Drohnen-Gesetze in Mauritius

Drohne fliegen in Mauritius

Lerne in diesem Artikel, welche Gesetze du in Mauritius beachten musst, wenn du dort mit einer Drohne fliegen möchtest.

Der Inselstaat im Indischen Ozean lockt mit herrlichen Stränden und einer paradiesischen Landschaft. In Mauritius gibt es mit Sicherheit wundervolle Drohnen-Motive, die aus der Luft festgehalten werden können. Seit 1. Januar 2025 gelten neue Regelungen, die sich an die EU-Drohnenverordnungen anlehnen, diese aber nicht vollständig implementieren.

Überblick: Drohnen-Gesetze in Mauritius

Drohnen zum Freizeitgebrauch erlaubt? Ja, nach Registrierung oder Genehmigung
Gewerbliche Nutzung von Drohnen erlaubt? Ja, nach Registrierung oder Genehmigung
Maximale Flughöhe:400 Fuß (121,9 Meter) im unkontrollierten Luftraum.
Ist eine Drohnen-Versicherung erforderlich? Ja, für private und gewerbliche Drohnen-Flüge. Wir empfehlen diese Drohnen-Versicherung.
Benötigen Drohnen eine Kennzeichnung?Ja.
Mehr Infos zu Drohnen-Plaketten
Müssen Drohnen registriert werden? Ja.
Halte Abstand zu Flughäfen
Respektiere die Privatsphäre anderer Personen
Kontaktdaten

civil-aviation@govmu.org

Registrierung deiner Drohne

Um deine Drohen auf Mauritius zu fliegen, musst du dich und deine Drohne registrieren lassen. Fülle hierfür folgende Anträge aus und sende sie per Mail an civil-aviation@govmu.org:

Möglicherweise wird für die Registrierung eine Gebühr fällig, deren Höhe uns noch nicht bekannt ist (Hinweise gern unten in den Kommentaren posten).

Nur privat gebaute Drohnen, die nicht schwerer als 250 Gramm sind oder Drohnen, die ausschließlich für persönliche Freizeitzwecke verwendet werden UND keine Kamera und kein Datenerfassungsgerät besitzen, müssen nicht registriert werden.

Weitere Regeln auf Mauritius

Du darfst deine Drohne nur in Sichtweite fliegen. Halte mindestens 30 Meter Abstand zu unbeteiligten Personen.

Privatpersonen dürfen mit ihren Drohnen nicht in der Nacht fliegen.

Zu besiedeltem Gebiet, Notfalleinsätzen und Menschenansammlungen (ab 500 Personen) muss ein Abstand von 150 Metern eingehalten werden. Zu einzelnen Personen, Fahrzeugen, Schiffen und anderen Hindernissen gilt eine Sicherheitsdistanz von 50 Metern. Während Starts und Landungen darf dieser Abstand auf 30 Meter verkürzt werden.

Vorschriften für gewerbliche Piloten

Für die kommerzielle Nutzung von Multicoptern ist die Zustimmung von der Luftfahrtbehörde einzuholen. Um die Permission for Aerial Work (PFAW) zu bekommen, musst du mindestens 18 Jahre alt sein, theoretische Kenntnisse nachweisen und deine praktischen Fähigkeiten demonstrieren. Zudem musst du ein Operations Manual einreichen, in dem du die verschiedenen Flugprozeduren darlegst. Eine Vorlage dafür ist auf der Website des Departments of Civil Aviation (DCA) abrufbar.

Für die Erteilung der PFAW werden dir 10.000 MUR (ca. 260 Euro) berechnet. Die Genehmigung ist drei Jahre gültig. Unter Umständen können auch temporäre Genehmigungen für ausländische Drohnensteuerer erteilt werden.

Die hier aufgelisteten Drohnen-Regeln für Mauritius haben wir nach bestem Wissen recherchiert. Die Richtigkeit der Angaben können wir leider nicht garantieren. Wenn du auf Nummer sichergehen willst, dann kontaktiere die zuständige Luftfahrtbehörde. Alternativ kannst du auch bei der Botschaft in Deutschland um weitere Informationen zu den Vorschriften bitten. Hinterlasse uns bitte einen Kommentar, wenn du Neuigkeiten erfährst und/oder selber Erfahrungen mit deiner Drohne auf Mauritius gesammelt hast!

Francis Profilbild Hexagon
Über den Autor

Francis Markert ist der Experte, wenn es um die private oder professionelle Drohnennutzung geht. Als erfahrener Drohnenpilot hilft er dir dabei, deine Drohne effizient und rechtssicher einzusetzen. Seit vielen Jahren widmet sich Francis der Ausbildung von Drohnenteams und Einzelpersonen, um deren Sicherheit im Umgang mit Drohnen zu gewährleisten. Er ist seit 2020 ein vom Luftfahrtbundesamt anerkannter Prüfer und darf neben praktischen und theoretischen Schulungen auch Prüfungen zu den großen Drohnenführerscheinen (Fernpilotenzeungis A2 und STS) abnehmen.

Mit seiner Ausbildungs- und Beratungstätigkeit unterstützt Francis professionelle Anwender in Unternehmen und Behörden genauso wie interessierte Einzelpersonen. Außerdem ist Francis Autor des erfolgreichen Buches „Drohnen: Die große Fotoschule“ und Mitbegründer von Drohnen-Camp Plus, dem Mitgliederbereich für die Drohnencommunity.

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