Die DJI Phantom 2 im Test mit Bewertung

Unsere alte DJI Phantom 2

In diesem Beitrag stellen wir dir den DJI Phantom 2 Quadrocopter vor.

Hinweis: Die DJI Phantom 2 ist schon eine verhältnismäßig alte Drohne. Mittlerweile gibt es deutlich ausgereiftere Systeme, die wir dir ans Herz legen möchten. Eine Auflistung aktueller Drohnen mit Kamera haben wir dir in dem verlinkten Artikel zusammengestellt.

Die Phantom 2 Drohne von DJI ist ein sehr überzeugender Multicopter für Einsteiger in das Hobby sowie Fotografen. Wir nutzten die DJI Phantom 2 sehr intensiv auf unserer Weltreise und stellen sie hier genauer vor.

Mittlerweile kann man die Phantom 2 aber als Oldtimer bezeichnen. Wenn du Wert auf neuste Technik legst, dann solltest du mal einen Blick auf die DJI Phantom 4 werfen. Dennoch ist die DJI Phantom 2 auch heute noch ein großartiger Copter! Im Gegensatz zu aktuellen Modellen lässt sich die Phantom 2 Drohne modular erweitern. Damit ist dieser Quadrocopter eine gute Wahl für Tüftler und Bastler. 

Die wichtigsten Funktionen der DJI Phantom 2 im Überblick

Die DJI Phantom 2 ist ein erprobter Multicopter mit vielen tollen Funktionen.

Die Phantom 2 besteht aus einem sehr stabilem Gehäuse. Im Lieferumfang ist ein LiPo-Akku enthalten, der eine Flugzeit von etwa 25 Minuten ermöglicht. Die mitgelieferten Propeller sind selbstsichernd. Das bedeutet, dass das Gewinde entgegen der Drehrichtung der Motoren ausgerichtet ist. Somit werden die Luftschrauben fest angezogen, wenn sich die Motoren drehen.

Die Drohne ist mit einem GPS-Modul ausgestattet, dass wichtige Flug-Manöver ermöglicht. Sobald du den Copter einschaltest, sucht die Phantom 2 nach GPS-Satelliten. Das dauert (wie bei einem Navigationsgerät) einen kurzen Moment. So bald ausreichend Satelliten empfangen werden, speichert die Phantom 2 die Position, an der sie sich gerade befindet.

Das ermöglicht die äußerst hilfreiche Failsafe-Funktion. Sobald die Verbindung des Multicopters mit der Fernsteuerung abbricht oder der Akku leer wird, bricht die Phantom 2 nach kurzem Warten das aktuelle Flugmanöver ab und kehrt automatisch zu dem Ort zurück, von dem die Drohne gestartet ist (Go-Home). Das erhöht die Sicherheit bei Copter-Flügen enorm.

Aber auch ohne einen Failsafe unterstützt dich das GPS-Modul bei deinen Flügen. Dank GPS korrigiert die DJI Phantom 2 Kursabweichungen, die zum Beispiel durch den Wind entstehen können. Damit ist es sehr einfach, den Phantom 2 Kopter zu steuern.

Die Phantom 2 wird ohne Kamera ausgeliefert. Auf Wunsch kannst du sie jedoch mit einem Gimbal und einer Action-Kamera erweitern. Durch das Gimbal entstehen sehr ruhige Foto- und Videoaufnahmen während des Fluges, denn es gleicht die abrupten Bewegungen aus, denen der Copter ausgesetzt ist. Mit der Wahl des GoPro-Modells kannst du beeinflussen, welche Auflösungen du haben möchtest. Wir empfehlen die GoPro Hero 4 Black Edition (4K/UltraHD mit 30 frames per second). Durch die Erweiterung mit einem Gimbal verringert sich die Flugzeit des Phantom 2 Kopters um etwa 5 Minuten.

Francis mit seiner Drohne in Indien
Francis mit unserer DJI Phantom 2 in Indien

Eine weitere sinnvolle Ergänzung für die Phantom 2 ist ein FPV-System, das dir ermöglicht, schon am Boden die Aufnahmen deiner Kamera zu verfolgen. FPV steht für First Person View („Piloten-Sicht“) und ist also nichts anderes als eine Live-Übertragung deiner GoPro-Aufnahme. Dafür benötigst du folgende Komponente:

  • Video-Transmitter: Sendet Signal vom Copter zum Empfänger
  • Monitor: Zeigt Videovorschau an, am besten mit eingebautem Empfänger
  • iOSD mini: Blendet Telemetrie-Daten wie Flug-Entfernung und Akku-Ladestand ein
  • CL/SPW Antennen: Optimieren Reichweite durch bessere Antennenleistung

Mit diesem Equipment bist du bestens ausgerüstet, um hochwertige Luftaufnahmen zu machen.

Für wen lohnt sich der Kauf einer DJI Phantom 2 Drohne

Gerade für Einsteiger und Hobby-Piloten lohnt sich der Kauf dieser Drohne, denn die DJI Phantom 2 ist schon etwas älter und damit vergleichsweise günstig zu erstehen. Außerdem verstehst du durch die einzelnen erweiterbaren Module besser, wie ein Multicopter aufgebaut ist. Allerdings ist die Phantom 2 längst nicht mehr auf dem Stand der aktuellen Entwicklung. Falls du technikaffin bist, ist die Phantom 2 eine Erwägung wert. Andernfalls solltest du dich vorher mal mit der DJI Mavic Pro beschäftigen.

Video-Vorstellung der Phantom 2 von DJI

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Lieferumfang des Kopters

Im Lieferumfang der DJI Phantom 2 sind enthalten:

  • Der Quadrocopter Phantom 2
  • 2,4 GHz Fernsteuerung
  • 8 selbstsichernde Propeller
  • 1 Intelligente Batterie (Smart Battery mit 66 Wh)
  • Ladegerät
  • MicroUSB-Kabel
  • Werkzeug-Set
  • 4 AA-Batterien für Fernsteuerung

Empfohlenes Zubehör für die Phantom 2

Wie bei den meisten Multikoptern benötigst du auch beim Phantom 2 Multicopter zusätzliches Equipment. Wir empfehlen dir folgende zusätzliche Ausrüstung:

Fazit zur DJI Phantom 2

Wir haben den DJI Phantom 2 Quadrocopter über ein Jahr sehr intensiv genutzt, um unsere Weltreise zu dokumentieren. Bisher wurden wir in keiner Hinsicht enttäuscht und können die Drohne nur wärmstens empfehlen.

Nach der Phantom 2 Drohne hat DJI zwar schon viele weitere Modelle auf den Markt gebracht, aber hohe Qualität des Multikopters machen ihn immer noch attraktiv für Menschen, die gern basteln oder eine GoPro für ihre Fotos/Videos verwenden möchten. Für alle anderen ist es wohl besser, gleich eine andere Drohne mit Kamera zu kaufen.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden


Eines unserer ersten Drohnen-Videos mit der DJI Phantom 2

Das Upgrade: DJI Phantom 2 Vision+

Basierend auf dem Phantom 2 hat der Drohnenhersteller aus China mit dem Phantom 2 Vision+ einen Copter auf den Markt gebracht, der mit eigenem fest installiertem Kamera-System verkauft wird.

Dieses Kamera-System besteht aus mehreren Elementen:

  1. Ein Gimbal, dass Bewegungen des Copters (z.B. durch Wind oder abrupte Flugmanöver) ausgleicht und damit verwacklungsfreie Video-Aufnahmen ermöglicht.
  2. Eine Kamera mit der RAW-Fotos (Kamera-Einstellungen über App anpassbar) und HD-Videoaufnahmen (30 frames per second) eingefangen werden können.
  3. Ein First-Person-View-System, das die Aufnahmen des Copters direkt auf das Smartphone des Piloten bei der Fernsteuerung weiterleitet. Dazu muss die DJI Go App (ab iOS 6.1 bzw. Android 4.0) installiert werden.
  4. Ein On Screen Display (kurz OSD), das wichtige Daten wie (Akku-Stand, Flughöhe etc.) von der Drohne an die Bodenstation übermittelt.

Bei Vorgänger-Modellen musste man für ein derartiges Kamera-System erst selbst die einzelnen Komponenten kaufen (siehe oben) und dann aufwändig zusammenbauen. Mit der Phantom 2 Vision Plus entfällt die Arbeit und du kannst fast sofort losfliegen, wenn du den Kopter auspackst. Nur den Akku musst du vorher laden und die Propeller durch eine simple Drehbewegung montieren (achte dabei auf die Pfeile und Farben an den Propellern).

Neben dem ausgeklügelten Kamera-System ist auch die DJI Phantom 2 Vision+ mit einem GPS-Modul ausgestattet, durch das der Copter auch bei Wind automatisch seine Position hält. Außerdem ermöglicht das Bauteile die extrem hilfreichen Failsafe bzw. Return to home Funktion. Wenn etwas schiefläuft (z.B. Abbruch der Funkverbindung), dann fliegt die Vision+ nach kurzem Warten automatisch an den Ort zurück, von der sie gestartet ist.

Mit bis zu 25 Minuten kann die Vision plus eine beachtliche Flugzeit vorweisen.

Erwähnenswert ist noch die Ground Station Funktion der DJI Go App, mit der du Punkte (Waypoints) definieren kannst, die die Drohne nacheinander abfliegt. So kannst du schon vor dem Abflug bestimmen, wie sich die Vision+ durch den Himmel bewegt und perfekte Videos erstellen.

Die Phantom 2 Vision Plus ist ein überzeugender RTF-Quadrocopter mit integriertem FPV-System. Allerdings ist auch er schon etwas in die Jahre gekommen und DJI verkauft bereits den moderneren Phantom 4 Copter. Da die Phantom 2 Vision+ bei einer Neuanschaffung verhältnismäßig teuer ist, würde ich lieber gleich auf das neuste Modell aus dem Hause DJI zurückgreifen. Vor allem in Bezug auf zukünftige Firmware-Updates erscheint mir diese Investition als sinnvoller. Alternativ könntest du dir eine gebrauchte Phantom 2 Vision+ zulegen, falls du neu in das Hobby einsteigen möchtest.

Häufige Fragen zur neuen EU-Drohnenverordnung

Muss ich mich registrieren, wenn ich eine DJI Phantom 2 besitze?

Ja, die DJI Phantom 2 ist schwerer als 250 Gramm und hat eine Kamera, sodass du dich als Drohnenbetreiber registrieren musst. In Deutschland ist das über diese Plattform möglich. Mehr Informationen haben wir für dich in unserem Beitrag zur Registrierungspflicht zusammengestellt.

Brauche ich einen EU-Drohnenführerschein, um die DJI Phantom 4 fliegen zu dürfen?

Ja, die DJI Phantom 2 gehört mit ihren 1.000 Gramm zu den Drohnen, die du nur mit einem entsprechenden Führerschein fliegen darfst. Sie hat noch kein EU-Klassenkennzeichen (z.B. C0, C1, C2…), sodass sie zu den Bestandsdrohnen zählen. Derzeit wird geprüft, ob und wie sie rückwirkend einer Drohnenklasse zugeordnet werden können. Bis darüber Klarheit herrscht, gelten bis 31.12.2022 diese Vorgaben in der Offenen Kategorie:

  1. Einsatz mit mindestens 50 Metern Abstand zu Menschen:
    • Alter DE-Kenntnisnachweis von anerkannter Stelle plus neuer EU-Kompetenznachweis A1/A3 (Kleiner Führerschein) und Selbsterklärung praktischer Kenntnisse (bis 31.12.2022) oder
    • Neues EU-Fernpilotenzeugnis A2 (Großer Führerschein)
  2. Einsatz unter Bedingungen der Unterkategorie A3 (Gefährdung Unbeteiligter ausschließen, mindestens 150 Meter Abstand zu Wohn-, Gewerbe-, Industrie- oder Erholungsgebieten):
    • Alter DE-Kenntnisnachweis (bis 31.12.2022) oder
    • Neuer EU-Kompetenznachweis A1/A3 (Kleiner Führerschein)
Mehr Informationen zu den neuen europäischen Drohnenführerscheinen findest du in diesem Beitrag.



Benötige ich eine Drohnen-Versicherung für die DJI Phantom 2?

Ja, in Deutschland musst du für deine DJI Phantom 2 eine Haftpflichtversicherung abschließen. Wir stellen dir in unserem Beitrag zu Drohnen-Versicherungen verschiedene Anbieter vor und geben dir Tipps, worauf du achten musst.

Muss ich an die DJI Phantom 2 eine Plakette anbringen?

Ja, eine Kennzeichnungspflicht gibt es auch mit den europäischen Regeln. Dazu musst du an deiner DJI Phantom 2 deine elektronischen Registrierungsnummer (e-ID) befestigen.

Du möchtest noch mehr über die EU-Drohnenverordnung wissen? In unserem Video-Kurs geben wir dir einen umfassenden Einblick.

Zum Video-Kurs “Einführung in die EU-Drohnen-Verordnung”

Dir hat der Artikel gefallen? Dann teile ihn doch mit deinen Freunden!

Über den Autor

Seit 2014 lässt mich die Begeisterung für Kamera-Drohnen nicht mehr los. Als Fotograf und Filmemacher bieten sie mir eine unglaubliche Bandbreite an Gestaltungsmöglichkeiten. Dank Drohnen konnte ich überall auf der Welt ganz besondere Perspektiven einfangen, die ohne die neue Technik undenkbar wären. Doch in all den Jahren hat sich viel geändert und es stellt eine gewisse Herausforderung dar, als Drohnen-Pilot die technischen und rechtlichen Entwicklungen zu verfolgen. Deswegen haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, euch hier im Drohnen Camp alles Wichtige für den Umgang mit euren Drohnen verständlich zu erklären. Falls noch Fragen zu diesem Artikel offengeblieben sein sollten oder ihr Erfahrungen mit uns teilen wollt, dann schreibt uns gern einen Kommentar und wir versuchen euch so schnell wie möglich zu helfen!

Kommentare zu diesem Beitrag: Fragen stellen und mitdiskutieren

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
2 Kommentare
Neuste Kommentare
Älteste Kommentare Beliebteste Kommentare
Inline Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen
Marcus S.
vor 3 Jahren

Ich habe meinen Phantom 2 (nicht die Vision-Version) seit Mitte 2014 und bin bis heute begeistert von dieser Drohne.
Der Grund, warum ich bis heute (Februar 2018) nicht zum P3/P4/etc. gewechselt bin, ist sehr einfach : Der Phantom 2 ist ein Multitalent und ist immer wieder erneuerbar.
Das heißt, man kann das Gimpal, Kamera, Landegestell, usw. austauschen gegen neuere Modelle, ohne die Drohne selbst tauschen zu müssen.
Bei allen neueren Hobby-DJI-Modellen sind Kamera, Gimbal, usw. fest verbaut und können nicht erweitert werden.
Beispiel : bei dem P2 kann ich heute meine Gopro Hero 3 gegen die GoPro Hero 6 austauschen und bin somit bei den Bild-/Video-Daten wieder auf dem aktuellen Stand.

Das man die FPV selbst nachrüsten muss, empfinde ich als großen Vorteil, da ich somit selbst entscheiden kann, wie und vor allem was für eine FPV ich verbaue.

Den einzigen Nachteil, den ich sehe, gegenüber den neueren Modellen, ist die fehlende Hindernisserkennung.