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Die DJI Inspire 1 kurz vorgestellt

Der DJI Inspire 1 zählt zu den professionellsten Quadrocoptern, die aktuell auf dem Markt sind. In diesem Beitrag erklären wir, was den Inspire 1 von der Phantom-Reihe abhebt und wann sich der Kauf lohnt.

Die wichtigsten Funktionen des DJI Inspire 1 im Überblick

Der DJI Inspire unterscheidet sich optisch deutlich von den Quadrocoptern der Phantom-Reihe. Die zwei T-förmigen Propeller-Arme werden gleichzeitig als Landegestell genutzt und berühren zunächst den Boden. Nach dem Start klappen die Arme nach oben und ermöglichen eine 360° Rundumsicht für die Kamera. Das ist schon ein riesiger Pluspunkt gegenüber den Phantom-Modellen. Denn bei einem Phantom können die Propeller bei schnellen Flügen im Bild sichtbar werden. Da die Propeller des Inspires während des Fluges deutlich höher platziert sind, gehört dieses Problem nun der Vergangenheit an.

Den DJI Inspire 1 gibt es in drei Ausführungen:

Hier kannst du die Unterschiede zwischen den Kameras der Zenmuse X Serie nachlesen. Spannend bei den Pro & Raw Modellen ist zum Beispiel die Möglichkeit, das verwendete Objektiv auszuwechseln.

Neben dem Gimbal-System unterscheiden sich die Ausführungen des Inspire 1 nicht. Anhand deiner Bedürfnisse solltest du dich für eine Inspire-Modell entscheiden. Beachten solltest du, dass sich die möglichen Flugzeiten je nach verwendeter Kamera unterscheiden. Beim DJI Inspire 1 2.0 kannst du bis zu 18 Minuten fliegen, beim Inspire 1 Pro 15-18 Minuten und beim Inspire 1 Raw etwa 13-16 Minuten.

Die Kameras lassen sich nachträglich austauschen und auf das Handheld Gimbal von DJI, dem OSMO, platzieren. Mit dieser Steadicam kannst du auch am Boden verwacklungsfreie Videos aus der Hand aufnehmen, wie du es von Drohnenaufnahmen kennst.

Eine weitere Verbesserung gegenüber den Phatom-Koptern ist die Möglichkeit, Fluggerät und Kamera mit unterschiedlichen Fernsteuerungen durch zwei Personen zu steuern. Beide Piloten können im 2-Personen-Modus auf ihrem Tablet das aktuelle Vorschaubild der Kamera nachverfolgen. Daraus ergeben sich vor allem für Profis neue Möglichkeiten in Anspruchsvollen Flugmanövern.

Erwähnenswert ist das im Inspire 1 verbaute Vision Positioning System. Sensoren an der Unterseite des Kopters messen die Entfernung zum Boden und ermöglichen somit stabile Drohnenflüge in Situationen, in denen kein GPS zur Verfügung steht. Damit kann der DJI Inspire auch in Innenräumen/Gebäuden oder in schwierigem Gelände sicher geflogen werden.

Wie die Phantom-Modelle verfügt die Inspire 1 Drohne über viele Flugfunktionen wie Failsafe/Return to home, Waypoints und Point of interest. Auch die Ausstattung mit GPS-Empfängern fehlt bei der Profi-Drohne natürlich nicht. Doch wenn sich so viele Funktionen der Phantom-Reihe ähneln, warum solltest du dir dann überhaupt den teureren Inspire kaufen?

Gründe für den Kauf eines DJI Inspire 1

  1. Durch die größere Bauweise ist der Inspire länger mit bloßem Auge zu erkennen
  2. Durch das höhere Gewicht ist der Inspire weniger anfällig für starken Wind
  3. Drohne und Kamera können von zwei unterschiedlichen Personen gesteuert werden
  4. Wenn du für Auftraggeber fliegst, wirkt ein Inspire deutlich professioneller
  5. Beim Inspire 1 Pro/Raw lässt sich das Objektiv auswechseln

Video-Vorstellung des DJI Inspire 1

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Lieferumfang des Transformer-Kopters

Der DJI Inspire 1 wird mit folgendem Zubehör ausgeliefert:

  • Kopter-Body Inspire 1
  • 1 Fernsteuerung mit zwei Antennen
  • 4 Propeller-Paare
  • Kamera und Gimbal je nach Modell (Zenmuse X3, X5 oder X5R)
  • Gimbal-Klemme
  • 16 GB SD-Karte
  • 1 Transportkoffer
  • ND-Filter (bei DJI Inspire 1 V2.0)
  • Kabel und Anleitungen
  • Tragegurt für Fernsteuerung

Hilfreiche Quellen für Inspire Piloten

Empfohlenes Zubehör für den DJI Inspire 1

Wie bei den meisten Multikoptern benötigst du auch beim Inspire 1 Multikopter zusätzliches Equipment. Wir empfehlen dir folgende zusätzliche Ausrüstung:

Für wen lohnt sich der Kauf? Fazit zum Inspire 1

Der Inspire 1 eignet sich vor allem für Menschen, die ihre Drohne im Beruf nutzen. Für Privatpersonen lohnt sich die hohe Investition kaum und gerade auf Reisen ist der DJI Inspire 1 schwer zu transportieren. Deswegen ist wohl die DJI Phantom 4 mit integrierter Hinderniserkennung für Hobby-Flieger die bessere Wahl. Für Profis ergeben sich mit dem Inspire 1 jedoch neue Gestaltungsräume und der hohe Kaufpreis für die gut abgestimmte Komplettlösung zahlt sich dann tatsächlich aus.

Häufige Fragen zur neuen EU-Drohnenverordnung

Muss ich mich registrieren, wenn ich eine DJI Inspire 1 besitze?

Ja, die DJI Inspire 1 ist schwerer als 250 Gramm und hat eine Kamera, sodass du dich als Drohnenbetreiber registrieren musst. In Deutschland ist das über diese Plattform möglich. Mehr Informationen haben wir für dich in unserem Beitrag zur Registrierungspflicht zusammengestellt.

Brauche ich einen EU-Drohnenführerschein, um die DJI Inspire 1 fliegen zu dürfen?

Ja, die DJI Inspire 1 gehört mit ihren ca. 3 Kilogramm zu den Drohnen, die du nur mit einem entsprechenden Führerschein fliegen darfst. Sie hat noch kein EU-Klassenkennzeichen (z.B. C0, C1, C2…), sodass sie zu den Bestandsdrohnen zählt. Derzeit wird geprüft, ob und wie sie rückwirkend einer Drohnenklasse zugeordnet werden kann. Bis darüber Klarheit herrscht, darfst du die DJI Inspire 1 nur unter den Betriebsbedingungen der Unterkategorie A3 (Gefährdung Unbeteiligter ausschließen, mindestens 150 Meter Abstand zu Wohn-, Gewerbe-, Industrie- oder Erholungsgebieten) fliegen. Du benötigst dazu einen alten DE-Kenntnisnachweis (bis 31.12.2022) oder einen neuen EU-Kompetenznachweis A1/A3.
Mehr Informationen zu den neuen europäischen Drohnenführerscheinen findest du in diesem Beitrag.

Benötige ich eine Drohnen-Versicherung für die DJI Inspire 1?

Ja, in Deutschland musst du für deine DJI Inspire 1 eine Haftpflichtversicherung abschließen. Wir stellen dir in unserem Beitrag zu Drohnen-Versicherungen verschiedene Anbieter vor und geben dir Tipps, worauf du achten musst.

Muss ich an die DJI Inspire 1 eine Plakette anbringen?

Ja, eine Kennzeichnungspflicht gibt es auch mit den europäischen Regeln. Dazu musst du an deiner DJI Inspire 1 deine elektronischen Registrierungsnummer (e-ID) befestigen.

Du möchtest noch mehr über die EU-Drohnenverordnung wissen? In unserem Video-Kurs geben wir dir einen umfassenden Einblick.

Zum Video-Kurs “Einführung in die EU-Drohnen-Verordnung”

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Foto von Francis
Über den Autor

Seit 2014 lässt mich die Begeisterung für Kamera-Drohnen nicht mehr los. Als Fotograf und Filmemacher bieten sie mir eine unglaubliche Bandbreite an Gestaltungsmöglichkeiten. Dank Drohnen konnte ich überall auf der Welt ganz besondere Perspektiven einfangen, die ohne die neue Technik undenkbar wären. Doch in all den Jahren hat sich viel geändert und es stellt eine gewisse Herausforderung dar, als Drohnen-Pilot die technischen und rechtlichen Entwicklungen zu verfolgen. Deswegen haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, dir hier im Drohnen Camp alles Wichtige für den Umgang mit deinen Drohnen verständlich zu erklären. Falls noch Fragen zu diesem Artikel offengeblieben sein sollten oder du Erfahrungen mit uns teilen willst, dann schreibtuns gern einen Kommentar und wir versuchen dir so schnell wie möglich zu helfen! Du willst noch mehr Tipps? Dann schau dir auch gern unsere Plus-Mitgliedschaft an. Als Plus-Mitglied erhältst du Zugriff auf all unsere Video-Kurse, die Drohnen-Spots, eine Versicherung (optional) und vieles mehr. Jetzt informieren

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