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In wenigen Monaten wird es ernst und es treten neue Regeln für den Betrieb von Drohnen in Kraft. Aktuell arbeiten wir mit Hochdruck an einem Videokurs, in dem wir dir die komplexen Regeln anschaulich erklären werden. All unseren Lesern, die sich bis zum Kursstart für unseren Newsletter anmelden, schenken wir einen kostenlosen Zugriff. Sei dabei und melde dich sofort an, damit wir dir deinen Zugang reservieren können!

Drohnen-Gesetze in Japan

In diesem Artikel erfährst du, welche Drohnen-Gesetze in Japan gelten.

Die Nutzung von Drohnen ist in Japan erlaubt. Früher war dafür noch eine Erlaubnis erforderlich, jedoch ist diese bürokratische Hürde – zumindest in unbesiedelten Gebieten – entfallen. Solange du dich an die folgenden Regeln hältst, musst du keinen speziellen Antrag abschicken.

Überblick: Drohnen-Gesetze in Japan

Drohnen zum Freizeitgebrauch erlaubt? Ja, ohne weitere Anforderungen
Gewerbliche Nutzung von Drohnen erlaubt? Ja, ohne weitere Anforderungen
Maximale Flughöhe:150 Meter (492,1 Fuß) im unkontrollierten Luftraum.
Ist eine Drohnen-Versicherung erforderlich? Nein. Wir empfehlen dir dennoch, in diesem Land deine Drohne zu versichern.
Benötigen Drohnen eine Kennzeichnung?Nein.
Drohnen-Plaketten können hier bestellt werden
Müssen Drohnen registriert werden? Nein.
Halte Abstand zu Flughäfen
Respektiere die Privatsphäre anderer Personen
Kontakte

UA/Drone Counseling Service: hqt-jcab.mujin@ml.mlit.go.jp.

Weitere Vorschriften für Drohnen-Piloten in Japan

In Japan darfst du deine Drohne nicht unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen steuern. Wenn du dabei erwischt wirst, droht eine Haftstrafe von bis zu einem Jahr oder eine Geldstrafe bis zu 300.000 Yen (etwa 2.500 Euro).

Vor jedem Flug solltest du die Flugtauglichkeit deines Geräts überprüfen. Außerdem musst du es so steuern, dass es keine Gefahr für andere Fluggeräte, Personen oder Objekte darstellt.

Im japanischen Luftraum darfst du deinen Copter nur bei Tageslicht und in Sichtweite steuern.

Du darfst damit keine gefährlichen Materialien transportieren oder Objekte abwerfen.

Es gibt unseres Wissens keine spezielle Versicherungspflicht. Wegen der hohen Kosten, die bei einem Schaden auftreten können, solltest du aber deine Drohne versichern.

Sicherheitsabstände und Flugverbote in Japan

Es gibt drei Arten von Lufträumen, für die in Japan eine Genehmigung erforderlich ist:

  • der Luftraum um Flughäfen
  • der Luftraum über 150 Metern Höhe
  • der Luftraum über dicht besiedelten Gebieten

Wo genau sich die Flughäfen und dicht besiedelten Gebiete befinden, kannst du dir auf dieser Karte ansehen. Zwar ist sie bisher nur auf Japanisch verfügbar, aber sie ist selbsterklärend. Rot eingefärbt sind die Gebiete, die als dicht besiedelt gelten und grün der Luftraum um Flughäfen.

Wenn du doch in einem dieser Lufträume fliegen möchtest, musst du eine Genehmigung beim Ministerium für Infrastruktur, Transport und Tourismus mindestens 10 Werktage im Voraus auf Japanisch beantragen. Dieses Dokument erklärt die erforderlichen Schritte. Offenbar gibt es dafür auch ein Onlineportal. Im Moment scheint alles nur auf Japanisch verfügbar zu sein. Bei Fragen kannst du dich an den UA/Drone Counseling Service wenden, E-Mail: hqt-jcab.mujin@ml.mlit.go.jp.

Fliegende Drohnen müssen immer einen Abstand von 30 Metern zu unbeteiligten Personen, Fahrzeugen und Gebäuden einhalten.

Der Betrieb von Drohnen über Menschenansammlungen und Veranstaltungen ohne Genehmigung ist in Japan verboten. Nicht erlaubt sind Flüge über Straßen, in den öffentlichen Parks von Tokio und Osaka sowie über dem Palast des Kaisers, anderen Regierungsgebäuden, Atomkraftwerken und militärischen Einrichtungen. Es sollte ein Abstand von mindestens 300 Meter eingehalten werden. Flugverbote werden ebenfalls während der Olympischen Spiele 2020 in Tokio verhängt. Eine Liste mit den Verbotszonen findest du hier.

Wenn du außerhalb dieser Regeln fliegen möchtest, also zum Beispiel eine Veranstaltung filmen oder bei Nacht fliegen möchtest, benötigst du eine Genehmigung und solltest du dich an die örtliche Luftfahrtbehörde wenden.

Besonderheit DJI Mavic Mini

Vielleicht hast du irgendwo gelesen, dass du mit der DJI Mavic Mini in Japan überall ohne Genehmigung fliegen darfst. Das trifft nicht auf die Drohne zu, die du in Europa kaufen kannst, denn in Japan hat DJI eine noch leichtere Version herausgebracht, die nur 199 Gramm wiegt. Dort ist ein leichterer, aber schwächerer Akku eingebaut. Der Grund dafür ist, dass das japanische Luftfahrtgesetz erst ab 200 Gramm greift. Somit können Drohnen unter 200 Gramm auch höher als 150 Meter fliegen.

Gut zu wissen

Wenn du die oben genannten Regeln nicht beachtest und erwischt wirst, droht eine Geldstrafe von bis zu 500.000 Yen (etwa 4100 Euro). Für Drohnenflüge, in denen Alkohol oder Drogen im Spiel sind, gelten weitere Strafen.

Für Funktechnik gibt es in Japan spezielle Vorgaben. Sie muss über ein Konformitätssiegel verfügen. Sollte deine Drohne selbstgebaut sein oder auf irgendeine Weise von den herkömmlichen Geräten abweichen, dann informiere dich am besten auf dieser Seite über die Vorschriften.

Unseres Wissens nach gibt es keine Unterscheidung von Drohnenflügen zu Freizeitzwecken und zu kommerziellen Zwecken in Japan.

Als Protest gegen die Politik in Fukushima hat ein Aktivist in der Vergangenheit eine Drohne mit radioaktiven Material auf dem Dach des Premierministers gelandet. Aufgrund dieses Vorkommnisses solltest du vor allem in der Nähe von Regierungsgebäuden besonders behutsam vorgehen und lieber auf den einen oder anderen Flug verzichten, um unnötigen Ärger zu vermeiden.

Die hier aufgelisteten Drohnen-Regeln für Japan haben wir nach bestem Wissen recherchiert. Die Richtigkeit der Angaben können wir leider nicht garantieren. Wenn du auf Nummer sichergehen willst, dann kontaktiere die japanische Luftfahrtbehörde. Alternativ kannst du auch bei der japanischen Botschaft in Deutschland um weitere Informationen zu den Vorschriften bitten. Hinterlasse uns bitte einen Kommentar, wenn du Neuigkeiten erfährst und/oder selber Erfahrungen mit deinem Copter in Japan gesammelt hast!

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Über den Autor

Seit 2014 lässt mich die Begeisterung für Kamera-Drohnen nicht mehr los. Als Fotograf und Filmemacher bieten sie mir eine unglaubliche Bandbreite an Gestaltungsmöglichkeiten. Dank Drohnen konnte ich überall auf der Welt ganz besondere Perspektiven einfangen, die ohne die neue Technik undenkbar wären. Doch in all den Jahren hat sich viel geändert und es stellt eine gewisse Herausforderung dar, als Drohnen-Pilot die technischen und rechtlichen Entwicklungen zu verfolgen. Deswegen haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, euch hier im Drohnen Camp alles Wichtige für den Umgang mit euren Drohnen verständlich zu erklären. Falls noch Fragen zu diesem Artikel offengeblieben sein sollten oder ihr Erfahrungen mit uns teilen wollt, dann schreibt uns gern einen Kommentar und wir versuchen euch so schnell wie möglich zu helfen!

Diskussionen zum Thema

  • Martin | 29.05.2017

    Servus Francis,

    vielen Dank für die ausführlichen Informationen rund um Drohnenflug im Allgemeinen.
    Wir werden im Sommer eine dreiwöchige Rundreise in Japan unternehmen, wozu ich einige Fragen habe, die ich mir leider – auch mit eurer Website – nicht mit Sicherheit selbst beantworten kann.

    1.) Auf dem Weg nach Japan werden wir einen 2-stündigen Stop-Over in Abu Dhabi haben, ebenso auf dem Weg zurück. Kann es hier Probleme geben, wenn ich meine Mavic Pro im Handgepäck dabei habe? Einige arabische Länder haben ja, soweit ich es verstehe, den Besitz von Drohnen komplett verboten. Außerdem fliegen wir mit Etihad – soweit ich weiß, erlaubt diese Fluggesellschaft die Mitnahme von Drohnen im Handgepäck – richtig?

    2.) Dass man in japanischen Großtstädten, insobesondere Tokio, seine Drohne (ohne zuvor eingeholte Genehmigung) am besten überhaupt nicht starten sollte, habe ich mittlerweile verstanden. Aber in Kleinstädten und abseits von größeren Wohngebieten (>4.000 Einwoher/km²) stellt das fliegen/filmen/fotographieren mit Drohnen keine Probleme dar, solange man tagsüber und nicht über 150 Meter fliegt, oder?

    Bitte entschuldige, wenn meine Fragen in Texten auf deiner Website bereits beantwortet sind, aber ich will diesbezüglich einfach auf Nummer sicher gehen und stelle daher direkt die Fragen.

    Vielen Dank und mach weiter so!
    Beste Grüße
    Martin

  • Dietmar Mondon | 10.03.2018

    Hallo,
    im Mai 2018 führen wir eine 11 köpfige germanische Reisegruppe in Japan. Habe 17 Jahre (1977-1994) in Japan verbracht, fliege seit ein paar Jahren Quadrokopter und hätte gerne den letzten Stand, da ich die Reise u.a. mit Quadro dokumentieren möchte.

    • Marcel Noack | 14.03.2018

      Hi Dietmar
      Sag mal fährst du zufällig mit kojama Reisen im mai nach japan. Die Reise B-1 falls ja könnten wir ja mal quatschen müssen wir ja nicht beide ne drohne mit schleppen.

    • Francis | 27.03.2018

      Hi Dietmar,
      meines Wissens gibt es keine neuen Entwicklungen in Japan. Viele Grüße, Francis

  • Clemens S. | 11.04.2018

    Ich erlaube mir einen Kommentar zu Japan: es lohnt sich kaum eine Drohne mitzunehmen!
    Da Flüge in dichtbesiedelten Gebieten nicht erlaubt sind, kann ausschliesslich auf dem Land geflogen werden. Da der normale Tourist kaum abseits von den grossen / bekannten Städten und Sehenswürdigkeiten unterwegs ist, bleibt die Drohne am Boden.
    DJI hat auf der NFZ-Homepage die Gebiete eingefärbt, wo geflogen werden darf und wo nicht.
    https://www.dji.com/flysafe/geo-map
    Die Busse beträgt rund 500’000 JPY, was etwa 3’700 Euro sind. Ich kann es also nicht empfehlen ;-)

  • Marcel Noack | 11.04.2018

    Ich glaube ich besorge mir lieber eine 5 Meter Teleskop Stange und mache die Kamera dran

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