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Drohnen-Gesetze in Italien

Drohne fliegen in Italien

In diesem Beitrag erklären wir dir die jurisitische Lage für die Nutzung von Drohnen in Italien.

Seit Juli 2020 gilt in Italien ein neues Gesetz, das sich auf die europäische Drohnenverordnung bezieht. Die wichtigste Änderung ist, dass Drohnen nun registriert werden müssen und Drohnenpiloten einen Kenntnisnachweis brauchen. Im Folgenden schlüsseln wir dir die italienischen Regeln auf.

Überblick: Drohnen-Gesetze in Italien

Drohnen zum Freizeitgebrauch erlaubt? Ja, nach Registrierung oder Genehmigung
Gewerbliche Nutzung von Drohnen erlaubt? Ja, nach Registrierung oder Genehmigung
Maximale Flughöhe:120 Meter (393,7 Fuß) im unkontrollierten Luftraum.
Ist eine Drohnen-Versicherung erforderlich? Ja, für private und gewerbliche Drohnen-Flüge. Wir empfehlen diese Drohnen-Versicherungen.
Benötigen Drohnen eine Kennzeichnung?Ja. Drohnen ab 250 Gramm müssen mit einem QR-Code gekennzeichnet sein.
Drohnen-Plaketten können hier bestellt werden
Müssen Drohnen registriert werden? Ja.

Drohnenpiloten müssen sich auf d-flight.it als Operator registrieren. Ausgenommen sind diejenigen mit einer Drohne unter 250 Gramm, solange diese nicht mit einer HD-Kamera oder anderem Equipment ausgestattet ist, das potenziell in die Privatsphäre anderer eindringen kann.

Halte Abstand zu Flughäfen
Respektiere die Privatsphäre anderer Personen

Registrierung

In Italien müssen sich alle Drohnenpiloten im D-Flight-Portal als Operator registrieren. Ausgenommen sind Freizeitpiloten mit Drohnen unter 250 Gramm, wobei das Portal spezifiziert, dass alle Drohnen mit einer HD-Kamera oder anderem Equipment, das potenziell in die Privatsphäre anderer eindringen kann, registriert werden müssen, auch solche unter 250 Gramm. Damit müsste zum Beispiel auch die DJI Mavic Mini registriert werden.

Kostenlose Anleitung: So gelingt dir die Registrierung!


Weil die Registrierung im D-Flight-Portal kompliziert ist und uns viele Fragen dazu erreichen, haben wir eine umfangreiche Anleitung erstellt. In der kostenlosen PDF-Datei erklären wir auf 14 Seiten die einzelnen Schritte, die du bei der Registrierung durchlaufen musst.
 
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Das D-Flight-Portal ist zumindest am Anfang noch recht fehleranfällig und hatte Schwierigkeiten bei der Darstellung. Um zur Registrierung zu gelangen, klickst du am besten in der oben verlinkten Web-App rechts oben auf das Login-Symbol (sieht aus wie der Oberkörper einer Person). Dort gelangst du über „Sign-Up“ in die Registrierungsmaske. Eventuell wird dieses Formular nicht richtig angezeigt und die Formularfelder heißen „register-user.register-id.username“ oder so ähnlich. Anhand des letzen Begriffs kannst du aber herleiten, welche Information abgefragt wird. Du kannst auch versuchen, in der Ecke rechts oben die Sprache auf Englisch oder Italienisch zu stellen, dann sollten die Felder im Volltext erscheinen.

Deinen Account musst du per E-Mail aktivieren, bist damit aber noch nicht richtig registriert. Dafür musst du unter „Account Details“ die Option „SAPR Operator“ aktivieren, die gewünschten Informationen ausfüllen und per E-Mail eine Kopie deines Ausweises oder Passes einreichen.

QR-Code

Mithilfe eines QR-Codes sollen Drohnen ab 250 Gramm identifizierbar werden. Auch das ist etwas umständlich. Für einfache Flugmanöver kostet der Code 6 Euro pro Drohne. Du musst zunächst im D-Flight Market Place „D-coins“ kaufen. Sie sind je einen Euro wert. Sechs Coins kannst du dann für den QR-Code einlösen. Achtung: Ein Leser hat bereits berichtet, dass einige Zahlungsoptionen nicht funktioniert haben und er das Geld nur überweisen konnte. Den QR-Code erhältst du, indem du deine Drohne unter „Fleet“ anhand des Drohnenmodells aktivierst.

Wie bereits angedeutet, ist das Portal am Anfang noch schlecht nutzbar. Deshalb haben wir dir oben das offizielle Handbuch verlinkt, in dem beschrieben ist, wie es normalerweise funktionieren sollte.

Kenntnisnachweis

Die neuen Regeln schreiben für Drohnen ab 250 Gramm auch einen Kenntnisnachweis vor. Dieser ist fünf Jahre gültig und lässt sich über die Website der zivilen Luftfahrtbehörde ENAC erlangen. Zunächst musst du einen Online-Kurs absolvieren, der im Moment anscheinend nur auf Italienisch zur Verfügung steht und dann eine Prüfung ablegen, die aus 40 Multiple Choice-Fragen besteht. Das Zertifikat soll für normale Manöver 31 Euro kosten.

Auch hier gibt es einige Startschwierigkeiten, da für mehrere Seiten rund um den Test noch Wartungsarbeiten anstehen. Leider haben wir noch keine Informationen, ob ausländische Zertifikate anerkannt werden.

Fernidentifikation

Ab Januar 2021 wird bei Drohnen über 250 Gramm ein Gerät zur Fernidentifikation, also ein elektronischer Funksender, Pflicht. Eigentlich sollte er bereits mit Inkrattreten des Gesetzes im Juli eingeführt werden, doch weil die genauen Vorgaben noch nicht klar waren, wurde die Einführung nach hinten verschoben.

Weitere Vorschriften für Drohnenpiloten in Italien

Italien unterscheidet grundsätzlich in unkritische und kritische Flugmanöver. Unkritisch sind allgemein solche unter 120 Metern Höhe, mit Drohnen unter 2 Kilogramm und die nicht über Menschenansammlungen stattfinden.

Bei den Sicherheitsabständen gilt 150 Meter zu belebten Gebieten und 50 Meter zu Personen. Außerdem muss Abstand zu städtischen Ballungsräumen und sensibler Infrastruktur eingehalten werden.

Für weitere Sicherheitsabstände, zum Beispiel rund um Flughäfen, soll auch das D-Flight-Portal Informationen liefern.

Flüge müssen in Sichtweite stattfinden, bei Nachtflügen ist eine ausreichende Beleuchtung notwendig.

Um kritische Manöver durchführen zu dürfen, musst du als professioneller Drohnenpilot registriert sein und benötigst eine Genehmigung. Bei bestimmten Standardszenarien reicht aber eine Erklärung, dass du dich an die Bestimmungen hälst.

Die hier aufgelisteten Drohnen-Regeln für Italien haben wir nach bestem Wissen recherchiert. Die Richtigkeit der Angaben können wir leider nicht garantieren. Wenn du auf Nummer sichergehen willst, dann kontaktiere die italienische Luftfahrtbehörde. Alternativ kannst du auch bei der italienischen Botschaft in Deutschland um weitere Informationen zu den Vorschriften bitten. Hinterlasse uns bitte einen Kommentar, wenn du Neuigkeiten erfährst und/oder selber Erfahrungen mit deinem Copter in Italien gesammelt hast!

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Über den Autor

Seit 2014 lässt mich die Begeisterung für Kamera-Drohnen nicht mehr los. Als Fotograf und Filmemacher bieten sie mir eine unglaubliche Bandbreite an Gestaltungsmöglichkeiten. Dank Drohnen konnte ich überall auf der Welt ganz besondere Perspektiven einfangen, die ohne die neue Technik undenkbar wären. Doch in all den Jahren hat sich viel geändert und es stellt eine gewisse Herausforderung dar, als Drohnen-Pilot die technischen und rechtlichen Entwicklungen zu verfolgen. Deswegen haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, euch hier im Drohnen Camp alles Wichtige für den Umgang mit euren Drohnen verständlich zu erklären. Falls noch Fragen zu diesem Artikel offengeblieben sein sollten oder ihr Erfahrungen mit uns teilen wollt, dann schreibt uns gern einen Kommentar und wir versuchen euch so schnell wie möglich zu helfen!

Diskussionen zum Thema

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  • Uwe | 27.08.2020

    Hallo,
    noch eine Frage zu den Flugzonen. Auf der Karte von D-Flight gibt es Bereiche die Rot kariert gekennzeichnet sind. Auf der Legende links unten bei den Höhenangaben steht „max-height D-areas“. Was hat das zu bedeuten? Komplettes Flugverbot oder Freigabe?

    • Tina | Drohnen-Camp-Team | 27.08.2020

      Hallo Uwe,
      bei uns steht in der Legende für die rot karierten Gebiete „Dangerous Area“. Wenn man solche Gebiete anklickt, erhält man weitere Informationen, beispielsweise ist die Area Toscana als „Low height military area“ mit entsprechenden Aktivzeiten von Montag bis Freitag eingestuft. Piloten sollen dort besonders vorsichtig sein, ein generelles Flugverbot scheint es aber nicht zu geben. Es kann sein, dass solche Gebiete für geplante Manöver gesperrt werden, es empfiehlt sich also, das vor dem Flug zu prüfen.

      • Uwe | 27.08.2020

        Hallo Tina,
        vielen Dank für die schnelle Antwort. Das klingt ja schon mal beruhigend da ja halb Italien derart markiert ist.
        Mal sehen was die Flight Save Datenbank meiner DJI Drohne dazu anzeigt. Das merke ich aber erst wenn ich vor Ort bin ;-)

  • Carolin | 30.08.2020

    Hallo,
    Da wir in den nächsten Tagen nach Sardinien fliegen, wollte ich fragen, ob es schon Neuigkeiten hinsichtlich des Kompetenznachweises gibt. Bleibt es dabei, dass dieser nur bis zum 01.09. ausgesetzt war? Leider habe ich diesbezüglich keine Informationen auf Englisch finden können. Eine andere Möglichkeit diesen Nachweis zu erbringen als über das italienische Portal gibt es nicht?

    Vielen Dank schon einmal für die Antworten:)

    Schöne Grüße
    Carolin

  • Mirko | 31.08.2020

    Hallo Zusammen,

    Mitte September ist es endlich soweit und es geht in den Urlaub nach Südtirol :)
    wenn ich die aktuelle gesetzliche Lage richtig verstehe, muss ich die DJI Mavic Mini lediglich registrieren, benötige aber keinen QR-Code, da dieser für Drohnen ab 250g gefordert wird!?

    hier der Auszug:
    The QR-Code is a unique identification code, which represents the association between the operator’s registration number and a plate assigned to the SAPR. This QR-Code must be applied on the SAPR before its use. As specified in Article 8 of ENAC Regulation the following subjects are required to affix the QR-Code identification code to their SAPR, according to the timing defined in Article 37 of the same:

    Operators of RPA used for professional purpose, independently by the RPA weight, starting from the 1st of March 2020
    Operators/Owners of RPA used for recreational purpose and whose weight is equal or higher than 250g, starting from the 1st of July 2020

    https://www.d-flight.it/new_portal/en/servizi-d-flight/

    oder verstehe ich irgendetwas falsch???

    MfG :)

    • Tina | Drohnen-Camp-Team | 04.09.2020

      Hallo Mirko,
      wir versuchen gerade herauszufinden, was es mit der Ausnahme für HD-Kameras auf sich hat. Da stehen auch bei D-Flight widersprüchliche Dinge. Bis dahin würden wir an deiner Stelle erstmal kein Geld für einen QR-Code ausgeben und dich im Zweifelsfall auf diese Textpassagen und den verlinkten Gesetzestext, in dem nichts von HD-Kameras steht, berufen.

  • Martin | 04.09.2020

    Hallo zusammen,

    wie soll mich sich denn bitte auf der Seite für den Kenntnisnachweis ohne Italienischen Ausweis anmelden ? Die Möglichkeit besteht so wie ich das sehe gar nicht oder ?

    Eventuell kann hier jemand helfen.

    Gruß

  • Stefan | 07.09.2020

    Daran bin ich leider bisher auch gescheitert! Für jeden sachdienlichen Hinweis wäre ich auch dankbar.

  • Mirko | 08.09.2020

    Hallo Tina,

    Vielen Dank für die Antwort, ich hatte es so verstanden, dass auch eine Mavic Mini registriert werden muss, aufgrund der Kamera, allerdings kein QR Code benötigt…
    Für weitere Infos bin ich natürlich dankbar :)

    Lg

  • Michael | 23.09.2020

    Hallo Sabrina und Francis,

    ein ganz GROSSES Dankeschön für Eure detaillierte Beschreibung zur Anmeldung bei D-Flight Italien.
    Die Anweisung hat mir sehr geholfen, da mein Italienisch doch nicht für solche Prozesse ausreicht.

    Ihr seid Klasse.

    Liebe Grüße
    Michael

    • Tina | Drohnen-Camp-Team | 25.09.2020

      Hallo Michael,
      danke für das Lob! Wir alle im Team freuen uns, dass die Anleitung hilfreich ist.

  • Luca | 25.09.2020

    Hallo Francis,

    ich habe eine Frage.
    Für eine Ausnahmeerlaubnis bei der Luftfahrtbehörde brauche ich einen Kenntnisnachweis um meinen Mavic 2 fliegen zu lassen.
    Wird ein italienischer Kenntnisnachweis über die Website der zivilen Luftfahrtbehörde ENAC hier in Deutschland anerkannt?

    Ich freue mich über deine Rückmeldung.

    übrigens: tolle webseite! danke für deine Mühe.

    Luca

    • Francis | 25.09.2020

      Hallo Luca,
      danke für deinen Kommentar und dein freundliches Feedback :)

      Zu deiner Frage: Zum jetzigen Zeitpunkt werden – nach meinem Wissensstand – ausländische Kenntnisnachweise noch nicht anerkannt, da die bei der Prüfung abgefragten Inhalte sich derzeit noch unterscheiden und nicht auf den gleichen Rechtsrahmen beziehen. Ab kommenden Jahr wird sich das jedoch ändern.

      Beste Grüße,
      Francis

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