Drohnen-Gesetze in Island

Drohnen Regeln in Island

Island hat die Gesetze für Drohnen-Piloten sehr ausführlich festgeschrieben. In diesem Artikel erklären wir dir die aktuelle Rechtslage im Inselstaat.

Island hat viele schöne Motive zu bieten, von denen Drohnenpiloten schwärmen. Doch bevor du deinen Copter in dem Land startest, musst du dich mit den Regeln auseinandersetzen.

Auch Island wird die EU-Drohnenverordnung, die in vielen Ländern am 31.12.2020 in Kraft trat, übernehmen. Dies verzögert sich aber noch bis voraussichtlich Mitte 2021. In der Zwischenzeit gelten die bestehenden Gesetze. Informationen zu den neuen europäischen Regeln findest du in unserem Übersichtsartikel und auf den dort verlinkten Seiten.

Überblick: Drohnen-Gesetze in Island

Drohnen zum Freizeitgebrauch erlaubt? Ja, ohne weitere Anforderungen
Gewerbliche Nutzung von Drohnen erlaubt? Ja, nach Registrierung oder Genehmigung
Maximale Flughöhe:120 Meter (393,7 Fuß) im unkontrollierten Luftraum.
Ist eine Drohnen-Versicherung erforderlich? Nein. Wir empfehlen dir dennoch, in diesem Land deine Drohne zu versichern.
Benötigen Drohnen eine Kennzeichnung?Ja. Alle Drohnen müssen mit Anschrift und Telefonnummer gekennzeichnet werden.
Mehr Infos zu Drohnen-Plaketten
Müssen Drohnen registriert werden? Ja.

Die Registrierung bei der Samgöngustofa ist bei gewerblicher Nutzung erforderlich.

Halte Abstand zu Flughäfen
Respektiere die Privatsphäre anderer Personen
Hilfreiche Links:Samgöngustofa

Weitere Auflagen für Drohnenpiloten in Island

In Island ist die maximale Flughöhe auf 120 Meter über Grund begrenzt. Falls dein Copter eine Höhenbegrenzung unterstützt, dann muss diese auf 120 Meter eingestellt werden.

Drohnen dürfen nur innerhalb der Sichtweite betrieben werden.

Die Isländische Verkehrsagentur ist der Meinung, dass alle Copter versichert sein sollten. Auch wenn der Versicherungsschutz erst ab 20 Kilogramm Abflugmasse gesetzlich vorgeschrieben ist, solltest du dich absichern. 

Innerhalb von Ortschaften darf das maximale Abfluggewicht 3 Kilogramm nicht überschreiten. Außerhalb von Ortschaften sind Flüge bis zu einem Gewicht von 25 Kilogramm zulässig.

Bevor du mit deinem Copter in Island startest, musst du deinen Namen mit Anschrift und Telefonnummer an der Drohne anbringen.

Sicherheitsabstände und Flugverbote

Zu isländischen Flughäfen mit Linienflugverkehr (Keflavík, Akureyri, Reykjavík und Egilsstaðir) muss dein Copter eine Distanz von mindestens 2 Kilometern einhalten. Für alle anderen Flugplätze gilt ein Verbotszone im Radius von 1,5 Kilometern. Wer näher an diesen Flugplätzen starten will, benötigt die Zustimmung vom Tower. Die Genehmigung muss jedoch nicht eingeholt werden, wenn du nicht höher als die höchste Erhebung in unmittelbarer Umgebung fliegst.

Zu freistehenden Gebäuden muss ein Abstand von 150 Metern gewahrt werden. Innerhalb von Siedlungen muss ein Mindestabstand von 50 Metern zu Gebäuden berücksichtigt werden. Wenn du näher an die Gebäude heranfliegen möchtest, benötigst du die Zustimmung der Bewohner/Eigentümer.

In Brutgebieten (z.B. Vogelfelsen), über Menschenansammlungen, über Häusern, über Fahrzeugen und über Einsatzorten von Sicherheitsorganisationen (z.B. Polizei, Feuerwehr etc.) dürfen Multicopter nicht betrieben werden.

In Nationalparks benötigst du vor dem Flug die schriftliche Genehmigung durch die Parkverwaltung (hier gibt es z.B. ein Antragsformular für den Vatnajökull Nationalpark). 

Vorschriften für gewerbliche Drohnen-Einsätze

Sobald du deine Drohne in Island nicht ausschließlich zur Freizeitgestaltung einsetzt, musst du dich bei der Samgöngustofa registrieren. Die Registrierung wird auch notwendig, wenn du deine privaten Aufnahmen (z.B. in sozialen Medien) veröffentlichen möchtest. 

Die hier aufgelisteten Drohnen-Regeln für Island haben wir nach bestem Wissen recherchiert. Die Richtigkeit der Angaben können wir leider nicht garantieren. Wenn du auf Nummer sichergehen willst, dann kontaktiere die isländische Luftfahrtbehörde. Alternativ kannst du auch bei der isländischen Botschaft in Deutschland um weitere Informationen zu den Vorschriften bitten. Hinterlasse uns bitte einen Kommentar, wenn du Neuigkeiten erfährst und/oder selber Erfahrungen mit deinem Copter in Island gesammelt hast!

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Über den Autor

Seit 2014 lässt mich die Begeisterung für Kamera-Drohnen nicht mehr los. Als Fotograf und Filmemacher bieten sie mir eine unglaubliche Bandbreite an Gestaltungsmöglichkeiten. Dank Drohnen konnte ich überall auf der Welt ganz besondere Perspektiven einfangen, die ohne die neue Technik undenkbar wären. Doch in all den Jahren hat sich viel geändert und es stellt eine gewisse Herausforderung dar, als Drohnen-Pilot die technischen und rechtlichen Entwicklungen zu verfolgen. Deswegen haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, euch hier im Drohnen Camp alles Wichtige für den Umgang mit euren Drohnen verständlich zu erklären. Falls noch Fragen zu diesem Artikel offengeblieben sein sollten oder ihr Erfahrungen mit uns teilen wollt, dann schreibt uns gern einen Kommentar und wir versuchen euch so schnell wie möglich zu helfen!

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