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Drohnen-Gesetze in Bolivien

Drohnen Regeln in Bolivien

In diesem Artikel möchte ich die rechtliche Lage für dir Nutzung von Drohnen in Bolivien beleuchten.

In Bolivien gilt seit 2019 ein neues Gesetz, das Drohnenflüge reguliert. Demnach müssen alle Drohnen ab 250 Gramm registriert werden.

Überblick: Drohnen-Gesetze in Bolivien

Drohnen zum Freizeitgebrauch erlaubt? Ja, nach Registrierung oder Genehmigung
Gewerbliche Nutzung von Drohnen erlaubt? Ja, nach Registrierung oder Genehmigung
Maximale Flughöhe:122 Meter (400,3 Fuß) im unkontrollierten Luftraum.
Ist eine Drohnen-Versicherung erforderlich? Nein. Wir empfehlen dir dennoch, in diesem Land deine Drohne zu versichern.
Benötigen Drohnen eine Kennzeichnung?Ja. Die Drohne muss sichtbar mit der Registrierungsnummer gekennzeichnet werden.
Drohnen-Plaketten können hier bestellt werden
Müssen Drohnen registriert werden? Ja.

Drohnen ab 250 Gramm müssen registriert werden. Dazu gibt es ein Online-Formular. Ab einem Gewicht von 6 Kilogramm wird eine Gebühr von 50 Bolivianos fällig. Das Mindestalter für Registrierungen ist 18 Jahre.

Halte Abstand zu Flughäfen
Respektiere die Privatsphäre anderer Personen
Kontakte

Zivile Luftfahrtbehörde: rpaslp@dgac.gob.bo

Weitere Regeln für Drohnenpiloten in Bolivien

Laut Gesetz (Artikel 164) müssen alle Luftaufnahmen in Bolivien vom Servicio Nacional de Aerofotogrametría (SNA) genehmigt werden. Wir haben noch nichts darüber gehört, wie das in der Praxis gehandhabt wird.

Bolivien unterscheidet zwischen Drohnenflügen für den reinen Freizeitgebrauch und „Luftarbeiten“ (trabajos aéreos). In der Definition wird nicht auf den kommerziellen Aspekt eingegangen, sondern auf den Zweck. Dabei wird die Fotografie mit aufgezählt, sodass es scheint, als könnten Privatanwender mit Kameradrohnen in die Kategorie Luftarbeiten fallen. Das hieße, dass jeder Flug bei der Zivilen Luftfahrtbehörde (DGAC) angemeldet werden muss. Bei Drohnen bis 6 Kilogramm und unter Einhaltung der nachfolgenden Regeln reicht es, das ausgefüllte Online-Formular mindestens 12 Stunden vorher abzusenden.

Generell darf bei der Drohnennutzung niemand gefährdet werden. Flüge ohne Erlaubnis über Menschenansammlungen wie Veranstaltungen, Festivals, Sportevents oder Demonstrationen sind verboten.

Zu Ballungsräumen, Gebieten mit vielen Fußgängern, Bauten und Wohngebäuden soll ein Abstand von 50 Metern eingehalten werden.

Zu Flughäfen gilt ein Sicherheitsabstand von 6 Kilometern, zu Hubschrauberlandeplätzen sind es 2 Kilometer.

An Waldbrände sollten Drohnen nicht näher als 9 Kilometer heranfliegen.

Verboten sind Flüge auch in der Nähe von Militär- und Polizeistützpunkten, Gefängnissen, dem Regierungspalast und der Residenz des Präsidenten sowie den Aufenthaltsorten des Präsidenten und Vizepräsidenten.

Geflogen werden darf nur zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang und bei guten Sicht- und Wetterbedingungen, als sollte kein Nebel, Regen, Schnee oder Eis den Flug beeinträchtigen. Es muss immer Blickkontakt mit der Drohne gehalten werden.

Drohnen dürfen nicht aus sich bewegenden Fahrzeugen heraus gesteuert werden. Piloten dürfen nur eine Drohne auf einmal bedienen. Die Maximalgeschwindigkeit beträgt 70 km/h.

Flugmanöver dürfen nicht unter dem Einfluss von Alkohol, Drogen oder anderen Substanzen durchgeführt werden. Wenn Minderjährige eine Drohne steuern, müssen sie von einem Erwachsenen ab 18 Jahren beaufsichtigt werden.

Die hier aufgelisteten Drohnen-Regeln für Bolivien haben wir nach bestem Wissen recherchiert. Die Richtigkeit der Angaben können wir leider nicht garantieren. Wenn du auf Nummer sichergehen willst, dann kontaktiere die zuständige Luftfahrtbehörde. Alternativ kannst du auch bei der Botschaft in Deutschland um weitere Informationen zu den Vorschriften bitten. Hinterlasse uns bitte einen Kommentar, wenn du Neuigkeiten erfährst und/oder selber Erfahrungen mit deinem Copter in Bolivien gesammelt hast!

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Über den Autor

Seit 2014 lässt mich die Begeisterung für Kamera-Drohnen nicht mehr los. Als Fotograf und Filmemacher bieten sie mir eine unglaubliche Bandbreite an Gestaltungsmöglichkeiten. Dank Drohnen konnte ich überall auf der Welt ganz besondere Perspektiven einfangen, die ohne die neue Technik undenkbar wären. Doch in all den Jahren hat sich viel geändert und es stellt eine gewisse Herausforderung dar, als Drohnen-Pilot die technischen und rechtlichen Entwicklungen zu verfolgen. Deswegen haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, euch hier im Drohnen Camp alles Wichtige für den Umgang mit euren Drohnen verständlich zu erklären. Falls noch Fragen zu diesem Artikel offengeblieben sein sollten oder ihr Erfahrungen mit uns teilen wollt, dann schreibt uns gern einen Kommentar und wir versuchen euch so schnell wie möglich zu helfen!

Diskussionen zum Thema

  • Paul | 30.04.2019

    Wir waren Mai 2017 in Bolivien und hatten dort eine Rundreise gemacht.
    Eine Drohne war auch dabei..
    War alles super und ohne Probleme.
    Die Einheimischen waren auch nicht unzufrieden. Alles gut

    • Francis | 01.05.2019

      Hi Paul,
      super, das hört sich doch gut an. Danke fürs Teilen eurer Erfahrungen. LG Francis

  • Thomas | 13.08.2019

    Wir waren im Juli/August 2019 in Bolivien. Es gibt mittlerweile etliche Orte wo das Fliegen explizit verboten ist, z.B. auf der Kaktusinsel im Salar de Uyuni oder bei den Lagunen im Hochland. Wenn man sich jedoch einige Meter vom Touristenspot entfernt und sich ausser Sichtweite von Ranger/Polizei hält, dann hatten wir keine Probleme. Die Einreise sowie ein Inlandflug von La Paz nach Sucre war problemlos, die Drohne hat keinen interessiert (Drohne ohne Propeller und Akkus im Handgepäck, der Rest im Koffer). An den Touristenspots sind die Einheimischen die Drohnen gewöhnt, aber manchmal hat man trotzdem schnell eine (Kinder)Schar um sich. Allgemein sehr unkompliziert.

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