Drohnen-Gesetze in Israel

Drohne in Israel fliegen

Israel hat sein Drohnenrecht neu geordnet. Der frühere Weg über eine Gastmitgliedschaft im Modellflugverband ist abgeschafft. Wer heute fliegen will, braucht eine Freizeitlizenz der Luftfahrtbehörde und muss die Drohne registrieren. Beides geht online, auch aus dem Ausland.

Grundlage sind die Flight Regulations (Operation of Drone), 2024. Zuständig ist die Civil Aviation Authority of Israel (CAAI). Der israelische Modellflugverband, über den der Zugang für Reisende früher lief, verweist auf seiner Besucherseite inzwischen selbst auf das Behördenportal.

Überblick: Drohnen-Gesetze in Israel

Drohnen zum Freizeitgebrauch erlaubt? Ja, nach Registrierung oder Genehmigung
Gewerbliche Nutzung von Drohnen erlaubt? Ja, nach Registrierung oder Genehmigung
Maximale Flughöhe:50 Meter (164,0 Fuß) im unkontrollierten Luftraum.
Ist eine Drohnen-Versicherung erforderlich? Ja, für private und gewerbliche Drohnen-Flüge. Wir empfehlen diese Drohnen-Versicherung.
Benötigen Drohnen eine Kennzeichnung?Unbekannt.
Mehr Infos zu Drohnen-Plaketten
Müssen Drohnen registriert werden? Ja.

Seit der Neuordnung von 2024 brauchst du eine Recreational Drone License der Civil Aviation Authority of Israel und musst die Drohne registrieren. Beides läuft über das Prüfungs- und Registrierungsportal der Behörde, für Reisende über den Bereich für ausländische Staatsangehörige mit Reisepassnummer. Die frühere Gastmitgliedschaft im Modellflugverband entfällt.

Halte Abstand zu Flughäfen
Respektiere die Privatsphäre anderer Personen
Kontaktdaten

Civil Aviation Authority of Israel (CAAI)
Prüfungs- und Registrierungsportal: caaidrone.mot.gov.il/foreign

Freizeitlizenz beantragen

Für die Recreational Drone License musst du drei Bedingungen erfüllen:

  • Du bist mindestens zwölf Jahre alt.
  • Du liest, sprichst und verstehst Hebräisch oder Englisch, dazu das in der Luftfahrt übliche technische Englisch.
  • Du weist dein Fachwissen nach, indem du eine Prüfung im Prüfungs- und Registrierungsportal der CAAI bestehst.

Die Prüfung läuft online und besteht aus 15 Fragen. Zum Bestehen brauchst du zwölf richtige Antworten. Fällst du durch, kannst du sie ohne zusätzliche Kosten wiederholen. Lernmaterial für den Freizeitbereich stellt die Behörde bereit. Nach bestandener Prüfung erscheint die Lizenz im Portal und lässt sich als Datei herunterladen.

Reisende melden sich im Bereich für ausländische Staatsangehörige an. Dafür brauchst du dein Herkunftsland, deine Reisepassnummer und dein Geburtsdatum. Die Anmeldung wird per SMS oder E-Mail bestätigt.

Drohne registrieren

Die Registrierung läuft im selben Portal. Anzugeben sind, ob die Drohne ein Seriengerät oder ein Eigenbau ist, die Bauart (Multirotor, Starrflügler und so weiter), Hersteller, Modell, Gewicht und die Seriennummer des Herstellers. Jede weitere Drohne erscheint danach in deiner Geräteliste. Zum Schluss stellt das System eine Registrierungsbescheinigung aus.

Die CAAI stellt außerdem die App DronesIL für iOS und Android bereit. Darüber bekommst du die israelischen Luftfahrtinformationen und damit die aktuellen Beschränkungen.

Weitere israelische Drohnen-Regeln

Deine Drohne muss sich immer in direkter Sichtweite befinden. Für die Fernsteuerung ist das Frequenzband 2,4 GHz vorgesehen.

Nach unserem Stand liegt die maximale Flughöhe bei 50 Metern. Zu Flugplätzen sind zwei Kilometer Abstand zu halten, zu Personen und Gebäuden 250 Meter. Diese Werte stammen aus der Zeit vor der Neuordnung von 2024. Prüfe sie vor dem Flug in der DronesIL-App oder frag bei der CAAI nach.

Sicherheitslage beachten

Israel hat wegen der Sicherheitslage mehrfach kurzfristige und großflächige Drohnenverbote verhängt. Verlass dich deshalb nie auf einen älteren Stand. Informiere dich unmittelbar vor der Reise und noch einmal vor jedem Flug über die geltenden Beschränkungen, und beachte die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts.

Versicherung

Die frühere Sammelversicherung über die Verbandsmitgliedschaft entfällt mit dem alten Verfahren. Schließe deshalb eine eigene Drohnen-Versicherung ab, die in Israel gilt. Für gewerbliche Flüge war das schon vorher Pflicht.

Abstände und Flugverbote in Israel

Einen Überblick über die Sperrgebiete gibt die folgende Karte. Sie ist eine private Zusammenstellung und ersetzt die amtliche Auskunft nicht. Die Altstadt von Jerusalem solltest du mit einer Drohne in jedem Fall meiden.

Du siehst einen Platzhalterinhalt von Google Maps. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, schalte den Inhalt frei. Bitte beachte, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Die Farben in der Karte stehen für:

  • Blau: Flughäfen und Flugplätze
  • Rot: eingeschränkte und gefährliche Sperrgebiete, Verteidigungsanlagen
  • Lila: Flugbeschränkungen der Naturschutzbehörden

Warst du mit deiner Drohne in Israel? Schreib uns in die Kommentare unter diesem Beitrag, wie die Online-Prüfung und die Registrierung gelaufen sind und welche Beschränkungen vor Ort galten. Damit hilfst du allen, die als Nächstes dorthin reisen.

Die hier aufgelisteten Drohnen-Regeln für Israel haben wir nach bestem Wissen recherchiert. Die Richtigkeit der Angaben können wir leider nicht garantieren. Wenn du auf Nummer sichergehen willst, dann kontaktiere die israelische Luftfahrtbehörde. Alternativ kannst du auch bei der israelischen Botschaft in Deutschland um weitere Informationen zu den Vorschriften bitten. Hinterlasse uns bitte einen Kommentar, wenn du Neuigkeiten erfährst und/oder selber Erfahrungen mit deiner Drohne in Israel gesammelt hast!

Francis Profilbild Hexagon
Über den Autor

Francis Markert ist der Experte, wenn es um die private oder professionelle Drohnennutzung geht. Als erfahrener Drohnenpilot hilft er dir dabei, deine Drohne effizient und rechtssicher einzusetzen. Seit vielen Jahren widmet sich Francis der Ausbildung von Drohnenteams und Einzelpersonen, um deren Sicherheit im Umgang mit Drohnen zu gewährleisten. Er ist seit 2020 ein vom Luftfahrtbundesamt anerkannter Prüfer und darf neben praktischen und theoretischen Schulungen auch Prüfungen zu den großen Drohnenführerscheinen (Fernpilotenzeungis A2 und STS) abnehmen.

Mit seiner Ausbildungs- und Beratungstätigkeit unterstützt Francis professionelle Anwender in Unternehmen und Behörden genauso wie interessierte Einzelpersonen. Außerdem ist Francis Autor des erfolgreichen Buches „Drohnen: Die große Fotoschule“ und Mitbegründer von Drohnen-Camp Plus, dem Mitgliederbereich für die Drohnencommunity.

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