hallo Sebastian,
ich hatte die Drohne damals bei der Wanderung im Tongario Nationalpark nicht mitgenommen. Ich glaube im Visitor Center hängt ein Verbotsschild.
Müsstest dich vorab nochmals informieren! Gruß Christian

Thorsten
vor 4 Jahren

Hallo zusammen,

ich mache mich derzeit für meine bevorstehende Reise nach NZ (31.01. geht es los) schlau über die Bestimmung bzgl. des Fliegens.

Ich besitze eine DJI Mavic pro. Diese ist ja nicht wirklich groß und schwer und könnte problemlos mitgenommen werden. Es stellt sich mir nur gerade aufgrund der Einschränkungen die Frage nach dem Sinn. Macht es nun Sinn sie mitzunehmen oder sollte ich sie lieber gleich zuhause im warmen lassen? Gibt es irgendwelche Erfahrungswerte?

Gruß Thorsten

Gsus
vor 4 Jahren
antworten  Thorsten

haha ^.^bei uns geht es am 01.02, auch mit der mavic nach NZ
cheers, vielleicht sehen sich die Drohnen iwo ;-)

Christian
vor 4 Jahren

Hi Francis,
hier findet man echt tolle,und nützliche Hinweise.
Am 4 Januar gehts mit meiner Freundin für 4 Wochen nach Neuseeland. Hab mir extra hierfür die Drohne DJI Phantom 4 gekauft. So bin ich letztens auch auf euren Blog gestoßen weil ich mit den Bestimmungen für Drohnen in Neuseeland nicht vertraut war.

Gruß Christian

Andreas
vor 4 Jahren

Da ich im Januar nach Neuseeland fliege habe ich bei der Deutschen Botschaft in Wellington angefragt.

Nachstehend die Antwort:

“Vielen Dank für Ihre Erkundigungen zur Nutzung von Drohnen in Neuseeland.

Die Nutzung von Drohnen in Neuseeland unterliegt seit 2015 strengen Regularien. Die gesetzlichen Vorgaben zur Nutzung von Drohnen finden Sie in AC (advisory circulars) 101 und 102 der Civil Aviation Authority of New Zealand, abrufbar unter https://www.caa.govt.nz/rules/acs/#Part_101.
Die Voraussetzungen zur Nutzung von Drohnen richtet sich grundsätzlich nach Gewicht.
Bei einer Drohne von über 25 kg müssen Sie in jedem Fall eine Genehmigung einholen; das Formular ist abrufbar unter http://www.caa.govt.nz Dokument-Nr. CAA24102/01.
Drohnen von 15-25 kg Gewicht sind nur zulässig, wenn sie hergestellt und betrieben werden durch anerkannte Organisationen. Die in Neuseeland bislang einzige anerkannte Organisation ist die Model Flying New Zealand (MFNZ).
Drohnen von unter 15 kg bedürfen grundsätzlich keiner Genehmigung. Ihr Betrieb ist erlaubt unter folgenden Voraussetzungen:
“You must—
(1) not operate an aircraft that is more than 25 kg and always ensure that it is safe to operate;
and
(2) at all times, take all practicable steps to minimise hazards to persons, property and other
aircraft (i.e. don’t do anything hazardous); and
(3) fly only in daylight; and
(4) give way to all crewed aircraft; and
(5) be able to see the aircraft with your own eyes (e.g., not through binoculars, a monitor, or
smartphone), to ensure separation from other aircraft (or use an observer to do this in
certain cases); and
(6) not fly your aircraft higher than 120 metres (400 feet) above ground level (unless certain
conditions are met); and
(7) have knowledge of airspace restrictions that apply in the area you want to operate; and
(8) not fly closer than four kilometres from any aerodrome (unless certain conditions are
met); and
(9) when flying in controlled airspace, obtain an air traffic control clearance issued by
Airways Corporation of New Zealand; and
(10) not fly in special-use airspace without the permission of the administering authority of the
area (e.g. restricted or military operating areas); and
(11) have consent from anyone you want to fly above; and
(12) have the consent of the property owner or person in charge of the area you want to fly
above.”

Zu Nummer 12: Handelt es sich nicht um ein privates Grundstück, sondern um öffentliches Land, so ist stets die Genehmigung der zuständigen Stadt/des zuständigen Distrikts einzuholen. Als Tourist ist für Sie an dieser Stelle möglicherweise interessant, dass das DOC (Department of Conservation) generell die Nutzung von Drohnen auf den „great walks“ sowie dem Fox und Franz Josef Glätscher verboten hat. Insofern ist die Nutzung von Drohnen erheblich eingeschränkt. Neuseeland unterscheidet nicht zwischen kommerziell und freizeitlich genutzten Drohnen. Die einschlägigen Regularien (auf englisch) finden Sie nochmals anbei. Insbesondere finden sich darin Spezifizierungen zur den oben genannten zwölf Vorgaben.”

Damit wurde alles was ihr vorher bereits beschrieben habt bestätigt.

Peter
vor 4 Jahren

Hallo Francis
lass mich mal kurz Zusammenfassen. Wenn ich an einem Strand bin der nicht in einem Nationalpark ist und auch nicht Privatbesitz, dann darf ich fliegen? Im Nationalpark brauche ich eine Genehmigung vom lokalen DOC, und wenn ich über Privatgelände fliegen will brauche ich die Einwilligung vom Besitzer. Wie schwierig ist es DOC Bewilligungen zu bekommen? Kann man dies Lokal jeweils am gleichen Tag machen oder muss ich es im voraus online machen? Besten Dank für den Informativen Blog. Peter

Ben
vor 5 Jahren

Hallo Stefan.
Ich kam gestern von meinem Neuseeland Trip und der Drohne zurück.
Klar kannst du Sie mit einführen.
Am Zoll bzw der Gepäckkontrolle gab es bei mir keine Probleme, es wurde lediglich einmal in den Rucksack geschaut weiter nichts.

Zu beachten wäre das die Akkus nicht voll geladen sein sollten und einzeln in “Safe Bag’s” im Handgepäck* mitgeführt werden. (Max. 2 pro Person)
Zum Fliegen: Schau dich doch mal auf Airshare.co.nz um (weiter oben gepostet) da sind unter anderem die Flugverbots Zonen auf den Maps angegeben und die Rules 101.

Auf der Nordinsel hast du denk ich mal bessere Chancen zu fliegen ohne dich großartig um Genehmigungen zu kümmern.
Beachte auf jedenfall das abseits der Straße wo alles mit Holzpflöcken abgezäunt Privatland ist und du ein Überfliegen vom Besitzer genehmigen must !

Es gibt ein paar stellen wo man Fliegen kann
(Strand zB) aber bin immer nur geflogen wenn wirklich keiner in der Nähe war….

Wo genau planst du denn hinzufahren?
Hoffe konnte erstmal helfen :)

Mit freundlichen Grüßen Ben

Stefan
vor 5 Jahren
antworten  Ben

Hallo Ben,
danke für deine Infos. Ich werde für 6 Monate in Auckland sein. Allerdings habe ich einen Monat zum Reisen und da wollte ich mir alles ansehen…
Hast Du die Drohne im Handgepäck oder im Koffer befördert. Die DJI Inspire 1 ist fürs Handgepäck evtl zu gross. Was meinst Du mit Safe Bags? Einfach die Schaumhüllen in denen die Akkus geliefert wurden?
Grüße,
Stefan

Stefan
vor 5 Jahren

Hallo zusammen,
ich plane eine Reise nach NZ, da ich meinen Ballon (Pilot) nicht mitnehmen kann habe ich mir eine Drone gekauft um NZ von oben zu sehen. Leider lese ich jetzt das die Bestimmungen wohl stark eingeschränkt wurden. Kann ich überhaupt noch eine Drone mit einführen? Wenn ja was ist zu beachten?
Bin für jeden Tipp dankbar Grüße,
Stefan

Peter
vor 5 Jahren

Hallo,
ich fliege am 18.2. nach Neuseeland und wollte mein Quadrocopter mitnehmen. Jetzt bin ich etwas verunsichert ob die Idee so gut ist. Ich wollte eigentlich Luftaufnahmen der schönen Landschaft machen. Bekomme ich jetzt Probleme wenn ich ohne Genehmigung des CityCouncils oder Disctict Councils fliege? Wenn ich ein paar Regeln einhalte (Militärzonen, Flughäfen, Städte… meiden) sollte das doch kein Problem sein oder? Hat schon jemand Erfahrungen gesammelt? Würde mich über ein paar Tips sehr freuen. Gruß Peter

Ben
vor 5 Jahren
antworten  Peter

Hallo Peter
Ich Bin zur Zeit in Neuseeland und habe meine Phantom 3 auch mitgenommen.
Beim Zoll keine Probleme.
Zur Zeit habe ich mich an die Airshare Maps mit den verschiedenen Flugverbotszonen gehalten, und bin meistens nur an Stränden geflogen wo auch wenig bzw fast gar keine publik ist.
Einmal bin ich in einem Forest Resevat bei einem Wasserfall geflogen.
Privat Gelände habe ich bis jetzt gemieden, da man auch hier fragen sollte ob man fliegen darf. (Die ganze Insel landeinwärts besteht aus privat Gelände davon mal abgesehen, sieht man unterwegs auch an den vielen Holzzäunen und Tieren auf der Weide)
Da ich nur auf der Nordinsel tätig bin halten sich die Nationalparks ins grenzen, wo man schon den Destrict Consuil aufsuchen sollte.
Wobei ich allerdings keine Bedenken habe ist beim Tongariro Crossing.
Da sind wirklich nur Touries unterwegs und wenn man keinen aufn Schirm hatt dürfte es kein Problem sein.Blöd gesagt wer kontrolliert das schon da oben aufn Berg.
Natürlich habe ich meine Drohne nicht mitgenommen und habe mich zum Schluss geärgert. Der Weg zum Tongariro hat es in sich aber die Bilder und der Ausblick sind auf jedenfall empfehlenswert. (Ps: das Wetter muss natürlich passen)
GLeicheres gilt für das Cape Reinga, aber da war eindeutig zu viel Wind.
Einmal habe ich auf nem Campingplatz gefragt ob ich neben an auf dem Feld fliegen kann zur Antwort bekam ich: No ist a Farm and its Privat.
Also wenn du eine Rundreise machst und länger als 3 Wochen bleibst würde ich sagen es lohnt sich die Drohne mitzunehmen.
Sorry für das ganze durcheinander aber ich hoffe es hatt geholfen, falls noch Fragen aufkommen Antworte ich gerne zurück
Mit freundlichen Grüßen Ben

Peter
vor 5 Jahren
antworten  Ben

Vielen dank für die Antwort!
Hatte leider gestern ein Absturz und muss jetzt schauen ob ich sie so schnell überhaupt wieder zum fliegen bekomme:(. Falls ja werde ich sie dann wohl mitnehmen.

Ben
vor 5 Jahren

Hallo,
Danke Arthur für die Infos.
Ich finde die Einschränkungen auf der Nord Insel halten sich inkl. National Parks in Grenzen.(laut airshare)
Da ich eh eine Rundreise mache gibt es dennoch viele Orte. Ob nun Privat oder nicht lässt sich heraus finden.
Also dürfte es auf ländlichen Gegenden doch keine Probleme machen !?

Mit freundlichen Grüßen Ben

Ben
vor 5 Jahren
antworten  Francis

Ja werde ich machen.
Bin am 20 Februar wieder da und Berichte.
Lg

Arthur Steinhauser
vor 5 Jahren

Hi Francis,
Ich bin multicopter Pilot aus Neuseeland und muss dir leider sagen, das die Infos die Du zu Neuseeland hast nicht so richtig sind. leider ist hier nichts mehr Grün sondern Gelb bis Rot.

Es gibt ziemlich ausgiebige Gesetzte zum Thema Multicopter in Neuseeland, hier die Links und die Kurzfassung für alle:

Regeln des CAA:
http://www.caa.govt.nz/rpas/index.html
Airshare the UAV HUB
https://www.airshare.co.nz/

Dies sind die wichtigsten Seiten zu dem Thema, hier die Kurzfassung:

Part 101 für private und kommerzielle Nutzung:
– Gewicht: 4km von jeglichem Helipad und Flughafen
– max 400ft (120m) Flughöhe
– Allen anderen in der Luft platz machen
– Genehmigung von jedem den man überfliegt
Somit auch auf keinen Fall über Menschenmengen
– FPV nur mit Spotter
– UND LEIDER seid 01.08.2015: Für jeden Aufstieg braucht man die Genehmigung des Grundstückeigentümers!!!

Wenn es kein Privates Land ist so braucht man die Genehmigung des CityCouncils or Disctict Councils oder DOC in National Parks (ganz schwer)
Hier eine kleine Zusammenfassung:
https://www.airshare.co.nz/property-owner-consent-information

DOC (Department of Conservation) hat generell die Nutzung von allen UAVs auf den “great walks” sowie dem Fox und Franz Josef Gelätcher verboten. Es stehen sogar Schilder am Rand.
http://www.doc.govt.nz/get-involved/apply-for-permits/business-or-activity/aircraft-activities/

Über diese Karten kann man sehen wo kontrolliere bereiche und verbotene Zonen von seiten der Luftfahrbehörde:
https://www.airshare.co.nz/maps

Möchte man über die Regeln 101 hinaus fliegen muss man sich für Part 102 registrieren (kann gern bis zu 5000$ kosten Gebühren, Dokumentation, Training etc.) und muss spezifizieren was man machen will, wie z.B. über 400ft oder bei Nacht oder über Menschenmengen.

Strafen:
Leider ist unsere Luftfahrtbehörde CAA ziemlich hart bei vergehen, so sind Strafen teilweise hoch mit 1500-4500 NZD. Ein bekannter flog nah am Flughafen ohne Genehmigung und hat das Video online gestellt 3000 NZD.

ABER:
Die Leute sind oft sehr sehr freundlich und wenn man irgendwo fliegen möchte fragt man den Grundstücksbesitzter ob das ok ist und fast immer bekommt man ein ja und es ist ok. Aber vor allem in Nationalparks lasst den Copter im Rucksack oder besser nehmt ihn nicht mit.

Sorry für so viel Text aber leider ist das hier nicht mehr so einfach und es liegt an uns es gerade zu biegen, denn immer mehr machen was sie wollen und für uns (registriert Piloten die damit ihr geld verdienen) wird es immer schwerer.

Wenn Ihr weitere Fragen habt, wendet euch gern am mich.
Liebe Grüße aus Southland Neuseeland

Arthur Steinhauser
Videocopter.nz

Klaus Stoehr
vor 4 Jahren

Wir waren in Neuseeland. Sind mehr Drohnen Verbotsschilder aufgestellt als sonstige Verkehrszeichen
Wir haben uns mit einheimischen unterhalten und die sagen sogar du kommst mit einer Drohne nicht ins Land
Fazit…. Lohnt nicht